September 2019

Herbstmarkt auf Gut Ahe

Alle Jahre wieder bietet die Familie Weißbrich im Herbst ihre zahlreichen selbst gefertigten Produkte zum Verkauf an. So auch in diesem Jahr.

Am Feiertag den 03.10. findet der Verkauf in der Hofscheune auf dem Gut Ahe von 11.00 Uhr bis 18.00Uhr statt. Ebenso am Samstag, den 05.10., und am Sonntag, den 06.10., jeweils von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Erfahrungsgemäß geht niemand mit leeren Händen nach Hause.

Leckereien aus Weißbrichs Küche wie beispielsweise Gelees und Liköre sind genauso gefragt wie künstlerisch gefertigte Deko-Artikel für Herbst und Winter. Oder Kerzen, Stricksocken, Patchwork- und Holzarbeiten und vieles mehr. Der Erlös aus dem Verkauf wird für Projekte in Indien verwendet. Bereits im Frühjahr gab es den Frühlingsmarkt auf Gut Ahe. Der Andrang war groß, das Ergebnis großartig und brachte einen Erlös von 3.500€, die als Spende LEONIDIS zuflossen.

Der Ideenreichtum von Ulla und Georg Weißbrich aus Kirchhundem-Hofolpe und ihrer Tochter Claudia Jasper scheint nie zu versiegen und ihr Elan und ihre Ausdauer ebenfalls nicht. So dürfen sich die Kunden erneut auf ein reichhaltiges Angebot freuen.

 

Wir bedanken uns jetzt schon bei Ulla und Georg Weißbrich und Claudia Jasper und auch bei Irmel Neuhaus, die wie jedes Jahr ihre Hofscheune unendgeldlich für den Markt zur Verfügung stellt.

 

Herbstmarkt in der Hofscheune Gut Ahe

Donnerstag, 03.10.

Samstag, 05.10.

Sonntag, 06.10.

jeweils von 11.00 Uhr – 18.00 Uhr

 

August 2019

Neues Grossprojekt - LEONIDIS will den Bau eines weiteren Internates in Nordindien unterstützen

Mit einem Teil der Spendegelder aus dem letzten Jahr konnte der Bau des Interates in Khunti nun zum Abschluss gebracht werden. Dort leben und lernen zur Zeit etwa 70 Mädchen. Die Schwestern berichten, dass sie alle sehr glücklich sind und sehr fleißig lernen mit guten Ergebnissen. „Unser Dank gilt allen Spendern“, sagte Sr. Grace. „Ich wünschte sie könnten sich alle vor Ort davon überzeugen, was sie großartiges geleistet haben. Wir fühlen uns im Gebet ihnen allen verbunden.“

Nach wie vor liegt der Schwerpunkt unseres Engagements in der Unterstützung von Schülerinnen und Schülern. Ihnen Bildung zu ermöglichen, bedeutet die Chance den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen und ein selbstbestimmtes Leben unter menschenwürdigen Bedingungen zu führen. Doch häufig ist der Weg zur Schule lang – und für Mädchen zudem sehr gefährlich. Regelmäßig berichten die Medien davon, dass junge Inderinnen vergewaltigt, misshandelt und ermordet werden. Damit Mädchen aus diesem Grund und auch anderen anderen Gründen (s.u.) nicht zu Hause und ohne Bildung bleiben – was für sie Perspektivlosigkeit bedeutet – haben die Schwestern deshalb mit dem Bau von Internaten begonnen. Nun soll das notdürftig eingerichtete Internat in Dhamnod, im Bundesstaat Madya Pradesh, renoviert, ausgebaut und dem steigenden Bedarf an weiteren Plätzen angepasst werden. Sr. Grace hat deshalb einen Antrag auf Unterstützung gestellt. Sie schreibt:

„Uns allen ist sehr bewusst, dass Kinder bei Ihren Eltern leben sollten und es nicht förderlich ist Kindergartenkinder und Grundschulkinder im Internat unterzubringen. Noch mehr ist uns aber die Wohn- und Lebenssituation dieser armen Kinder (Mädchen) in ihren Elternhäusern bewusst. Es ist traurig zu hören, dass die Mütter es manchmal für sicherer halten die Kinder in die Obhut des Internats unter Aufsicht der Schwestern zu stellen, als sie im eigenen Haus in der Anwesenheit der Väter und anderer Verwandten zu wissen, welche meist Alkoholiker sind. Wir hören oft, dass die Mütter keine Angst um die Kinder haben, wenn sie Im Internat wohnen und sie davon überzeugt sind, dass die Kinder hier in guten Händen sind. Aufgrund dieser Umstände haben wir uns überlegt, Euch/Ihnen dieses Projekt vorzustellen und bitten um Unterstützung. (...)

Obwohl diese Menschen arm sind, gibt es ein wachsendes Bedürfnis der Eltern, bedingt durch die sich stetig verändernde Lebenssituation und den schnell fortschreitenden technischen Entwicklungen, ihren Kindern eine bessere Bildung in Englisch zukommen zu lassen. Obwohl die Eltern Analphabeten sind, wird ihnen schrittweise bewusst, dass qualitativ wertige Bildung und eine gute Lernatmosphäre eine Grundvoraussetzung sind. Heutzutage ist Englisch das Tor zur modernen Welt, in die wir nicht nur verstohlen hineingucken, sondern in die wir uns hineinbewegen. Neben den Anfragen für einen Schulplatz gibt es seitens der Eltern viele Anfragen nach Internatsplätzen, welches direkt nebenan liegt und ebenfalls durch die Schwestern geleitet wird.

Am 10. Juni 2015 haben wir das Internat mit 3 Mädchen gestartet. Wir hatten kein spezielles Schlafgebäude, aber auf begründete Anfrage der Eltern brachten wir sie in einem Raum des Konvents unter. Als mehr und mehr Anfragen eingingen und die Anzahl der Kinder rapide anstieg, richteten wir ein altes Gebäude her und so haben wir Stand heute ca. 70 Mädchen im Internat verteilt über die Klassen 1-12. Aus diesem Grund besteht ein großer Bedarf an geeigneten Räumlichkeiten und wir verstehen die Zeichen der Zeit. (...) Mit steigenden Schülerzahlen wird die Unterbringung in unseren begrenzten Kapazitäten immer schwieriger. Deshalb sind Anpassungen von Nöten und wir müssen dringend mehr Räume bereitstellen, inklusive Betten und Bettwäsche, Lernräume, Speiseräume, Waschplätze, Toilettenanlagen und vieles mehr. Umbau und Anbau sind dringend erforderlich, damit wir den vielen Mädchen angemessene Lebens- und Lernbedingungen ermöglichen können.“

(Auszüge aus einem Begleitbrief von Sr. Grace Manjakunnel, PHJCProvincial Superior, St. Joseph’s province, North India).

Wir wollen helfen.

Dank einer großen Einzelspende können wir sogar schneller helfen als gedacht. Weitere Hilfe kommt jetzt dankenswerter Weise von den Lions Freudenberg, die, wie schon in der Vergangenheit, erneut LEONIDIS unterstützen möchten. Und zwar mit einer 4000€ Spende in 2019 und einer 2000€ Spende in 2020, zweckgebunden für den Bau des Internates in Dhamnod.

Damit kann mit den Bauarbeiten begonnen werden. Geplant ist, das Internat in 2021 fertig zu stellen und damit für viele Jahre Mädchen und jungen Frauen Lernen und Leben in Sicherheit zu schenken. Sie, ihre Familien und die indischen Schwestern der Missionsstation Dhamnod freuen sich schon darauf!

 

Mai 2019

Treffen mit indischen Schwestern

Dernbach/Schönau. Wegen des Generalkapitels kamen im April/Mai viele indische Schwestern, die Verantwortung tragen in den Provinzleitungen von St. Mary (Südindien) und St. Joseph (Nordindien) nach Dernbach ins Mutterhaus. Dort gab es am 5. Mai ein Treffen mit den Schwestern sowie Irmgard Grebe-Quast, Christoph Quast und Severin Grebe, dem ältesten Bruder von Sr. Leonidis. Es kam zu einem freudigen Wiedersehen und einem regen Austausch. Die Schwestern berichteten über den Stand der geförderten Projekte und über die Situation an den Schulen. Sie trugen ihre Freude über Fortschritte vor und berichteten über ihre Sorgen und Nöte und darüber, wo sie sich ein Engagement von Leonidis wünschten. Besprochen wurde auch einige Einzelschicksale, für die angemessene Lösungen gefunden wurden.

Irmgard Grebe-Quast stellte den Schwestern neue Antragsformulare vor, die gemeinsam von LEONIDIS und Sr. Betty erarbeitet worden waren, um die Dokumentation zu Projekten zu erleichtern und die Transparenz zu sichern. So können zukünftig noch zielgerichteter Anträge gestellt werden mit einer klaren Beratungsgrundlage. Die Entscheidungen darüber trifft Leonidis in enger Absprache mit der Ordensleitung in Dernbach.

Zum Schluss brachten Sr. Grace (Provinzleitung St. Joseph) und Sr. Flora (Provinzleitung St. Mary) ihren Dank zum Ausdruck für die Unterstützung durch die vielen Spender und baten, diesen Dank an alle Gönner weiterzuleiten. Nach einem gemeinsamen Mittagessen trafen sich Schwestern und Familie am Grab von Sr. Leonidis, die nach wie vor in den Gedanken der indischen Schwestern sehr präsent ist.

 

Februar 2019

Liebe Freunde und Förderer von LEONIDIS,

im letzen Jahr durften wir Sie an dieser Stelle über unser Rekordergebnis in Höhe von knapp 60.000 € informieren. Da ahnten wir nicht, dass Sie dieses Ergebnis noch einmal übertreffen würden. Insgesamt 75.220,17€ haben Sie 2018 gespendet und die Freude darüber ist bei der Ordensleitung der Dernbacher Schwestern, den indischen Schwestern und nicht zuletzt bei uns sehr groß. Denn für ein weiteres Jahr können wir damit erneut vielen Menschen helfen.

Hunderte von Mädchen und Jungen können weiterhin eine gute Schulausbildung genießen und schöpfen daraus Hoffnung für ihre Zukunft. Eine Zuversicht und Hoffnung, die sie ohne Ihre Hilfe nicht haben würden. Denn sie alle stammen aus Familien, die in Armut leben. Sie haben Eltern, die als Tagelöhner arbeiten und nur das Nötigste zum Leben verdienen. Eigentlich bietet ihnen diese Leben keine Perspektive. Eigentlich. Aber da gibt es Gott sei Dank die Spender von LEONIDIS.

Und auch für viele Kranke gibt es Hoffnung auf Genesung. Weiterhin ist es uns möglich, das Gesundheitszentrum in Ranchi zu unterstützen. Dort erhalten Frauen, Männer und Kinder Hilfe, die Medikamente, eine medizinische Untersuchung und Behandlung oder eine Operation nicht bezahlen können. Jeder gibt, soviel er kann – und der Rest wird aus dem Spendenfonds von LEONIDIS bezahlt. In beeindruckender Art und Weise schilderte Sr. Deepthi Ende 2018 in einem langen Bericht ihre Arbeit mit den Patienten und die Schicksale, die hinter jedem einzelnen Fall stehen. Einige davon haben wir übersetzt und ebenfalls unter dem Punkt „Aktuelles“ veröffentlicht. All diese Beispiele zeigen: Ihre Hilfe kommt an! Sie retten Leben und bewirken viel Gutes!

Aufgrund der hohen Spendensumme werden wir in diesem Jahr zusätzlich zu unseren bisherigen Projekten gemeinsam mit Sr. Gonzalo und Sr. Betty, der Generaloberin und der Prokuratorin entscheiden, wo in besonderer Weise Hilfe notwendig ist und welchen Beitrag wir leisten können, die Lebensbedingungen von Menschen in Indien zu verbessern. Zum Jahresende werden wir Sie in einem Rechenschaftsbericht darüber informieren.

„Anderen Menschen Gutes zu tun, ist keine Pflicht. Es ist Freude, denn damit wächst unsere eigene Gesundheit und Glückseligkeit.“ (Zarathustra) In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein gesundes und glückliches Jahr 2019.

Herzlichen Dank und liebe Grüße

 

Februar 2019

Bericht aus dem Seva Nilaya Gesundheitszentrum

Das Seva Nilaya Gesundheitszentrum liegt in der Region Ara Gate nur 8 Kilometer entfernt von der Stadt Ranchi im Staat Jharkhand in Nordindien. Das Zentrum wurde vor etwa 35 Jahren durch den Orden der Armen Dienstmägde Jesu Christi gebaut und wird seitdem durch Schwestern des Ordens geleitet. Aufgrund des hohen Bedarfs wurde das Gebäude 2008 erweitert.

Das Einzugsgebiet des Gesundheitszentrums umfasst insgesamt 35 Dörfer und es werden alle Krankheiten behandelt. Gesundheit ist ein großes Problem in den umliegenden Dörfern aufgrund der schlechten Trinkwasserversorgung und Hygiene sowie der vielen Moskitos. Die meisten Patienten leiden unter Malaria, Thyphus, Tuberkulose, Gelbsucht und Blutarmut. Häufige Krankheitsbilder sind auch Diabetes, Bluthochdruck aber auch viele andere Erkrankungen. Frauen aus den umliegenden Dörfern kommen zudem zu gynäkologischen Untersuchungen, zur Schwangerschaftsvorsorge und auch zur Geburt ihrer Kinder zu uns Schwestern. Insgesamt werden vorrangig sehr arme Patienten behandelt, die oftmals lange Wege zu uns aufnehmen, da sie sich die Behandlung in staatlichen Krankenhäusern niemals leisten können. Selbst die zu Minimalpreisen von den Schwestern abgegebenen Medikamente können sich viele nur unter großem Aufwand leisten.

Seit 2016 unterstützen wir Dank Ihrer Hilfe das Seva Nilaya Gesundheitszentrum in Ara Gate nahe Ranchi in Nordindien. Nun haben wir erneut einen ausführlichen Bericht über die Verwendung der 10.000 € erhalten, mit denen wir die Arbeit der Ordensschwestern dort unterstützen. In beeindruckender Art und Weise schildern sie die Arbeit mit den Patienten und die Schicksale, die hinter jedem einzelnen Fall stehen. Von den vielen Patienten, die Sr. Deepthi und ihre Mitschwestern im vergangenen Jahr behandeln konnten, hat sie in ihrem Brief über 22 Patienten detailliert berichtet. Drei Patienten möchten wir Ihnen heute vorstellen.

„Karuna Usha Lakra ist 9 Jahre alt und die einzige Tochter von Premchand Lakra. Sie geht in die 3. Klasse. Seit 8 Monaten ist sie krank. Sie leidet unter Fieber und wiederkehrenden Bauchschmerzen, Appetitverlust, Schwäche und Gewichtsverlust. Sie ist zwar schon mehrfach untersucht worden, aber niemand konnte eine Diagnose stellen. Karuna kommt aus einer sehr armen und gebrochenen Familie. Ihr Vater hat sie und ihre Mutter verlassen. Seitdem arbeitet die Mutter als Tagelöhnerin, um den Lebensunterhalt für die beiden zu verdienen. Karuna ist eine sehr gute Schülerin. Als sie mit ihrer Mutter in unser Gesundheitszentrum kam, ordnete unser Arzt die sofortige stationäre Aufnahme an. Karunas Mutter lehnte dies ab – weil sie den Aufenthalt nicht bezahlen konnte. Es hat viel Überzeugungsarbeit gekostet der Mutter zu erklären, dass Karunas Leben mehr Wert ist als die Rechnung. Wir wollten die Untersuchungen durchführen um zu einer Diagnose kommen und Karuna richtig behandeln zu können. Schließlich stimmte die Mutter zu und Karuna wurde stationär aufgenommen. Der Bluttest und Untersuchungen zeigten, dass das Mädchen an einer Bauchtuberkulose leidet. Schnell konnte mit der Behandlung begonnen werden und innerhalb der nächsten drei Wochen erholte sich Karuna erstaunlich gut. Sie kooperierte sehr gut mit uns und war eine gute kleine Patientin. Nach drei Wochen konnten wir sie entlassen. Die Medikamente gegen Tuberkulose muss sie nun weiterhin für insgesamt 6 Monate einnehmen. Karuna kommt mit ihrer Mutter regelmäßig zur Kontrolle, es geht ihr aktuell gut und beide sind sehr glücklich über die Hilfe und die finanzielle Unterstützung. Karunas Mutter konnte 10.000 Rupien (ca. 120 €) selbst zahlen, die übrigen 10.000 Rupien hat unser Gesundheitszentrum aus dem Spendenfond übernommen.“

Foto: Karuna in unserem Gesundheitszentrum. Anbei die Rechnung über die Behandlungskosten, die LEONIDIS für Karuna übernommen hat.

 

„Ranjeet Munda ist 32 Jahre alt. Er kommt aus Horhab, das ist etwa eine Stunde von Ara Gate entfernt. Er kam zu uns mit stärksten Schmerzen im rechten Unterbauch, starkem Erbrechen und Fieber. Ähnliche Beschwerden hat er bereits seit über einem Jahr. Ranjeet stammt aus einer sehr armen Familie, eine ärztliche Behandlung kann er sich nicht leisten. Wenn er also wieder mal Schmerzen bekam, kaufte er sich von dem wenigen Geld ein paar Schmerzmedikamente und hoffte auf Besserung. Dieses Mal jedoch war es so schlimm, dass er von einem Freund in Begleitung der Familie gebracht wurde. Ranjeet hat eine Frau und zwei kleine Kinder. Er arbeitet als Tagelöhner. Wegen seiner häufigen Erkrankung konnte er lange Zeit nicht arbeiten und deshalb leidet die Familie große Not. Unser Arzt untersuchte ihn und ordnete weitere Untersuchungen an: einen Bluttest, eine Ultraschalluntersuchung vom Bauch, ein Röntgenbild des Brustkorbs und ein EKG. Die Blutuntersuchung zeigte sehr hohe Entzündungswerte und die Ultraschalluntersuchung eine chronische Blinddarmentzündung. Ranjeet wurde stationär aufgenommen und operiert. Als der Chirurg den Bauch öffnete, war der Blinddarm bereits geplatzt. Ranjeet erholte sich aber schnell und konnte zeitnah wieder entlassen werden. Von der Rechnung über 25.000 Rupien (ca. 300€) konnte die Familie nur 5000 Rupien ( ca. 60€) bezahlen. Der Rest wurde von unserem Gesundheitszentrum übernommen. Ranjeet ist sehr dankbar für die Behandlung und die schnelle Genesung und kann mittlerweile wieder für den Lebensunterhalt der Familie sorgen."

 

Foto: Ranjeet im Gesundheitszentrum und die Rechnung über die Beahandlungskosten, die LEONIDIS für Ranjeet übernommen hat.

 

"Phulo Devi ist 40 Jahre alt und mit Lakhnath Mahto verheiratet, Phulo hat zwei Töchter und ein Sohn und wohnt in Getelsud, etwa zwei Stunden entfernt von unserem Gesundheitszentrum. Ihr Ehemann verdient den Lebensunterhalt der Familie als Tagelöhner. Phulo kam am 1. April 2018 zu uns mit hohem Fieber und Husten seit 30 Tagen. Durch eine nahe gelegene Drogerie wurde sie schon mit Medikamenten versorgt aber sie war extrem schwach, nicht fähig überhaupt noch zu stehen und sie wurde durch unseren Doktor direkt aufgenommen. In den Blutuntersuchungen hatte sie eine starke Blutarmut und bekam direkt 3 Blutkonserven über die Vene transfundiert. In weiteren Blutuntersuchungen, dem EKG und Röntgen sah man eine Lungentuberkulose. Die Tuberkulose hatte einen kompletten Lungenflügel befallen. Eine CT-Untersuchung zeigte, dass Phulo an einer chronischen Lungentuberkulose erkrankt war. Unter Einnahme der Medikamente verbesserte sich ihr Gesundheitszustand schnell. Doch sie musste 25 Tage in unserem Gesundheitszentrum bleiben. Weil sie so schwach war, verordneten wir ihr eine proteinreiche Diät. Anschließend konnten wir sie nach Hause entlassen. Phulo wurde angewiesen, die Medikamente für 6-12 Monate ohne Unterbrechung einzunehmen und rmonatlich zu uns zur Kontrolle zu kommen. Die Rechnung für Phulo betrug 25.000 Rupien (ca 300€), wovon die Familie 10.000 Rupien (ca 120€) selbst zahlen konnte. Die restliche Summe wurde durch das Gesundheitszentrum beglichen.°

 

Foto: Sr. Deepthi am Bett von Phulo.

 

"Cicilia Toppo ist 60 Jahre alt und mit Micheal Toppo verheiratet. Sie leben mit ihrem Sohn, der Schwiegertochter und den beiden Enkelkindern - einem Jungen und einem Mädchen - in einem einfachen Haus in Ara Gate. Der Enkelsohn ist körperlich und geistig krank und braucht viel Unterstützung. Durch einen Sturz auf die rechte Seite hatte sie Cicilia die rechte Hüfte gebrochen. Sie sollte direkt am gleichen Tag notoperiert werden. Durch den großen Blutverlust benötigte sie noch vor der Operation drei Blutkonserven. Nach der Operation blieb Cicilia noch drei Wochen bei uns. So konnten wir die Heilung der Wunde überprüfen und Cicilia musste neu laufen lernen. Von der Rechnung über 50.000 Rupien (ca. 600€) konnte die Familie 30.000 Rupien (ca 360€) selbst bezahlen. Der Rest wurde durch das Gesundheitszentrum übernommen. Heute ist Cicilia gesund und kann ohne Krücken und fremde Hilfe laufen. Die Familie ist sehr dankbar für die Hilfe, die sie durch uns erhalten haben."

 

Foto: Eine Ordensschwester am Bett von Cicilia für den Verbandswechsel.

Diese Beispiele zeigen: Ihre Hilfe kommt an. Sie rettet Leben und bewirkt viel Gutes!

 

Dezember 2018

Weihnachtsbrief 2018

Liebe Freunde und Förderer von LEONIDIS,

„den Seinen gibt es der Herr im Schlaf“. Ein ebenso bekanntes wie schönes Bibelwort – bei dem die meisten wahrscheinlich denken: Noch schöner wäre es, wenn es wahr wäre. Denn unser Alltag sieht ja in der Regel anders aus. Da müssen wir uns anstrengen und ins Zeug legen, um etwas zu erreichen. Und nur sehr selten fällt uns wirklich etwas in den Schoß. Bei LEONIDIS ist das eigentlich nicht anders. Auch da gilt der Grundsatz, dass ohne Ihren Einsatz und Ihre zum Teil seit vielen Jahren andauernde Hilfe, ohne das Engagement der Dernbacher Schwestern und ohne die vielen Unterstützerinnen und Unterstützer unserer Arbeit nicht das erreicht worden wäre, was in den vergangenen zehn Jahren erreicht worden ist.

Umso erfreuter waren wir in diesem Jahr, als wir tatsächlich im Schlaf beschenkt worden sind. Denn als wir wieder einmal unsere Ausgaben und Einnahmen überprüften, stellten wir fest, dass wir eine sagenhafte Spende von 25.000 Euro erhalten hatten. Der Spender, der anonym bleiben möchte, hat viele Jahre im Wendschen gelebt. Er war auf LEONIDIS aufmerksam gemacht worden und hielt die von uns geförderten Projekte für so unterstützungswürdig, dass er uns diese große Summe zukommen ließ. „Mich hat überzeugt, dass und auch wie ,LEONIDIS' Bildungs- und Gesundheitsprojekte unterstützt. Und das sind wahrscheinlich die beiden Bereiche, wo es in Indien den größten Bedarf gibt“, zitierten ihn die Zeitungen.

Selbstverständlich hat das Geld nicht lange auf dem Konto gelegen: Mit der einen Hälfte unterstützen wir nun den weiteren Aufbau eines Internats in Khunti – ein Projekt, mit dem wir seit einigen Jahren vor allem Mädchen die zum Teil sehr langen und vor allem sehr gefährlichen Schulwege ersparen. Denn immer wieder kommt es in Indien dazu, dass Mädchen auf dem Schulweg entführt und vergewaltigt werden. Die andere Hälfte des Geldes ist in das Mar Kavukatt Memorial Hospital geflossen – ein seit Anfang der 70er Jahre von den Dernbacher Schwestern betriebenes Krankenhaus. Dort wurde mit dem Geld eine Palliativ-Station errichtet, die schwer erkrankten oder alten Menschen einen Tod in Würde ermöglicht.

Wir wissen, dass nur die wenigsten von uns Beträge wie die oben genannten spenden können. Aber: Es sind eben die unzähligen Spenden in ganz unterschiedlichen Größenordnungen, die sich auf knapp 390.000€ summiert und LEONIDIS zu dem gemacht haben, was es heute ist. Und was es heute ist – das motiviert dann eben auch Großspender zur Unterstützung. Deshalb auch in diesem Jahr wieder ein ganz herzlichen „Vergelt’s Gott“.

Diesem Dank schließt sich auch Sr. Flora, die Oberin der Südprovinz in Indien, an. Im August brachte der Monsun den Menschen die schlimmste Flut im Bundesstaat Kerala seit 100 Jahren. In Anbetracht der großen Not, die die Schwestern vor Ort sahen, erreichte uns die Bitte, ob wir helfen können. Aufgrund Ihrer großartigen Spendenbereitschaft im vergangenen Jahr konnten wir spontan 15.000€ für die Flutopfer zur Verfügung zu stellen.

Sr. Flora schreibt:

„Durch die schlimmen Regenfälle sind viele Dörfer völlig zerstört worden. In den entlegenen Regionen kommt die Hilfe der Regierung nicht an. Dank der Unterstützung von LEONIDIS konnten wirvielen Familien helfen. Wir haben unsere Arbeit auf die Diozöse Mananthavady in der Region Wayanad im Norden Keralas konzentriert. Dort war vorher noch keine Hilfe geleistet worden. In der Diozöse leben christliche, hinduistische und muslimische Familien miteinander. Gemeinsam mit dem Gemeindepriester und den Ortsvorstehern haben wir uns vor Ort einen Überblick verschafft, welche Hilfe am nötigsten ist. Jeder bekam, was er am dringendsten benötigte.

Es fehlte vor allem an Nahrungsmitteln und einer Trinkwasserversorgung. Deshalb haben wir neben Nahrungsmitteln zunächst Wasserpumpen gekauft. Ferner Gasöfen, Küchenutensilien, Möbel und Decken, denn die Wassermassen hatten die Häuser überflutet und alles mitgerissen. Insgesamt konnten wir 164 Familien in ihrer Not helfen.

Wir sind Ihnen von Herzen dankbar für Ihre Unterstützung!“

In den letzten Tagen erreichte uns die Nachricht, dass in den frühen Morgenstunden des 16. November ein Cyklon mit Windgeschwindigkeiten bis zu 120 Stundenkilometer im Südosten des Landes zu erheblichen Verwüstungen geführt hat. 80.000 Menschen sind betroffen. Auch Einrichtungen der Dernbacher Schwestern, u.a. die Schule in Sebastiapuram, sind erheblich beschädigt. Sobald sich die dort tätigen Schwestern einen ersten Überblick über den Handlungsbedarf verschafft haben, werden wir gemeinsam mit der Ordensleitung in Dernbach beraten, ob und wie wir auch da den notleidenden Menschen helfen können.

Es ist bleibt viel zu tun. Mit Ihrer Hilfe können wir den Mensche neue Hoffnung geben. Deshalb bitten wir – bleiben Sie uns auch in Zukunft gewogen.

Ihnen und Ihren Familien noch eine schöne, besinnliche Adventszeit und dann auch frohe und gesegnete Weihnachten!

 

 

November 2018

Hilfe kommt bei Flutopfern an

Kerala, August 2018. Die Monsunzeit in Indien beginnt in der Regel im Juni und dauert bis September. Der Regen ist Fluch und Segen zugleich – während er für die Landwirtschaft unverzichtbar ist, kann er auch viel Zerstörung und Leid bringen. In diesem Jahr brachte der Monsun den Menschen die schlimmste Flut in Kerala seit mehr als 100 Jahren. Viele Flüsse traten in über die Ufer, Dämme brachen und überschwemmten zahlreiche Straßen, ließen Brücken einstürzen und sorgten für Erdrutsche. Viele Dörfer waren von der Außenwelt und damit von jeglicher Hilfe abgeschnitten. Hunderttausende Menschen waren gezwungen ihre Häuser zu verlassen. Viele von ihnen werden nie wieder in ihre Behausungen zurückkehren können. Viele haben ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Hunderte Menschen starben durch Ertrinken oder wurden durch Erdrutsche verschüttet.

In Anbetracht der großen Not, die die Schwestern vor Ort sahen, erreichte uns die Bitte, ob wir helfen können. Aufgrund Ihrer großartigen Spendenbereitschaft im vergangenen Jahr konnten wir spontan 15.000€ für die Flutopfer zur Verfügung zu stellen.

Nun hat uns ein Brief von Sr. Flora, der Provinzoberin der Region Südindien, erreicht:

Liebe Spender,

wir freuen uns sehr über Ihre spontane Antwort auf unsere Bitte um finanzielle Unterstützung für die Flutopferhilfe in Kerala und möchten heute darüber berichten, wofür wir Ihre Spende verwendet haben.

„Durch die schlimmen Regenfälle sind viele Dörfer völlig zerstört worden. In den entlegenen Regionen kommt die Hilfe der Regierung nicht an. Dank der Unterstützung von LEONIDIS konnten wir vielen Familien helfen. Wir haben unsere Arbeit auf die Diozöse Mananthavady in der Region Wayanad im Norden Keralas konzentriert. Dort war vorher noch keine Hilfe geleistet worden. In der Diozöse leben christliche, hinduistische und muslimische Familien miteinander. Gemeinsam mit dem Gemeindepriester und den Ortsvorstehern haben wir uns vor Ort einen Überblick verschafft, welche Hilfe am nötigsten ist. Jeder bekam, was er am dringendsten benötigte.

Es fehlte vor allem an Nahrungsmitteln und einer Trinkwasserversorgung. Deshalb haben wir neben Nahrungsmitteln zunächst Wasserpumpen gekauft. Ferner Gasöfen, Küchenutensilien, Möbel und Decken, denn die Wassermassen hatten die Häuser überflutet und alles mitgerissen. Insgesamt konnten wir 164 Familien in ihrer Not helfen und neue Hoffnung geben.

Wir sind Ihnen von Herzen dankbar für Ihre Unterstützung!“

 

 

Oktober 2018

Großer Tag für die Dernbacher Schwestern

Ordensgründerin Katharina Kasper wird heiliggesprochen

Rom. Am 14. Oktober war es soweit: die Ordensgründerin der Armen Dienstmägde Jesu Christi aus Dernbach Katharina Kasper wurde gemeinsam mit sechs anderen Gläubigen durch Papst Franziskus heiliggesprochen. Vor 40 Jahren fand die Seligsprechnung von Katharina statt durch Papst Paul VI. - eben jenen Papst, der nun gemeinsam mit ihr heiliggesprochen wurde.

Neben zahlreichen Ordensschwestern hatten sich auch ca. 2000 Pilger aus dem Bistum Limburg – und einige aus dem Sauerland – mit Bussen, Bahn und Flugzeugen auf den Weg nach Rom gemacht um die Heiligsprechung von Katharina Kasper mitzuerleben. Insgesamt 70.000 Menschen kamen auf dem Petersplatz zusammen und feierten den Gottesdienst mit Papst Franziskus. Stundenlang mussten alle anstehen, bis sie die Sicherheitsschleusen passieren konnten. Menschen aller Nationen standen dichtgedrängt beieinander und kamen miteinander ins Gespräch. Es herrschte eine wunderbare, freudige Stimmung und ließ alle Beteiligten spüren, was Weltkirche bedeutet.

„Es war ein sehr erhebender, aber auch sehr schlichter Gottesdienst, in dem Papst Franziskus unsere Katharina Kasper und sechs weitere Frauen und Männer heiliggesprochen hat“, sagte Georg Bätzing, der Bischof von Limburg, nach der mehr als zweistündigen Liturgie. „Das Ereignis muss jetzt erstmal sacken. Ich bin gespannt, welche Wege, die neue Heilige uns dann zeigen wird“, sagte der Bischof.

Nach dem Gottesdienst wurden auf dem Petersplatz die neuen Heiligen gefeiert.

Für alle, die dabei waren, war es ein beeindruckendes, unvergessliches Erlebnis.

Foto: LEONIDIS-Sprecherin Irmgard Grebe-Quast mit der Generaloberin der Dernbacher Schwestern Sr. Gonzalo (5.v.l.) und indischen Ordensschwestern nach der Heiligsprechung.

 

„Katharina Kasper wurde am 26. Mai 1820 in Dernbach, einem kleinen Ort im Westerwald, geboren. Sie war das siebte Kind armer Bauersleute und kannte daher die Not der Menschen in ihrer Heimat. So wie viele andere Kinder in der damaligen Zeit konnte sie die Schule nur unregelmäßig besuchen, weil sie zum einen häufig krank war und zum anderen schon sehr früh in der Landwirtschaft mitarbeiten musste. Auffallend war ihre Frömmigkeit, ihr fester Glaube und ihre Gottesliebe. Sie fühlte sich von Gott berufen und widmete ihm ihr ganzes Leben. Aus dem Glauben heraus und aus Hingabe half sie, wo Hilfe gebraucht wurde. Ganz wichtig dabei war ihr, dass die Menschen, denen sie half, Gott und die Schönheit des Glaubens kennenlernten. Katharina hatte ursprünglich nicht im Sinn einen Orden zu gründen. Als sich ihr aber immer mehr junge Frauen anschlossen und sich auch in den Dienst Gottes und der Caritas stellten, gründete sie einen „Verein“ und gab ihm eine Regel. In dieser Regel formulierte sie ihr Ziel, das bis heute gilt: Sie wollte den Glauben ausbreiten durch Beispiel, Belehrung und Gebet. Oft war Katharina Kasper im Gespräch mit dem damaligen Bischof von Limburg, Dr. Peter Jospeh Blum. Er war es, der am 15. August 1851 aus dem „Verein“ eine Kongregation werden ließ. Katharina gab der Gemeinschaft den Namen: Arme Dienstmägde Jesu Christi.

In den folgenden Jahren wuchs die Gemeinschaft sehr schnell. Immer mehr junge Frauen traten ein, und immer mehr Menschen und Gemeinden baten Katharina um Hilfe. So gründeten sich bald neue Niederlassungen. Neben der Pflege von alten, kranken und armen Menschen kümmerten sich die Schwerstern auch um die Erziehung von Kindern und um die Bildung von Mädchen. Sie wirkten in Kindergärten und Schulen. Als Katharina Kasper am 2. Februar 1898 in Dernbach starb, hinterließ sie ein großes Werk und eine Gemeinschaft mit mehr als 1700 Schwestern, die in fünf Ländern wirkten. Schon damals beeindruckte Katharina die Menschen ihrer Zeit mir Güte, mit ihrem Mut, ihrer Frömmigkeit und ihrem Gottvertrauen. (Pilgerbuch zur Heiligsprechung von Katharina Kasper in Rom, Bistum Limburg)

Foto: Blick über den Petersplatz in Rom.

 

 

 

September 2018

Wendener unterstützt LEONIDIS mit 25.000 Euro

Geld fließt in den Aufbau eines Internates und einer Palliativ-Station – Spender will anonym bleiben

Schönau. Kontoauszüge ausdrucken und abheften gehört in der Regel nicht zu jenen Tätigkeiten, die als besonders aufregend empfunden werden. Als aber Irmgard Grebe-Quast, Sprecherin der Schönauer Indien-Initiative LEONIDIS, dieser Tage die Auszüge mit den zuletzt eingegangenen Spenden überprüfte, da staunte sie nicht schlecht: 25.000 € waren dort verbucht worden – und zwar von einem einzelnen Spender.

In der Geschichte der Initiative ein bislang einmaliger Vorgang: „Es gab schon einmal einen wohltätigen Unternehmer, der uns 10.000 Euro überwiesen hat. Und wir haben im Wendschen auch Personen, die uns immer wieder und Jahr für Jahr mit Beträgen von bis zu 4.000 Euro unterstützen. Aber eine Einzelspende in dieser Höhe hatten wir noch nicht“, erzählt Grebe-Quast. „Erst recht nicht, ohne dass das vorher angekündigt worden wäre.“

Denn auch das ist ungewöhnlich: Die Spende erreichte LEONIDIS von einer Person, die bislang nicht zu den Unterstützern der Hilfs-Initiative zählte. Doch: „Ich war vor einiger Zeit in Indien und habe mir ein Bild davon machen können, wie bildungshungrig junge Menschen dort sind – und wie viel sich mit einer guten Schulbildung erreichen lässt. Nach meiner Rückkehr wurde ich dann auf LEONIDIS aufmerksam“, erzählt der Spender, der lange Zeit im Wendschen lebte und seiner Heimat weiterhin treu geblieben ist. „Mich hat überzeugt, dass und auch wie LEONIDIS Bildungs- und Gesundheitsprojekte unterstützt. Und das sind wahrscheinlich die beiden Bereiche, wo es in Indien den größten Bedarf gibt“, berichtet er weiter. Er ist zugleich überzeugt: „Genau so lässt sich am meisten bewirken.“

Aus diesem Grunde hat die in Schönau ansässige Indien-Initiative, die den Namen der aus dem Ort stammenden und vor neun Jahren verstorbenen Ordensschwester Leonidis trägt, die gespendeten Gelder auch gleich in zwei große Projekte weitergeleitet: Mit der einen Hälfte wird der weitere Aufbau eines Internats in Khunti unterstützt. „Daran arbeiten wir seit einigen Jahren, um vor allem Mädchen die zum Teil sehr langen und vor allem sehr gefährlichen Schulwege zu ersparen“, berichtet Grebe-Quast. Immer wieder komme es in Indien nämlich dazu, dass Mädchen entführt und vergewaltigt werden, während sie auf dem Weg zur Schule oder nach Hause seien. Mit dem Internatsbetrieb werde dem entgegengewirkt. „Dank dieser außergewöhnlichen Spende kommen wir hier nun um einiges schneller voran und können das Internat früher fertig stellen“, zeigt Grebe-Quast sich dankbar.

Und ebenso dankbar ist sie dafür, dass ein weiteres Projekt nun großzügig gefördert werden kann. Denn der katholische Orden der Armen Dienstmägde Jesu Christi, mit dem LEONIDIS zusammenarbeitet, betreibt seit Anfang der 70er Jahre im Südwesten Indiens das Mar Kavukatt Memorial Hospital. Weil sich die Bedingungen zunehmend verschlechtern, unter denen schwer erkrankte und alte Menschen sterben müssen, hat sich der Orden dazu entschieden, dort eine Palliativ-Station aufzubauen. Insgesamt sieben Zimmer, in denen vor allem ältere Menschen ihren Lebensabend mit medizinischer Versorgung und unter menschenwürdigen Bedingungen verbringen können, werden dort nun dank der großen Einzelspende des Wendeners gebaut und eingerichtet. „Die Ordensschwestern waren so dankbar für diese großherzige Zuwendung, dass sie ihrerseits 60% der Gesamtkosten aus eigenen Mitteln aufbringen werden“, weiß Grebe-Quast.

Der Spender wiederum, der gerne anonym bleiben und seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, zeigt sich beeindruckt, wie schnell sein Geld in Maßnahmen fließt, die auch er für sinnvoll und richtig hält. „Mich hat es überzeugt und bestätigt, dass das Geld an die richtige Organisation gegangen ist: Denn unmittelbar nach der Spende hat sich LEONIDIS mit mir in Verbindung gesetzt und gefragt, ob die angedachte Verwendung der Mittel auch in meinem Sinne ist“, berichtet er. Und ebenso erfreulich und wichtig sei für ihn, dass kein Euro für irgendwelche Verwaltungsausgaben abgezogen worden sei. Irmgard Grebe-Quast ergänzt in diesem Zusammenhang: „Brutto gleich Netto ist ein Prinzip unserer Arbeit. Jeder Euro kommt vor Ort an. Deshalb verzichten wir auf Werbung – und das, was wir an Auslagen für Porto oder Briefpapier haben, das zahlen diejenigen privat, die LEONIDIS am Laufen halten.“ Der anonyme Spender hofft deshalb, dass andere seinem Beispiel folgen. „Selbst wenn die Beträge nicht so hoch sein können: Die Summe macht es ja am Ende“, ist er überzeugt. Und damit hat er aus Sicht von LEONIDIS-Sprecherin Grebe-Quast in jedem Fall Recht. Denn: „Es sind die vielen kleinen Einzelspenden, die „Leonidis“ in den vergangenen Jahren zur der kirchlichen Hilfs-Initiative mit dem größten Spendenaufkommen im gesamten Pastoralverbund gemacht haben.“

                     

Foto: Die ersten Schülerinnen haben bereits Quartier im neu errichteten Internat in Khunti beziehen können.

 

März 2018

Rekordergebnis für LEONIDIS

Schönauer Indien-Initiative sammelte im vergangenen Jahr fast 60.000 Euro

Schönau. Die Schönauer Indien-Initiative „LEONIDIS“ kann ein weiteres Mal einen Spenden- Rekord vermelden. Im Jahr 2017 zeigten sich die Unterstützer und Förderer der vor nunmehr neun Jahren ins Leben gerufenen Hilfsorganisation geberfreundlicher als jemals zuvor – und brachten so fast 60.000 Euro zusammen. „Auf Heller und Pfennig genau sind es 59.873,20 Euro“, berichtet LEONIDIS-Sprecherin Irmgard Grebe-Quast. Damit liegt das Spendenvolumen mittlerweile um das zweieinhalbfache höher (23.492,91 in 2010) als zu der Zeit, als LEONIDIS gegründet wurde. Bereits damals – im Jahr 2010 – war die erste Bilanz überraschend positiv. Damals wies das Spendenkonto Eingänge in Höhe von etwas mehr als 23.000 Euro auf. Mittlerweile reiben sich die Frauen und Männer, die hinter dem Projekt stehen, aber fast jährlich verwundert die Augen: Die Ergebnisse des Vorjahres werden nämlich ein ums andere Mal noch übertroffen.

Größer noch als die Verwunderung ist aber die Freude. Denn die große Unterstützung, die die kleine Hilfsorganisation erfährt, ermöglicht mittlerweile die Förderung von umfangreicheren Projekten. So begann Leonidis vor einigen Jahren damit, ein Internat aufzubauen. „Die Zeitungen waren damals voll von Nachrichten über Mädchen und junge Frauen, die auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule vergewaltigt wurden. Als der Orden der Dernbacher Schwestern da an uns herantrat, ob wir sie beim Bau eines Internats unterstützen, haben wir keinen Moment gezögert“, erinnert sich Grebe-Quast. Mittlerweile gehen die Bauarbeiten zügig voran und 37 Schülerinnen haben bereits ihr Quartier in den neuen Räumlichkeiten bezogen. Und in diesem Jahr werden weitere 15 hinzukommen. „Selbstverständlich bleibt da immer noch viel zu tun – aber es ist schon ein beruhigendes Gefühl, dass diese Mädchen nun keine Sorge mehr haben müssen, dass ihnen auf dem Schulweg etwas passiert“, erzählt Leonidis-Sprecherin Grebe-Quast.

Ähnlich erfolgreich ist die Arbeit auch in anderen Bereichen der Bildungsarbeit, die Leonidis fördert. Im Jahr 2009 mit etwa 100 Kindern gestartet, die von der Indien-Hilfe das Schulgeld erstattet bekommen, sind es heute bereits 470 Jungen und Mädchen, denen die Schönauer Initiative auf diese Weise den Schulbesuch ermöglicht. Und weitere 130 Kindergartenkinder kommen dank der Hilfe aus dem Wendschen täglich in den  Genuss eines guten Essens, mit dem das Problem der Mangelernährung bekämpft werden soll.

„Wir wissen selbstverständlich, dass wir nicht die Welt aus den Angeln heben können“, meint Grebe-Quast bescheiden. Aber sie weiß eben doch: „Wenn wir mit 250 Euro einen Tuberkolose-Patienten heilen können, der sonst dem sicheren Tod entgegengesehen hätte, dann ist das ein Erfolg.“ Vor diesem Hintergrund fließen aktuell jährlich 10.000 Euro in ein Gesundheitszentrum in Ranchi. „Ein Tropfen auf den heißen Stein“, weiß Grebe-Quast, „aber jeder dieser Tropfen rettet Leben.“

Dank der steigenden Spendeneinnahmen und des Rekordergebnisses aus 2017 wird es in den nächsten Wochen im Übrigen ein Gespräch zwischen Leonidis und der Generaloberin der Armen Dienstmägde Jesu Christi, Sr. Gonzalo, geben. Der katholische Frauenorden ist der unmittelbare Ansprechpartner vor Ort – und die Schwestern wissen genau, wo der Schuh besonders drückt. Ziel des Gesprächs soll es deshalb sein, weitere Projekte zu identifizieren, die einmalig oder für einen kurzen Zeitraum gefördert werden können. Denn: „So dankbar wir für jeden Euro sind: Wir wollen uns nur dann langfristig an ein Projekt oder eine Maßnahme binden, wenn wir gewährleisten können, dass wir ein stabiler Partner sind“, sagt Grebe-Quast.

 

 

Foto: Einweihung des neuen Internatsgebäudes in Khunti.
 
Foto: Glückliche Gesichter bei den ersten Internatsschülerinnen in Khunti: Diese jungen Frauen müssen nun keine Sorge mehr haben, auf dem Schulweg Opfer einer Vergewaltigung zu werden.
 

 

Februar 2018

Liebe Freunde und Förderer von LEONIDIS,

wir dürfen Sie heute über ein äußerst erfreuliches Spendenergebnis für das zurückliegende Jahr 2017 informieren. Sie alle haben Ihren Beitrag geleistet zu dem Rekordergebnis von knapp 60.000€. Es ist einfach unglaublich! Und wir werden unglaublich viel Gutes mit diesem Geld bewirken können. Alle Projekte aus dem Vorjahr werden unvermindert weitergeführt. Darüber hinaus bleiben Gelder für weitere dringende Maßnahmen.

Weiterhin werden im neuen Schuljahr ca. 470 Schülerinnen und Schüler mit Ihrer Unterstützung eine gute Schulausbildung genießen. Es wäre schön, wenn Sie selbst einmal miterleben dürften, wie sehr sich die indischen Kinder und Jugendlichen darüber freuen, eine gute Schule besuchen zu dürfen. Wie diszipliniert und motiviert sie sind, welche Wege sie zum Teil sogar auf sich nehmen, um am Unterricht teilnehmen zu können.

Darüber hinaus erhalten ca. 130 Kindergartenkinder für ein weiteres Jahr täglich zusätzlich proteinhaltige Nahrung, um ihrer Mangelernährung entgegen zu wirken. Sie investieren in die Gesundheit der Kinder und nehmen vielen Müttern die Sorge, dass sie ihren Kindern nicht genug zu essen geben können.

Die Patientenversorgung im Gesundheitszentrum Ranchi können wir glücklicherweise in diesem Jahr unvermindert fortsetzen. Wenn man bedenkt, dass ca. 250€ ausreichen, um einen Tuberkulosepatienten zu heilen, der aus eigenen Mitteln nie die Behandlungskosten aufbringen könnte, dann können Sie sich darüber freuen, mit Ihren Spenden ganz real Menschenleben zu retten. Auf unserer Internetseite www.leonidis.org finden Sie Auszüge aus einem Brief von der in Ranchi tätigen Sr. Deepthi, in dem sie beeindruckend schildert, wie sie insgesamt 16 Patienten mit Ihren Spendengeldern helfen konnte. 

Berücksichtigt man die 4000€ zweckgebundene Spenden für Patenschaften dann bleiben immer noch 10.000€ übrig. Über deren Verwendung werde ich gemeinsam mit Sr. Betty, der Prokuratorin, und Sr. Gonzalo, der Generaloberin, entscheiden. Sr. Betty wird Anfang Februar nach Indien fliegen und sich vor Ort ein Bild machen, wo Handeln besonders notwendig ist. Danach werden wir eine Entscheidung treffen, über die Sie dann informiert werden.

Liebe Förderer von LEONIDIS, gerne möchten wir an dieser Stelle einige, an Sie gerichtete Dankesworte aus dem Weihnachtsbrief von Sr. Flora, der Oberin der Südprovinz St. Marien, zitieren:

„Eure Großzügigkeit bei der Verteilung Eurer Güter ermöglicht es uns, diejenigen zu unterstützen, die in schwierigen Situationen sind, die zurückgestoßen und aufgegeben werden. Wir werden in die Lage versetzt, auf diejenigen zuzugehen, die unsere Unterstützung benötigen. Durch Eure Mildtätigkeit helfen wir Ihnen nicht nur zum Überleben, sondern ermöglichen ihnen, ein Leben in Würde zu führen. ... Möge der Segen des Friedens, die Gnade der Hoffnung, der Geist der Liebe und die Kraft des Glaubens die Geschenke des Dankes für euch im Jahr 2018 sein. Unsere Herzen sind voll Dankbarkeit.“

Auch wir möchten Ihnen von Herzen danken! Für das noch junge Jahr 2018 wünsche ich Ihnen Gottes Segen für Sie, für Ihre Familien und für Ihr Schaffen!

 

Dezember 2017

Bericht aus dem Seva Nilaya Gesundheitszentrum

 

Das Seva Nilaya Gesundheitszentrum liegt in der Region Ara Gate nur 8 Kilometer entfernt von der Stadt Ranchi im Staat Jharkhand in Nordindien. Das Zentrum wurde vor etwa 35 Jahren durch den Orden der Armen Dienstmägde Jesu Christi gebaut und wird seitdem durch Schwestern des Ordens geleitet. Aufgrund des hohen Bedarfs wurde das Gebäude 2008 erweitert.

Das Einzugsgebiet des Gesundheitszentrums umfasst mittlerweile insgesamt 35 Dörfer und es werden alle Krankheiten behandelt. Gesundheit ist ein großes Problem in den umliegenden Dörfern aufgrund der schlechten Trinkwasserversorgung und Hygiene sowie der vielen Moskitos. Die meisten Patienten leiden unter Malaria, Thyphus, Tuberkulose, Gelbsucht und Blutarmut. Häufige Krankheitsbilder sind auch Diabetes, Bluthochdruck aber auch viele andere Erkrankungen. Frauen aus den umliegenden Dörfern kommen zudem zu gynäkologischen Untersuchungen, zur Schwangerschaftsvorsorge und auch zur Geburt ihrer Kinder zu uns Schwestern. Insgesamt werden vorrangig sehr arme Patienten behandelt, die oftmals lange Wege zu uns aufnehmen, da sie sich die Behandlung in staatlichen Krankenhäusern niemals leisten können. Selbst die zu Minimalpreisen von den Schwestern abgegebenen Medikamente können sich viele nur unter großem Aufwand leisten. Bei unserem Besuch des Seva Nilaya Gesundheitszentrum im April 2015 konnten wir uns einen Eindruck über die wichtige Arbeit der Ordensschwestern machen und haben uns entschieden, ihre Arbeit mit Ihren großzügigen Spenden zu unterstützen.

In ihrem diesjährigen Brief berichtet Sr. Deepthi von insgesamt 16 Patienten, denen die Ordensschwestern mit Ihren Spendengeldern helfen konnten. Wir möchten Ihnen einige der beeindruckenden Fälle schildern. 

 

„2016 wurde unser Zentrum erstmals durch Spendengelder von LEONIDIS unterstützt. So konnten wir vielen Menschen helfen, die ohne Ihre Unterstützung keine Chance auf eine gute medizinische Behandlung und Heilung ihrer Krankheiten gehabt hätten. Auch in diesem Jahr sind Ihnen viele Patienten dankbar für Ihre erneute großzügige Spenden. Vielen Kindern konnten wir so ihre Eltern zurückgeben, die sich nun wieder um den Lebensunterhalt der Familien kümmern und ihren Kindern das so wichtige Schulgeld als Ausweg aus dem Teufelskreis der Armut finanzieren können.

Einer von ihnen ist Kartik Ashur. Kartik ist 18 Jahre als und kommt aus Gumla. Aufgrund der sehr armen Familiensituation konnte er nur bis zu 10. Klasse zur Schule gehen. Er kam in unser Zentrum mit Appetitlosigkeit, schlimmem Husten, Fieberschüben und allgemeiner Schwäche. Unser Arzt ordnete die stationäre Aufnahme an, veranlasste weitere Untersuchungen wie Röntgenuntersuchungen und Blut-Tests. Bei Kartik wurde eine Lungentuberkulose diagnostiziert. Er blieb 10 Tage in unserem Zentrum, sein Zustand verbesserte sich durch die Einnahme von Medikamenten. Mittlerweile konnte Kartik entlassen werden. Er nimmt seine Medikamente täglich für insgesamt 9-12 Monate ein und kommt monatlich in unser Zentrum zur Kontrolle. Seine Rechnung betrug 19.000 Rupien, das sind etwa 250 Euro.

Usha Xess ist 38 Jahre alt und kommt aus Ranchi. Sie ist die Frau von Munrun Toppo, ihr Mann ist Tagelöhner. Sie haben zwei kleine Kinder. Usha litt seit einem Monat unter Fieber, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit und Juckreiz am gesamten Körper. Sie bekam Medikamente von einem Regierungs-Krankenhaus aber ihre Symptome wurden durch den behandelnden Arzt wohl unterschätzt. An einem schönen Morgen kam Usha mit ihrem Mann in unser Gesundheitszentrum. Ihr Gesundheitszustand war sehr schlecht. Sie litt unter vielen Symptomen wie massivem Erbrechen, Schwäche und ihr Körper war in einer sehr schlechten Verfassung. Bei ihr wurde eine Tuberkulose des Bauchraumes mit einer Hautentzündung diagnostiziert. Sie wurde stationär aufgenommen und wir kümmerten uns sehr intensiv um sie, bis sich ihr Zustand langsam verbesserte. Nach 15 Tagen konnte sie entlassen werden. Die Medikamente haben sehr gut angeschlagen und ihre Gesundheit besserte sich deutlich. Usha ist so glücklich und dankbar für die Hilfe. Sie nimmt ihre Medikamente nun täglich für 9-12 Monate ein und kommt regelmäßig zu den Kontroll-Untersuchungen. Ihre Rechnung beträgt insgesamt 22.000 Rupien, das sind ungefähr 290 Euro.

Arthi Kumari ist 21 Jahre als und kommt aus Gumla, eine 4-5 Stunden Reise von uns entfernt. Sie kommt aus einer sehr armen Familie. Ihre Eltern sind Tagelöhner und sie hat noch zwei Brüder und eine Schwester. Durch die Armut ihrer Familie und ihre Erkrankung konnte sie nur bis zu 10. Klasse zur Schule gehen. Arthi war schon zwei Jahre lang krank und bekam Medikamente von einem Krankenhaus aus ihrer Nähe aber sie wurde nicht gesund. Durch andere hörten sie von unserem Gesundheitszentrum. Als unser Arzt sie sah, wurde sie stationär aufgenommen. Es wurden Blutuntersuchungen gemacht, Röntgenuntersuchungen und Ultraschalluntersuchungen vom Bauch. Arthi war sehr schwach. Sie litt unter starker Schwäche und massivem Erbrechen, schweren Bauchschmerzen und Fieberschüben. Bei ihr wurde eine Tuberkulose des Bauchraumes diagnostiziert. Arthi bekam Medikamente und blieb 20 Tage stationär. Durch die richtige Diagnosestellung und Medikamente ging es ihr von Tag zu Tag besser und ihr Zustand verbesserte sich. Nun muss Arthi ihre Medikamente täglich für 12 Monate ohne Unterbrechung einnehmen. Dann kann sie geheilt werden. Arthi ist sehr dankbar, dass wir den Grund für ihre Krankheit finden konnten und ihre Rechnung bezahlen können. Sie kommt monatlich um die Medikamente abzuholen. Die Rechnung für Arthi beträgt insgesamt 26.000 Rupien, das sind 340 Euro.

 

Rupa Runda ist 48 Jahre alt. Sie kommt aus Khunti, das ist etwa 2 Stunden von unserem Gesundheitszentrum entfernt. Ihre Familie besteht aus einem kranken Ehemann und drei Kindern. Ihr Mann kann nicht mehr arbeiten gehen, weil er so schlimme Rückenschmerzen hat. Daher ernährt Rupa ihre Familie. Die Familie lebt davon, was Rupa von ihrem Gehalt als Tagelöhnerin verdient. Sie war ungefähr seit drei Wochen krank und ging zu einem Regierungskrankenhaus in ihrer Nähe. Die Medikamente haben ihr aber nicht geholfen. Es ging ihr immer schlechter. Weil die Familie kein Geld hat brachte man sie in unser Zentrum. Ihr Mann brachte sie in der Nacht zu uns. Es ging ihr sehr schlecht. Sie war fast kollabiert und hatte schlimme Schmerzen wie Gliederschmerzen, schwere Kopfschmerzen, Fieber, Erbrechen, Atemprobleme, Husten und schwerer Schwäche und Krankheitsgefühl. Als sie kam untersuchten wir ihren Blutdruck und machten andere Untersuchungen. Wir behielten sie in unserem Zentrum und gaben ihr Medikamente in der Hoffnung, dass sich ihr Zustand besserte. Ansonsten hätten wir sie in ein größeres Zentrum verlegt.

In der Zwischenzeit erhielten wir die Blutwerte. Rupa litt unter schwerer Gelbsucht, Typhus, Malaria im Gehirn und einer Harnwegsentzündung. Ihr Ultraschall zeigte eine schwere Leberentzündung. Am nächsten Morgen ging es ihr etwas besser und sie erkannte ihre Familie wieder. Als sie in unser Zentrum kam war ihr Bilirubinwert bei 35mg/dl. Viel zu hoch. Innerhalt von 24 Stunden verbesserte sich ihr Zustand. Wir waren sehr glücklich über dieses Wunder und wir können wirklich sagen, dass der allmächtige Gott ihr ein zweites Leben geschenkt hat! Nach 15 Tagen konnten wir Rupa entlassen, die Medikamente haben gut angeschlagen. Bei der Entlassung lag ihr Bilirubinwert bi 6mg/dl, wieder im Normalbereich. Rupa und ihre Familie sind sehr glücklich und dankbar, dass sie ein neues Leben geschenkt bekommen hat. Ihre Rechnung betrug 49.500 Rupien. Rupas Familie konnte nur 6500 Rupien bezahlen, Die restlichen 43.500 Rupien, also 570 Euro, wurden durch uns bezahlt.

 

Lalita ist 32 Jahre alt und die Frau von Kamal Xalxo. Sie kommen aus dem nahe gelegenen Dorf Futcal Toli. Sie hat zwei Töchter, die in die 3. und 5. Klasse gehen. Lalita und ihr Mann arbeiten als Tagelöhner und sind sehr arm. Eines Tages als sie mit ihrem Mofa nach Hause kamen hatten sie einen schweren Unfall mit einer Autoriksha. Ihr Mann wurde von Mofa geschleudert und Lalita wurde 1 Kilometer von der Riksha mitgeschleift. Beide verletzten sich schwer und brachen sich Hände und Beine. Lalita wurde schwerer verletzte. Durch einige gute Menschen wurde sie sofort ins Krankenhaus gebracht wo mehrere Operationen notwendig wurden. Ihnen wurde durch viele gute Menschen auch finanziell geholfen. Das Ganze passierte im Februar 2016. Als es ihr besser ging kam sie nach Hause mit einer Gehhilfe. Ein Jahr nach dem Unfall fiel sie von einem Stuhl und brach sich dabei ihre schon operierte Hüfte. Auch die Platte in der linken Hüfte brach durch. Sie litt unter stärksten Schmerzen. Durch ihre Familie wurde sie ins Krankenhaus zu dem Arzt gebracht, der sie früher schon operiert hatte. Der Arzt empfahl eine weitere Operation um das Problem zu lösen und gab ihr Schmerztabletten. Lalita kam aber nach Hause, weil sie viel zu arm waren, um eine erneute Operation bezahlen zu können. Eines Tages besuchte ich eine Familie in ihrem Dorf und lernte dabei auch die Familie von Lalita kennen. Sie erzählte mir ihre Geschichte. Ich redete lange mit ihnen und erklärte ihnen, dass eine Operation absolut notwendig sei, weil es viel gefährlicher sei nicht zu operieren und mit den Konsequenzen zu leben. Ich sagte ihnen, sie sollten etwas Geld sammeln und den Rest würden wir ihnen bezahlen. Wir konnten die Operation nicht in unserem Gesundheitszentrum machen, weil die Operation viel zu kompliziert war. Ihre Rechnung betrug 80.000 Rupien, 40.000 Rupien konnten wir dazu zahlen, also etwa 530 Euro. Lalita und ihre Familie sind sehr dankbar für die Hilfe des Gesundheitszentrums und auch Ihnen für Ihr großes Herz und Ihre Hilfe.

Metlda Lakra ist 60 Jahre als und die Frau von Isaac Lakra. Sie leben in Simdega. Metlda kommt aus einer sehr armen Familie. Ihr Mann leidet unter Diabetes und Bluhochdruck. Auch eins seiner Augen ist betroffen, sodass er nicht mehr arbeiten gehen kann. Ihre zwei Töchter sind verheiratet und sie haben noch einen Sohn, der schon seit seiner Kindheit unter einer schweren Epilepsie leidet. Metlda ist schon Patientin aufgrund ihres Diabetes und Buthochdrucks. Aufgrund der Armut nimmt sie die von unserem Arzt empfohlenen Medikamente aber nur sehr unregelmäßig ein. Am 30. August ging es ihr plötzlich sehr schlecht. Sie konnte sich nicht mehr bewegen und nicht mehr reden. Ihre Familie bekam panische Angst und brachte sie in ein kleines Krankenhaus, wo man eine Gehirnblutung vermutete und sie in ein größeres Krankenhaus schickte. Man brachte sie zu uns. Sie fuhren 5 Stunden mit dem Auto und Metldas Zustand wurde schlechter und schlechter. Vor einem Jahr war sie bei uns schon stationär aufgenommen worden aufgrund der viel zu hohen Blutzuckerwerte. Als Metlda bei uns ankam war sie kollabiert. Unser Arzt tat sein bestes um sie wiederzubeleben. In einer CT-Untersuchung zeigte sich eine schwere Gehirnblutung. Ihr Blutdruck und die Blutwerte waren viel zu hoch. Wir begannen mit Medikamenten und einer Physiotherapie. Nach einer Woche bei uns sahen wir nur wenige Fortschritte. Wir haben Metlda dann in ein großes Krankenhaus verlegt, wo sie besser behandelt werden konnte. Sie hatte nun auch noch Herzbeschwerden. Metlda wurde operiert und die Blutung aus ihrem Kopf entfernt. Sie war fast einen Monat lang im Krankenhaus, die Rechnung betrug 1 Lakh, also 100.000 Rupien, das sind etwa 1320 Euro. Weil wir die sehr armen und schweren Familienverhältnisse kennen, haben wir der Familie geholfen, die Rechnung zu bezahlen. Jetzt bekommt sie Physiotherapie um die Lähmung von Hand und Fuß zu verbessern. Es geht Metlda langsam besser. Sie sind sehr dankbar für unsere Hilfe und unsere Unterstützung

Im Nahmen unserer Provinzoberin Sr. Grace danken wir Ihnen erneut sehr herzlich für Ihre großzügigen Spenden, mit denen wir so vielen Menschen weiterhelfen können!

Mit herzlichen Grüßen

Sr. Deepthi"

 

Dezember 2017

Weihnachtsbrief 2017

 

„Wir können nicht die Welt verändern,

aber wir können sie für einige Menschen ein wenig besser machen.“ 

Diese Worte von Sr. Leonidis klingen nach – und sie haben bis heute Gültigkeit.

Dank Ihrer großartigen Unterstützung hat sich im Laufe des Jahres für Mädchen und Frauen, Jungen und Männer das Leben in Indien zum Guten verändert. Ihnen wurde dank Ihrer Hilfe unverhofftes Glück beschert.

So wie wie Karuna

Karuna hat in diesem Jahr an der St. Joseph`s  Highschool in Dhani ihren Schulabschluss gemacht. Inzwischen konnte sie ihre vierjährige Ausbildung zur Krankenschwester am Coithram College of Nursing in Indore beginnen - Dank der Hilfe eines Unterstützers von LEONIDIS. Und dabei waren Karunas Zukunftsaussichten eher trostlos. Ihre Eltern sind beide an Lepra erkrankt, was auch heute noch eine Ausgrenzung aus der Gesellschaft mit sich bringt. Die Familie wuchs daher in der Obhut der Dernbacher Schwestern in einem Dorf für Leprakranke auf. Wegen guter schulischer Leistungen konnte Karuna eine von den Schwestern geführte Schule besuchen. Das bedeutete, dass sie während der Schulzeit im dortigen Internat lebte.

Ihre Ferien verbrachte sie gemeinsam mit ihren Eltern und ihrer jüngeren Schwester im Lepradorf. Sie führte von klein auf ein Leben zwischen zwei Welten. Als sie einmal erneut die Ferien mit der Familie verbringen wollte, war ihre Schwester nicht mehr da. Die Eltern hatten sie verheiratet – gegen ein Handgeld. Und auch Karuna hatten sie bereits einem Bewerber versprochen und schon auf ihre Rückkehr gewartet. Daraufhin floh Karuna zurück zu ihrer Schule und lebte dort fortan unter dem Schutz der Schwestern. Statt eines hoffnungslosen Lebens an der Grenze zu Pakistan führen zu müssen, wird für Karuna nun ein Traum wahr: Sie macht eine Ausbildung in dem Beruf, den sie sich gewünscht hat und hat damit die Möglichkeit auf ein selbstbestimmtes und besseres Leben. „Ich bin glücklich, die Ausbildung beginnen zu können“, schrieb Karuna in einem Brief vom August 2017. „Ich bin allen sehr dankbar, die mir geholfen und mich unterstützt haben. ... Und ich verspreche, ich werde hart arbeiten, um eine gute Krankenschwester zu werden.“ 

Zum Glück gibt es das Seva Nilaya Gesundheitszentrum in Ranchi. Dort konnte Sr. Deepthi dank der zur Verfügung gestellten 10.000€ im Laufe des Jahres zahlreichen Patienten helfen eine Behandlung zu erfahren, die sie sich nie im Leben hätten leisten können. Unter anderem schreibt sie über Lalita, eine 32-jährige Ehefrau und Mutter von zwei Töchtern.

Gemeinsam mit ihrem Mann versucht sie als Tagelöhnerin genug Geld zum Lebensunterhalt zu verdienen. Die Familie ist sehr arm. Und dann ereilte sie ein furchtbarer Unfall.  Auf dem Heimweg wurden beide Eltern von einer Autorikscha erfasst. Während der Vater zu Boden geschleudert wurde, wurde die Mutter 1 km mitgeschleift und zog sich dabei schwerste Verletzungen zu. Mit Hilfe verschiedener Menschen konnte sie mehrmals operiert werden und sich mit Gehhilfen im Haus bewegen. Nach einem Jahr brach die Platte, die ihr bei der Behandlung des gebrochenen Beins eingesetzt worden war. Lalita litt unerträgliche Schmerzen. Eine erneute Operation wäre aber nicht möglich gewesen ohne die Unterstützung durch LEONIDIS. Heute kann Lalita wieder zum Lebensunterhalt beitragen. Sie und ihre Familie sind sehr glücklich und dankbar für Ihre Hilfe.

Als Glück empfinden auch ca.460 Mädchen und Jungen die Chance, eine Schule besuchen zu dürfen. 32.500 € konnten für das Schuljahr 2017/2018 nach Indien überwiesen werden. Dieser Betrag deckt das Schulgeld und die Kosten für den Schulbedarf für die Kinder, die in so ärmlichen Verhältnissen aufwachsen, dass ihre Eltern das notwendige Schulgeld gar nicht oder nur zum Teil aufbringen können.

Und Glück hatten auch die Schüler in Sebastiapuram in Tamil Nadu. Aufgrund einer neuen gesetzlichen Verordnung, durften die Schwestern nicht mehr Busse von Privateigentümern für den Transport der Schüler aus entlegenen Orten zur Schule in Anspruch nehmen. Vielen Schülern drohte deshalb ein Ende des Schulbesuchs – sei denn, die Anschaffung eines eigenen Schulbusses wäre möglich. Zum Glück konnte LEONIDIS den Kauf eines Busses mit 10.000€ unterstützen – zahlreiche Mädchen und Jungen können jetzt ihren Schulbesuch fortsetzen, einen guten Abschluss erzielen und haben damit eine Perspektive auf eine gute Zukunft. Solche Momente des Glücks können ein ganzes Leben verändern.

 

Liebe Freunde von LEONIDIS,

vor wenigen Wochen erreichte mich ein Brief von Sr. Julia, der scheidenden Prokuratorin des Ordens der Dernbacher Schwestern, mit der wir all die Jahre vertrauensvoll zusammenarbeiten durften. Sie möchte gerne ein Wort der Wertschätzung und des Dankes an Sie richten.

„Die Schwestern der Kongregation der Armen Dienstmägde Jesu Christi, zu denen Schwester Leonidis mehr als 50 Jahre gehörte, sind froh und stolz auf die Initiative, die von den Verwandten gestartet wurde, um auch in Zukunft indischen Kindern helfen zu können. Schwester Leonidis hatte ein offenes und großes Herz für die Kinder in Indien und sie hat zeitlebens sich bemüht, sie ein wenig glücklicher zu machen, ihnen eine Chance zu geben. Viele junge Menschen haben die gebotene Chance genutzt, sie nehmen heute einen guten Platz in der indischen Gesellschaft ein und tragen mit zur Entwicklung ihres Landes. Frohen Herzens erleben wir, dass die empfangene Hilfe vielfach auf fruchtbaren Boden fällt, wenn wir erfahren, dass die jungen Menschen ihrerseits anderen helfend beistehen, dass auch sie eine Zukunft haben. Die Unterstützung durch Freunde, Verwandte und Bekannte in Schönau und anderenorts wirkt wie ein kleiner Schneeball, der sich zu einer Lawine entwickelt und weitere Menschen mitreißt.

Wir sagen danke allen, die ein offenes Herz und eine offene Hand haben, und wir versprechen Ihren allen Sie in Ihren Anliegen zu unterstützen.“

Diesem Dank schließen wir uns an. Möge das Sprichwort „Glück, das man anderen bereitet, führt zum eigene Glück“ für Sie in Erfüllung gehen. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und Ihren Familien eine gesegnete Adventszeit mit vielen kleinen Glücksmomenten und eine freudenreiche Weihnachtszeit. Und wir wären sehr glücklich, wenn Sie uns weiterhin dabei helfen könnten, Menschen in Indien Glück zu schenken.

 

Mit dankbarem und herzlichem Gruß

 

7. Oktober 2017

Sensationelles Ergebnis der Missionsgruppe Hofolpe für LEONIDIS

Herbst Markt auf Gut Ahe toppt noch einmal die sehr guten Ergebnisse der Vorjahre mit 5.500€

Kohlhagen/Gut Ahe/Schönau. "Damit haben wir nicht gerechnet," sagt Ursula Weissbrich und die Freude steht ihr, ihrem Mann Georg Weissbrich und ihrer Tochter Claudia Jasper ins Gesicht geschrieben. An allen drei Tagen, dem 30.  September, sowie dem 01. und 03. Oktober gaben sich die Besucher die Klinke in die Hand. Und staunten wieder über das reichhaltige Angebot: Herbstdekorationen aus Stoff und Holz, Kränze aus getrockneten Blumen, Kerzen, Glückwunsch- und Trauerkarten, gestrickte Socken und Mützen für den nahenden Winter, wunderschöne Taschen und Tischdecken, Kuscheltiere für die Kleinsten sowie Marmeladen und Liköre für jeden Geschmack. Die von der Familie Weißbrich im Laufe des Jahres selbst produzierten Artikel fanden reißenden Absatz. Claudia Jasper sorgte in Nachtschichten für Nachschub bei den beliebten handgefertigten Türkränzen, damit auch die Gäste am letzten Markttag nicht leer ausgingen.


Am Ende des nun fünften Herbstmarktes herrschte Freude auf allen Seiten. Bei der Familie Weissbrich über den großartigen Erfolg, bei den Besucher über all die erstandenen schönen Dinge und bei LEONIDIS über die große Spende in Höhe von 5.500€. Und es herrscht Freude bei den Menschen in Indien, die in den Genuss von Hilfe kommen und deren Leben sich dadurch spürbar verbessert.


Ein herzliches Vergelt's Gott sagen LEONIDIS und die Dernbacher Schwestern!

 

Foto: Handgearbeitete Dekoration der Hofolper Missionsgruppe auf dem Herbstmarkt auf Gut Ahe. 

 

3. Oktober 2017

Ein neuer Schulbus sichert vielen Schülerinnen und Schülern weiterhin den Schulbesuch

Sebasthiapuram/Schönau. Kürzlich erreichte und die frohe Nachricht von Sr. Flora, Oberin der Südprovinzen in Indien, dass ein neuer Bus angeschafft werden konnte. Damit ist der Transport aller Schülerinnen und Schüler in der Umgebung der Katherine Matric. High School in Sebasthiapuram, Südindien, gesichert.

Notwendig geworden war diese Anschaffung, weil die Regierung von Tamil Nadu ein Gesetz erlassen hatte, dass besagt, dass alle Schulen in privater Trägerschaft eigene Schulbusse betreiben müssen und die Anmietung von privaten Bussen untersagt. Viele Jungen und Mädchen wohnen weit entfernt von der Katherine Matric. High School. Stundenlange Wege hätten ihnen einen weiteren Schulbesuch unmöglich gemacht. Denn die Armut auf dem Lande gewährt  Eltern keine Möglichkeit, den Transport der Kinder selbst zu übernehmen.

Deshalb wandten sich die Schwestern in Sebasthiapuram Anfang des Jahres mit der Bitte an LEONIDIS, über eine Beteiligung an den Anschaffungskosten in Höhe von insgesamt 16.000 nachzudenken. Die Schule selbst konnte 1300€ beisteuern, von der Provinz kamen weitere 2000€ hinzu. Dank des überwältigenden Spendenergebnisses des letzten Jahres, konnten wir die Bitte erfüllen und die Restkosten übernehmen.

Sr. Flora bedankt sich bei allen, die diese Anschaffung und damit den weiteren Schulbesuch für zahlreiche Mädchen und Jungen möglich gemacht haben. "Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung. Möge Gott Sie beschützen und für Ihre Großzügigkeit belohnen. Ihre Hilfe für die armen Kinder in der ländlichen Gegend, in der wir arbeiten, ist von unschätzbarem Wert. Auch im Namen der Kinder und ihrer Eltern sagen wir herzlichen Dank."

Foto: Segnung des neuen Schulbusses durch den Priester. 

 

September 2017

Überwältigende Zwischenbilanz

LEONIDIS hat mittlerweile mehr als eine Viertelmillionen Euro gesammelt

Eine kleine Sensation ist es für schon, was die Initiative LEONIDIS aus dem kleinen Ort Schönau-Altenwenden bekannt geben kann: die kleine Hilfsorganisation, die ein Jahr nach dem Tod von Sr. Leonidis mit dem Ziel gegründet wurde, den damals 109 Schülern im Schulprojekt den Schulabschluss zu ermöglichen, konnte in den vergangenen sieben Jahren mittlerweile 285.000 Euro an Spenden einnehmen. Mit mittlerweile 40- bis 50.000 Euro Spendenvolumen im Jahr dürfte LEINIDIS damit wohl eine der größten Hilfsorganisationen im Wendschen sein. Das Erstaunlichste daran ist, dass sich der weitaus größte Teil der Spenden aus kleinen Einzelspenden zusammensetzt.

Irmgard Grebe-Quast, die Sprecherin der Initiative, weist zwar darauf hin, dass es dankenswerter Weise immer wieder auch Spender gebe, die größere Beiträge zur Verfügung stellen: „Darüber sind wir natürlich sehr dankbar – vor allem, weil es gerade diese Großspender sind, die uns dabei helfen, Spenden-Initiativen wie beispielsweise die Verdopplungsaktion durchzuführen.“ Allein durch diese Aktionen konnten in den vergangenen Jahren weit über 50.000 Euro eingenommen werden. Aber in Summe sind es dann doch die 20, 30 oder 50 Euro Spenden, die den Braten im sprichwörtlichen Sinne fett machen. „Es ist die große Zahl guter und hilfsbereiter Menschen, die LEONIDIS unterstützen – und auch die Dauerhaftigkeit und Verlässlichkeit dieser Unterstützung“, so Grebe-Quast. Die meisten Spender unterstützen die Initiative bereits seit ihrer Gründung im Jahr 2010. „Das schafft Kontinuität und ist eben auch die Grundlage für eine so überwältigende Zwischenbilanz“, freut sich die Sprecherin der Initiative.

Erstaunlich an dem Ergebnis ist aber noch eine weitere Besonderheit: Die Initiative aus dem kleinen Ort kommt nahezu ohne Werbung aus. „Die Namensgeberin unserer Initiative ist die aus unserem Ort stammende Ordensschwester Leonidis. Sie hat bis zu ihrem Tod nie um Hilfe gebeten – aber wenn sie gefragt wurde, hat sie immer gern über ihre Arbeit in Indien erzählt.“ Nicht anders macht es die Initiative heute. Und der Erfolg gibt ihr Recht: der Rückhalt in den Orten Schönau und Altenwenden aber auch im gesamten Wendschen ist enorm. „Und es ist berührend, wenn dann beispielsweise der Kindergarten Arche Noah in Hünsborn seit Jahren die Einnahmen aus dem Waffelverkauf für einen Kindergarten in Indien spendet. Oder wenn bei einer der Andachten in Schönau mehr als 400 Euro im Klingelbeutel landen – ohne dass es da einen besonderen Aufruf bedurft hätte“, so Grebe-Quast.

Mit diesem Erfolg hat die Initiative LEONIDIS vor sieben Jahren nicht gerechnet. Sie sind angetreten mit der Hoffnung, das von Sr. Leonidis ins Leben gerufene Bildungsprojekt fortführen zu können. Seinerzeit konnten gut 100 Mädchen und Jungen die Schule besuchen, weil aus den Spendengeldern Schulgeld und die Kosten für den Schulbedarf übernommen wurden. Inzwischen befinden sich seit Beginn des neuen Schuljahres nunmehr 468 Schülerinnen und Schüler in diesem Programm.

„Was uns manchmal bei unseren Besuchen in Indien vorkam wie ein Tropfen auf dem heißen Stein bedeutet für diese Kinder jedoch ein Ausbruch aus dem Teufelskreis der Armut und damit die Chance, einen Beruf zu ergreifen und die Familie finanziell unterstützen zu können. Gerade die Freude und Dankbarkeit in den Augen der Kinder und die Freude am Lernen motivieren uns jedes Jahr aufs Neue, die benötigten Schulgelder von ca. 35.000 Euro pro Jahr zur Verfügung stellen zu können“, so die Sprecherin der Initiative. Auch die übrigen Spendengelder konnte die Initiative bisher gut investieren. So kann seit zwei Jahren ein Gesundheitszentrum in Nordindien in der Behandlung von an Tuberkulose erkrankten Menschen unterstützt werden.  Zudem werden mit dem Projekt " Jedem Kind jeden Tag ein Ei" Kindergärten in Vidyanagar, Südindien, unterstützt um der Mangelernährung von Kindergartenkindern entgegenzuwirken. Insgesamt 131 Mädchen und Jungen profitieren von diesem Projekt. „Ohne die Hilfe und Unterstützung der vielen Spender wäre dies nicht möglich geworden. Dafür danken wir Ihnen von Herzen. Und wir garantieren Ihnen: jeder von Ihnen gespendete Euro kommt auch wirklich in Indien an“, bedankt sich Irmgard Grebe-Quast bei den vielen Spenderinnen und Spendern.

 

22. Februar 2017

Überwältigendes Ergebnis

 

Mehr als 47.000 Euro für Indien-Initiative LEONIDIS

Schönau. Die Indien-Initiative LEONIDIS aus Schönau kann zufrieden sein. Mit einem Jahresergebnis von 47.413,28 Euro hat sie das zweitbeste Spendenergebnis seit der Gründung vor sieben Jahren verbuchen können. „Einmal mehr sind wir überwältigt von der anhaltenden Spendenbereitschaft, die es uns ermöglicht, die von Sr. Leonidis begonnene Arbeit in Indien fortzuführen“, sagt Sprecherin Irmgard Grebe-Quast. Und sie macht deutlich: „Das Rekordergebnis im Jahr 2016 haben wir neben den vielen treuen Dauerspendern sicherlich auch dem Umstand zu verdanken, dass wieder einmal einige Unternehmer und Privatpersonen bereit waren, 10.000 Euro für eine so genannte Verdopplungsaktion zur Verfügung zu stellen.“ Heißt: Vom 15. November des vergangenen Jahres bis zum 15. Januar dieses Jahres wurde jeder gespendete Euro bis zu einem Gesamtbetrag von 10.000 Euro verdoppelt. Allein diese Aktion hat im vergangenen Jahr über die Hälfte des Spendenaufkommens erbracht“, so Grebe-Quast.

Für LEONIDIS bedeutet das: Auch in 2017 wird wieder das Schuldgeld für rund 400 Kinder übernommen werden können. „Für jedes einzelne Kind bedeutet dieser Schulbesuch einen Ausbruch aus dem Teufelskreis der Armut und die Perspektive auf ein besseres Leben“, berichtet Grebe-Quast, die sich schon mehrfach ein Bild vor Ort gemacht hat. Darüber hinaus hilft die Initiative aber auch auf ganz existentielle Weise: „Seit letztem Jahr unterstützen wir ein von den Schwestern geleitetes Krankenhaus in Nordindien, das von mittellosen Patienten aufgesucht wird. Wir haben in Höhe von Behandlungskosten von 3.000 Euro übernommen, die überwiegend für an Tuberkulose erkrankte Patienten verwendet wurden. Mit durchschnittlich 250 Euro – die sich Patienten dort nie leisten können – kann durch eine sechs- bis zwölfmonatige Behandlung ein Leben gerettet werden“, erzählt LEONIDIS-Sprecherin Grebe-Quast.

Und auch ein weiteres Projekt versteht es, mit wenig viel zu erreichen: „Gemäß dem Motto „Jedem Kind jeden Tag ein Ei“ versuchen wir, der Mangelernährung von Kindergartenkindern entgegenzuwirken.“ Früher brachten viele Eltern ihre Kinder zur Arbeit mit in die gefährlichen Steinbrüche rund um Bangalore. Diese Kinder werden nun von den Schwestern in den Ashalaya-Kindergärten betreut. Mit dem von LEONIDIS unterstützen Programm wird gewährleistet, dass sie wenigstens einmal täglich eine nahrhafte Mahlzeit bekommen. „Die Eltern wissen ihre Kinder so sicher aufgehoben und auch die Sorge um eine gute Ernährung ihrer Kinder können wir ihnen zumindest ein wenig nehmen“, so Grebe-Quast.

„Als wir damals starteten, hatten wir darauf gehofft, das Schulprojekt von Sr. Leonidis mit 109 Kindern fortführen zu können. Dafür benötigten wir etwa 10.000 Euro. Dass wir mittlerweile an der 50.000-Euro-Marke kratzen, knapp 400 Kinder im Schulprojekt haben und weitere Projekte fördern können – das ist sensationell.“ Grebe-Quast weiß aber auch, wem das zu verdanken ist: „Schönau und Altenwenden stehen nach wie vor hinter unserer Arbeit. Das zeigt sich durch die Türkollekten und die Unterstützung, die einzelne Aktivitäten immer wieder erfahren.“ Erfreulich sei aber auch, dass zahlreiche Spender und Unterstützer aus anderen Teilen des Pastoralverbundes kommen. „Und dann gibt es schließlich noch die Familie Weissbrich aus Hofople, die den Erlös ihres Frühjahrs- und Herbstmarktes auf Gute Ahe LEONIDIS zukommen lässt. Allein von dort kommt Jahr für Jahr eine gewaltige Summe.“

Auf groß angelegte Werbemaßnahmen wird LEONIDIS übrigens auch künftig verzichten. „Die Namensgeberin der Initiative hatte einen ganz wichtigen Grundsatz in ihrem Leben: Sie hat den Menschen immer von ihrer Arbeit in Indien berichtet – aber nie um Geld gebeten. Auch das ist ein Vermächtnis“, sagt Grebe-Quast.

 

30. Januar 2017

Wir sagen DANKE!

 

Liebe Freunde und Förderer von LEONIDIS,

Dank Ihrer Spende und durch eine neuerliche Spendenverdoppelungsaktion haben wir 2016 mit einem Gesamtergebnis von über 47.000 Euro das zweithöchste Spendenergebnis erzielen können. Dafür danken wir Ihnen herzlich!

Etwa 32.000 Euro fließen wieder in das Schulprojekt von LEONIDIS. Seit der Aufnahme unserer Arbeit im November 2010 konnten wir die Schülerzahlen von ursprünglich 109 Mädchen und Jungen auf erfreuliche 396 Kinder aufstocken. Für jedes einzelne Kind bedeutet dieser Schulbesuch einen Ausbruch aus dem Teufelskreis der Armut und die Perspektive auf ein besseres Leben. Diese Entwicklung erfüllt uns mit Stolz und tiefer Dankbarkeit. Aus Verantwortung diesen Kindern gegenüber und um ihnen auch in den nächsten Jahren den Schulbesuch ermöglichen zu können, werden wir die Schülerzahlen in diesem Jahr erstmals nicht weiter erhöhen, sondern konstant bei 400 Mädchen und Jungen belassen.

Im vergangenen Jahr haben wir erstmals das Seva Nilaya Gesundheitszentrum in Ara Gate nahe Ranchi gefördert. Darüber hatten wir in unserem Weihnachtsbrief berichtet; einen ausführlichen Bericht der verantwortlichen Ordensschwester Sr. Deepthi können Sie zudem auf unserer Internetseite nachlesen (www.leonidis.org). Diese existenzielle medizinische Hilfe für die Ärmsten der Armen hat uns imponiert. Mit durchschnittlich 250 Euro kann ein an Tuberkulose erkrankter Patient behandelt und geheilt werden. Durch diese sechs- bis zwölfmonatige konsequente Therapie haben die Patienten die Chance zu gesunden, sich wieder um die Familie kümmern und zum Lebensunterhalt der Familie beitragen zu können. Oft werden wir gefragt, ob kleine Spenden zwischen 10 und 30 Euro in Indien überhaupt etwas bewirken können. Doch diese Zahlen belegen sehr eindrücklich: acht kleinere Einzelspenden können das Leben eines Menschen in Indien retten! In letzter Konsequenz bedeutet die Heilung einer Mutter oder eines Vaters auch das Überleben der gesamten Familie! Wir haben uns daher entschlossen, die Arbeit der Schwestern im Gesundheitszentrum in diesem Jahr mit 10.000 Euro zu unterstützen.

Über das sinnvolle Einsetzen der restlichen 5.000 Euro werden wir Ende Februar erneut mit der Generaloberin der Dernbacher Schwestern, Sr. Gonzalo beraten. Über die Verwendung werden wir Sie auf unserer Internetseite informieren.

Wir sind sehr dankbar für Ihre andauernde Spendenbereitschaft und die Unterstützung unserer Arbeit, die wir im Sinne von Sr. Leonidis fortführen. Wir können auch in diesem Jahr versichern: jeder Euro kommt in Indien an! Jeder Euro kann in Indien Gutes bewirken! Dafür bedanken wir uns sehr herzlich und wünschen Ihnen Gottes Segen und ein segenreiches und glückliches Jahr 2017!

 

 

30. November 2016

Weihnachtsbrief 2016

 

Liebe Freunde und Förderer von LEONIDIS, 

alle Jahre wieder - so werden Sie jetzt vielleicht denken – da kommt nicht nur das Christuskind, sondern auch der Weihnachtsbrief von LEONIDIS. Und ja: es ist schon wieder ein Jahr vergangen, seitdem wir Ihnen mit unserem Brief berichtet haben über das, was wir dank Ihrer Unterstützung in den vergangenen zwölf Monaten haben bewegen und bewirken können.

Alle Jahre wieder schreiben wir Ihnen, weil wir sicher sind, dass wir Ihnen auf diesem Weg etwas mehr an Informationen zumuten können, als dies über die –sicherlich hilfreichen – modernen Medien möglich ist.

Und alle Jahre wieder schließlich wollen wir unseren Bericht eben auch mit einem Danke verbinden dafür, dass Sie und Ihre Hilfsbereitschaft, Ihr Engagement und Ihre Großzügigkeit dazu beigetragen haben, dass junge Menschen und dass kranke Menschen eben nicht nur „alle Jahre wieder“ das erleben, was Weihnachten ganz praktisch bedeuten kann: Den Menschen so sehr lieben, dass wir für ihn da sein wollen. Sie haben mit Ihren Spenden – den großen wie den kleinen – dazu beigetragen, dass wahr wird, was wir in einem der schönsten Weihnachtslieder bald wieder singen werden:

Sagt den Menschen allen,

dass ein Vater ist,

dem sie wohlgefallen,

der sie nicht vergisst.

 

Wir sind in diesem Jahr einmal mehr besonders dankbar, weil erneut einige Unternehmer und Privatpersonen Geld für eine so genannte Verdopplungsaktion bereit gestellt haben: Bis zum 15. Januar werden wir bis zu einem Betrag von insgesamt 10.000 Euro jede Spende verdoppeln. Nicht selten werden wir gefragt, ob denn mit einer kleinen Spende überhaupt etwas erreicht werden kann. Die Antwort ist einfach. Ja – auch eine kleine Spende hat eine große Wirkung. Und dank der Verdopplungsaktion hat sie in diesem Jahr sogar eine noch größere Wirkung. Um es mit Zahlen auszudrücken: Schon mit 20 Euro können wir einen Monat lang den Schulbesuch eines indischen Mädchens finanzieren.

Und weil Bildung nach wie vor das beste Rezept gegen Armut ist, legen wir das Hauptaugenmerk unserer Arbeit auch weiterhin auf die Schulausbildung von Mädchen und Jungen. Wir sind dankbar über die erfreuliche Entwicklung der Schülerzahlen in den vergangenen Jahren. So konnten wir auch im Jahr 2016 weitere Kinder in unser Schulprojekt aufnehmen, so dass sich die Gesamtzahl der geförderten Kinder mittlerweile auf 396 Mädchen und Jungen beläuft, davon 180 Kinder in der Provinz Nordindien und 216 Kinder in der Provinz Südindien. Um diesen Kindern auf Dauer den Schulbesuch ermöglichen zu können, benötigen wir pro Jahr Spenden in Höhe von etwa 32.000 Euro.

Darüber hinaus konnten in den zurückliegenden Monaten – wie im Weihnachtsbrief des vergangenen Jahres angekündigt – angesparte Gelder für verschiedene weitere Projekte überwiesen werden. Mit 30.000 € haben wir in Khunti – gelegen in der Provinz Nordindien – den Bau eines Internats unterstützt. Damit tragen wir dazu bei, vor allem Mädchen zu schützen, die auf ihrem Schulweg bislang zahlreichen Gefahren ausgesetzt waren und die bisher auf Bitten der Eltern im Konvent der Schwestern untergebracht wurden.

Von den angekündigten 10.000 € für das Sozialzentrum von Sr. Roshni in Vidyanagar sind bisher 5.000 € überwiesen worden. Sr Roshni bemüht sich unter dem Leitspruch „Jedem Kind jeden Tag ein Ei“ darum, einer Mangelernährung von Kindergartenkindern vorzubeugen. Weitere 5.000 € werden überwiesen sobald die Gelder aufgebraucht sind. Auf unserer Internetseite finden Sie einen ausführlichen Bericht von Sr. Roshni über ihre Arbeit mit den Kindern im Sozialzentrum. 

Eine beeindruckende Rückmeldung hat uns von Sr. Deepthi aus dem Seva Nilaya Gesundheitszentrum in Ara Gate nahe Ranchi in Nordindien erreicht, welches wir in diesem Jahr erstmals gefördert haben. Sie schildert eindrückliche Beispiele ihrer Arbeit vor Ort.  Zum Einzugsgebiet des Gesundheitszentrums der Schwester gehören etwa 25 Dörfer. Pro Jahr werden dort ca. 12.600 Patienten ambulant und zusätzlich etwa 6.000 Patienten stationär behandelt – einen fest angestellten Arzt, der sich um die Patienten kümmert, gibt es jedoch nicht. Täglich schaut ein Arzt zwischen 10 – 13 Uhr nach den Patienten, insgesamt vier Ärzte schauen entsprechend ihrer Fachdisziplinen bei Bedarf nach den stationären Patienten. Die meisten Bewohner in den umliegenden Dörfern leiden unter Malaria, Typhus, Gelbsucht, Tuberkulose oder Mangelernährung. Aber auch Diabetes mellitus, Bluthochdruck und Blutarmut sind häufige Krankheitsbilder.

Eine Patientin ist Amrit. Amrit ist 40 Jahre alt und Mutter von vier Kindern – zwei Mädchen und zwei Jungen. Ihr Mann starb vor drei Jahren an Tuberkulose. Seitdem verdient sie den Lebensunterhalt für ihre Familie als Tagelöhnerin. Amrit wohnt in einem kleinen Dorf 30 Kilometer entfernt vom Seva Nilaya Gesundheitszentrum. Seit Wochen war sie krank, einen Arzt konnte sie nicht bezahlen. Sie litt unter einer schweren Erkältung, Fieber, Schüttelfrost, Atemnot und allgemeiner Schwäche und Kraftlosigkeit. Angehörige brachten sie ins Seva Nilaya Gesundheitszentrum der Schwestern. Durch den dortigen Arzt wurde eine Lungentuberkulose festgestellt. Amrit wurde stationär aufgenommen und eine spezielle Therapie begonnen. Innerhalb weniger Tage verbesserte sich ihr Gesundheitszustand und durch die täglichen Nahrungszusätze konnte sie an Gewicht zunehmen. Nach zwei Wochen konnte sie entlassen werden. Die Medikamente für ihre Tuberkulose muss sie für insgesamt neun Monate ohne Unterbrechung einnehmen. Dann ist eine Heilung möglich. Heute geht es Amrit besser, ihre Medikamente nimmt sie regelmäßig ein und sie kommt regelmäßig zu Routineuntersuchungen. Sie ist auf dem besten Weg, gesund zu werden, und kann sich bereits heute wieder um ihre vier Kinder kümmern. Die Rechnung für den Krankenhausaufenthalt und die neunmonatige medikamentöse Therapie beträgt 13.000 Rupien – umgerechnet etwa 180 Euro. Diese Behandlung wurde durch Ihre Spenden möglich gemacht. Ausführlichere Informationen finden Sie auch hier auf unserer Homepage.

Bei der großen Armut in Indien kommt schnell der Gedanke auf, unsere Hilfe sei nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Doch neben Amrit zeigen viele andere Beispiele, dass diese Hilfe für jeden Einzelnen von unschätzbarem Wert ist.

Für Ihre Unterstützung in den vergangenen Jahren danken wir Ihnen herzlich. Wir hoffen, Sie bleiben LEONIDIS auch weiterhin verbunden und wünschen Ihnen und Ihrer Familie eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit sowie Gottes reichen Segen.

 

 

23. November 2016

Bericht aus dem Seva Nilaya Gesundheitszentrum Ara Gate nahe Ranchi

 

Gesundheit und körperliche Unversehrtheit sind ein hohes medizinisches Gut und bleiben vielen Menschen in Indien doch verwehrt. Sie können sich eine gute medizinische Versorgung nicht leisten. Aufgrund Ihrer großzügigen Spenden konnte einigen im vergangenen Jahr jedoch geholfen werden.

Mit großem Engagement leiten die Schwestern das Seva Nilaya Gesundheitszentrum in Ara Gate nahe Ranchi im Norden Indiens. Nun hat uns ein beeindruckender Bericht von Sr. Deepthi, der Leiterin des Seva Nilaya Gesundheitszentrums, erreicht. In ihrem Bericht beschreibt Sr. Deepthi Krankengeschichten mehrerer Patienten, die durch Ihre finanzielle Unterstützung behandelt werden konnten. Exemplarisch möchten wir zwei Krankengeschichten herausgreifen:

„Das Seva Nilaya Gesundheitszentrum in Ara Gate nahe Ranchi im Staat Jharkhand in Nordindien hat ein Einzugsgebiet von etwa 25 Dörfern. Unsere Schwestern besuchen die Familien in den Dörfern und kümmern sich um medizinische und hygienische Belange der Menschen, die selbst nicht in unser Zentrum kommen können. Die meisten Bewohner leiden unter Malaria, Typhus, Gelbsucht, Tuberkulose oder Mangelernährung. Aber auch Diabetes mellitus, Bluthochdruck und Blutarmut sehen wir häufig. Wir kümmern uns auch im Frauen während der Schwangerschaft und Geburt. Fast alle unserer Patienten kommen aus sehr armen Verhältnissen.

Karamnath, 45 Jahre alt, kam mit ihrem 12-jährigen Sohn Prem zu uns. Beide litten unter hohem Fieber, Kopfschmerzen, einer starken Blutarmut und waren sehr schwach. Durch unseren Arzt wurden sie bei uns stationär aufgenommen und die entsprechenden Untersuchungen eingeleitet. Bei beiden wurde Malaria des zentralen Nervensystems, also im Gehirn, festgestellt. Zusätzlich litten sie unter Gelbsucht und Typhus. Prem ging es deutlich schlechter als seiner Mutter. Wir haben alles versucht, doch die Malaria hatte sein Gehirn so stark geschädigt, dass er innerhalb kürzester Zeit verstorben ist. Seiner Mutter konnten wir jedoch helfen. Sie ist gesund geworden und kann sich nun wieder um ihre Kinder kümmern und zum Lebensunterhalt der Familie beitragen. Die Familie kommt aus einem Dorf nahe des Zentrums und verdient ihren Lebensunterhalt als Tagelöhner. Die Rechnung von 18.000 Rupien – etwa 250 Euro – hätte sie nicht selbst bezahlen können.

Der 18-jährige Sadu geht in die 12 Klasse. Beim Fußballspielen mit Freunden hat er sich das rechte Bein gebrochen. Im Krankenhaus sollte er operiert werden, doch die Rechnung konnte durch die Familie nicht bezahlt werden. Daher wurde er unbehandelt nach Hause geschickt. Sadus Eltern sind beide krank und können nicht arbeiten, zur Familie gehören insgesamt drei Söhne und eine Tochter. Sadus Bruder verdient den Lebensunterhalt für die Familie. Nach zwei Monaten wurde Sadu in unser Zentrum gebracht. Laufen konnte er seit dem Unfall nicht mehr. Hier wurde ihm eine Operation empfohlen und sie wurde in unserem Operationssaal durchgeführt. Nach zwei Wochen konnte er entlassen werden. Er kann noch nicht viel arbeiten aber es geht ihm immer besser. Von der Rechnung in Höhe von insgesamt 36.000 Rupien (etwa 500 Euro) konnte Sadu nur etwa 140 Euro bezahlen. Der Rest wurde durch Ihre Spenden finanziert. Ohne diese Operation wäre Sadu in seinen Bewegungsmöglichkeiten so eingeschränkt und lebenslang behindert geblieben, dass er seinen Lebensunterhalt nicht hätte verdienen können. Durch Ihre Hilfe hat er jetzt eine Chance.

 Foto: Sadu nach seiner Operation im Seva Nilaya Gesundheitszentrum Ara Gate bei Ranchi 

 

Liebe Spender,

durch Ihre großzügige finanzielle Unterstützung unserer Arbeit haben wir in diesem Jahr vielen Menschen helfen können, die ansonsten keine Behandlung bekommen hätten. Vor allem die Behandlung von Tuberkulose ist teuer und dauert zwischen sechs und zwölf Monaten.  Wir sind sehr dankbar für Ihre Großherzigkeit gegenüber den Menschen, die leiden und schließen Sie in unsere Gebete mit ein.

Mit den herzlichsten Grüßen

Sr. Deepthi, PHJC“

 

22. November 2016

Spenden für LEONIDIS werden verdoppelt 

 

Aktion der Schönauer Indien-Initiative läuft bis Mitte Januar

Schönau. Die Botschaft ist einfach: „Wieder einmal können wir sagen: Wir verdoppeln jeden Euro, der vom 15. November bis  15. Januar für die Indien-Initiative LEONIDIS gespendet wird – egal, ob der in bar eingeht oder überwiesen wird.“ Das teilte jetzt die Sprecherin der Schönauer Hilfsorganisation, Irmgard Grebe-Quast mit. Möglich geworden sei das, weil ein weiteres Mal eine Reihe von Unternehmern und Privatspendern insgesamt 10.000 Euro für die Verdopplungsaktion zur Verfügung gestellt haben. „Jede Spenderin und jeder Spender darf also sicher sein, dass seine Hilfsbereitschaft zweifach wirkt“, so Grebe-Quast. Und sie ergänzt: „Das ist vielleicht vor allem für diejenigen wichtig, die sich nicht sicher sind, ob kleine Beträge überhaupt helfen. Doch in Indien sieht die Wirklichkeit so aus, dass sich schon mit 10 oder 15 Euro sehr, sehr viel erreichen lässt. Und wenn dann eine solche Kleinspende verdoppelt wird, dann kann das zum Beispiel bedeuten, einem Mädchen für einen Monat den Schulbesuch zu ermöglichen.“ Dafür brauche es nämlich nicht mehr als 20 Euro.
 
Und genau um solche Bildungs-Projekte geht es der Initiative LEONIDIS. Die hatte sich nach dem Tod der aus Schönau stammenden Ordensfrau Sr. Leonidis gegründet, damit das Werk der Missionsschwester nicht zum Erliegen kommt. „Schwester Leonidis hat in vielen Jahren und Jahrzehnten in Indien ein Netz aus gesundheitlicher Versorgung und Bildung aufgebaut. Mit den Spenden der vergangen Jahre konnten wir sicherstellen, dass dieses Netz auch weiter trägt“, berichtet Grebe-Quast. Die Bilanz ist dabei durchaus beeindruckend: „Mittlerweile ermöglichen wir 368 Kindern den Besuch einer Schule. Das ist die beste Investitionen, um aus dem Teufelskreis von Armut und fehlender Ausbildung auszubrechen“, sagt sie.
 
Bei anderen Projekten, die von LEONIDIS unterstützt werden,  geht es wiederum vor allem darum, ein Leben in Würde zu ermöglichen. So wird seit vielen Jahren das so genannte Lepra-Dorf „Barwani“ unterstützt. Dorthin können sich Männer und Frauen flüchten, die an Lepra erkrankt sind und deshalb aus ihren Heimatdörfern vertrieben wurden. „Was dort passiert, scheint nach hiesigen Maßstäben sehr wenig zu sein. Aber wenn ein Mensch keine Hände und Füße mehr hat, dann ist ausreichend Essen und eine medizinische Grundversorgung für die Betroffenen überlebensnotwendig“, weiß Grebe-Quast. In Barwani wird genau das von den Dernbacher Schwestern, einem katholischer Frauenorden, mit dem LEONIDIS zusammenarbeitet, vorgehalten. Um die Finanzierung dieses Projektes auch weiterhin zu sichern, werden ab dem 15. November Postkarten mit historischen Ortsansichten zu kaufen sein. „Wir haben uns da für drei sehr schöne Motive entschieden“, erzählt Grebe-Quast. „Vom Neubau der Elisabeth-Kirche, von der Glockenweihe und von einer der ersten Gefallenenehrungen.“ Der Erlös aus dem Verkauf der Karten – eine wird 1,50 Euro, drei Karten 4 Euro kosten - wird zu 100% für Barwani verwendet. Erhältlich sind die Karten im Lebensmittelgeschäft Alfes, in der Gaststätte Wurm sowie bei Agnes und Günter Gröger, Kunibert Halbe als Vorsitzendem des Männergesangsvereins, Karl-Heinz Löhr (für den Ortsvorsteher) und bei Bettina Rosenthal. Darüber hinaus haben die Elisabeth-Frauen ihre Unterstützung zugesichert und werden die Karten bei ihrem vorweihnachtlichen Kaffeetrinken anbieten.
 
Kontonummer für Spenden im Rahmen der Verdopplungsaktion: Generalat der Armen Dienstmägde Jesu Christi – LEONIDIS – Pax Bank Trier, IBAN DE66 3706 0193 3012 0980 30, BIC: GENODED1PAX.

 

27. Oktober 2016 

Bericht aus dem Ashalaya-Kindergarten in Vidyanagar

 

Letzte Woche erreichte uns ein Brief von Sr. Roshni aus Bangalore. Bereits in unserem letzten Bericht hatten wir angekündigt, ein Projekt der Schwestern in Vidyanagar zu unterstützen. Unter dem Motto „Jedem Kind jeden Tag ein Ei“ versuchen wir, der Mangelernährung von Kindergartenkindern entgegenzuwirken. Nun hat uns ein Bericht von Sr. Roshni, Leiterin des Kindergartens, erreicht.

In den nördlichen Vororten von Bangalore liegt der Ashalaya-Kindergarten. Die Kinder, die hier in den Kindergarten der Schwestern gehen können, kommen aus sehr ärmlichen Verhältnissen. Oft müssen die Eltern mehreren Arbeiten nachgehen, um die Familie ernähren zu können. Doch oft reicht das Geld dafür nicht aus. Die meisten Eltern arbeiten in den Steinbrüchen in der Region. Früher mussten die Mütter ihre Kinder mit zur gefährlichen Arbeit in die Steinbrüche nehmen. Um die Kinder vor den dortigen Gefahren zu schützen, haben die Schwestern den Ashalaya-Kindergarten gegründet. „Für die Eltern ist es eine große Unterstützung und gut zu wissen, dass ihre Kinder bei uns im Kindergarten gut aufgehoben sind“, schreibt Sr. Roshni. Gemeinsam mit ihren Mitschwestern und einigen Lehrerinnen versucht sie, die Kinder so früh wie möglich zu unterrichten und auf das Leben vorzubereiten. „Die Ausbildung in privaten Kindergärten oder Vorschulen kann sich in dieser Region keiner leisten.“

„Der Kindergarten beginnt bei uns um 9.30 Uhr. Den Tag über werden sie von Lehrern unterrichtet. Besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung grob- und feinmotorischer Fähigkeiten sowie kognitiven und sprachlichen Fähigkeiten der Kinder. Wir fangen früh an, die Kinder in Englisch und in ihrer Muttersprache zu unterrichten. Zudem versuchen wir, ihre persönlichen und sozialen Fähigkeiten zu stärken“, erläutert Sr. Roshni. Mittags erhalten die Kinder ein Mittagessen und am Nachmittag bleibt genügend Zeit zum Sport und Spielen auf dem kleinen Spielplatz.

LEONIDIS hat das Projekt „Jedem Kind jeden Tag ein Ei“ bisher mit 6.000 € unterstützt. Weitere 4.000 € sollen noch folgen. Ziel des Projektes ist die Versorgung der Kinder mit lebensnotwendigen Proteinen. „Wir sind sehr dankbar für diese Unterstützung, da wir den Kindern so ein kleines Mittagessen geben können“, schreibt Sr. Roshni. „Die Eltern wissen ihre Kinder während ihrer Arbeit so nicht nur sicher aufgehoben, sondern auch die Sorge um eine gute Ernährung ihrer Kinder können wir ihnen zumindest ein wenig nehmen.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: Impressionen aus dem Ashalaya-Kindergarten in Vidyanagar.

 

 

März 2016

Erneut toller Erfolg der Missionsgruppe Hofolpe für LEONIDIS

 

Kohlhagen/Gut Ahe/Schönau. Ein toller Erfolg war auch in diesem Jahr wieder der Frühlingsmarkt auf Gut Ahe. Bereits zum 4. Mal kamen zahlreiche Besucher in die Hofscheune auf um frühlingshafte Dekorationen, Holzarbeiten, Patchwork, Stickerei und vieles mehr zu erwerben. Dabei kam ein Betrag von 3.000,-- Euro zusammen, der an die Stiftung LEONIDIS "überwiesen werden konnte. LEONIDIS führt die Arbeit der in Schönau geborenen, leider bereits verstorbenen Sr. Leonidis Grebe vom Orden der Armen Dienstmädge Jesu Christi fort. Die Schulbildung von Mädchen und Jungen war fast vierzig Jahre der Schwerpunkt ihrer Arbeit in Indien. Weitere Infos unter www.leonidis.org. Frau Irmel Neuhaus stellt ihre Hofscheune auf Gut Ahe für den guten Zweck kostenlos zur Verfügung. Zudem ermöglicht sie den ganzjährigen Verkauf von Produkten in ihrem Café und trägt so auch zum Erfolg der guten Sache bei. In Planung ist bereits der nächste Herbstmarkt vom 1.-3.10.2016. Wer die Arbeit von LEONIDIS unterstützen möchte, kann dies auch mit direkten Spende tun. Spendenkonto: General der Armen Dienstmägde Jesu Christi – LEONIDIS – Pax Bank Trier, IBAN DE66 3706 0193 3012 0980 30, BIC: GENODED1PAX.

 

 Foto (von links): Irmgard Grebe-Quast, Irmel Neuhaus, Claudia Jaspers, Sr. Theresa-Marie, Sr. Felicitas, Ursula Weißbrich

 

 

 

März 2016

Liebe Spender,

Sie haben im vergangenen erneut großzügig gespendet – und das, obwohl im letzten Jahr wieder von vielen Seiten an Ihre Spendebereitschaft appelliert wurde. Auch ohne Verdoppelungsaktion haben wir mit 40.086,32 € ein großartiges Ergebnis erzielt. Darüber freuen wir uns sehr – und mit uns die Schwestern und die indischen Kinder.

Mit 32.000€ werden wir zunächst die Schülerinnen und Schüler in den Bildungsprojekten an den verschiedenen Schulen unterstützen. Das bedeutet, dass diese Mädchen und Jungen je nach Situation der Familie kostenfrei oder unter Aufbringung eines geringen Eigenanteils die Schule für ein weiteres Schuljahr besuchen können. Wir berichteten in unserem Weihnachtsbrief, dass wir inzwischen 364 Mädchen und Jungen an insgesamt zehn verschiedenen Standorten eine gute Schulausbildung ermöglichen können. Als wir 2010 mit unserer Initiative gestartet sind, hatten wir uns zum Ziel gesetzt, den 109 Schülerinnen und Schüler, die seinerzeit unterstützt wurden, weiterhin den Schulbesuch zu finanzieren. Sie haben es mit Ihren Spenden möglich gemacht, dieses Ziel weit zu übertreffen. Die vielen Jungen und Mädchen danken es Ihnen. Das wissen wir aus den Briefen der Schwestern. Das haben uns die Jungen und Mädchen auch bei unserem Besuch in Indien Ostern letzten Jahres selbst gesagt.

Somit bleiben uns weitere 8000€, die wir sinnvoll einsetzten wollen. Dazu werden wir uns mit Sr. Gonzalo, der Generaloberin der Dernbacher Schwestern, beraten. Sie ist Anfang des Jahres von einer langen Indienreise zurückgekommen, bei der sie alle Niederlassungen in den indischen Provinzen besucht hat. Deshalb kann sie auch am besten einschätzen, wo weitere Hilfe besonders notwendig ist. Auf unserer Homepage sowie in unserem nächsten Brief werden wir Sie darüber informieren.

Liebe Freunde, es tut gut zu spüren, dass Sie sich auch sechs Jahre nach dem Tod von Sr. Leonidis immer noch mit ihr und ihrer segensreichen Arbeit verbunden fühlen. Das gibt uns Kraft und macht uns Mut für die Zukunft.

 

Nochmals von ganzem Herzen Dank, auch im Namen von Sr. Gonzalo, und Gottes Segen für Sie und Ihre Familien.

 

13. Januar 2016

Spendenbereitschaft weiter erfreulich hoch 

 
Sternsinger-Aktion erbrachte 2531,84 Euro für Lepradorf Barwani in Indien
 
Schönau/Altenwenden. In farbenfrohen Umhänge, kunstvoll gestalteten Kronen und ausgestattet mit prächtigen Sternen überbrachten am vergangenen Wochenende 26 Mädchen und Jungen aus Schönau und Altenwenden als Sternsinger die traditionellen Segenwünsche in die Häuser: „20 + C + M + B + 16“ schrieben sie an die Türen und Hauswände – Jahreszahl und Anfangsbuchstaben des lateinischen Segenswortes „Christus mansionem benedicat“ (Christus, segne dieses Haus). Die Schönauer und Altenwender bedankten sich wie in den Vorjahren mit Geldspenden zugunsten des Lepradorfes Barwani – einem von den Dernbacher Schwestern eingerichteten Ort, an dem Leprakranke und ihre Kinder ein neues zu Hause finden, wenn sie aus ihren Dörfern verstoßen werden. 2531,84 Euro sind in diesem Jahr auf diese Weise zusammengekommen. „Das Engagement der Kinder und Jugendlichen und der abermals hohe Ertrag machen uns auch für die kommenden Jahre Mut“ zeigt sich Selina Hees als Vertreterin des Jugendtreffs Schönau, der die Sternsinger-Aktion organisiert hat, begeistert.
 
In der Tat: Die Spendenbereitschaft in den beiden Orten ist ungebrochen und überdurchschnittlich hoch. Dazu trägt auch bei, dass die Jungen und Mädchen seit vielen Jahren das gesammelte Geld nicht in den großen Spenden-Topf der Sternsingeraktion im Bistum Aachen geben. Sie unterstützen gezielt das Lepra-Dorf der Dernbacher Schwestern. Der Kontakt dorthin stammt noch aus einer Zeit, als die aus Schönau stammende Ordensfrau Sr. Leonidis in Indien tätig war. Und dass das Geld auch weiterhin im Sinne von Sr. Leonidis verwendet wird, dafür bürgt die Initiative „LEONIDIS“, die nach dem Tod der Schwester vor sechs Jahren gegründet wurde. „Mit dem Geld können wir ganz unmittelbar dazu beigetragen, dass Männer und Frauen, vor allem aber auch Jungen und Mädchen wieder eine Perspektive und damit Hoffnung bekommen“, so LEONIDIS-Sprecherin Irmgard Grebe-Quast. Darüber hinaus würden Anschaffungen getätigt, die für das tägliche Leben von besonderer Bedeutung sind. Vor zwei Jahren war das beispielsweise ein Generator. Und selbst die Anschaffung eines Jeeps konnte bereits unterstützt werden, mit dem die Jungen und Mädchen in die weiter entfernten Schulen gefahren werden können.
 
Das gute Spenden-Ergebnis ist dabei ein eindrucksvoller Beleg dafür, wie verbunden der Ort mit der von Sr. Leonidis begonnenen Arbeit auch weiterhin ist – und das auch die Jugendlichen bereit sind, sich für andere einzusetzen und in die Pflicht nehmen zu lassen. Das gilt in besonderer Weise für die 5-jährige Lorena: Sie hatte als Großnichte von Sr. Leonidis nicht nur eine ganz besondere Beziehung zu der Aktion. Sie war mit ihren fünf Jahren auch die jüngste Sternsingern.
 
Foto: Die Sternsinger in Schönau und Altenwenden sammeln seit Jahren für ein Projekt in Indien: Ein Dorf, in das sich Lepra-Kranke flüchten können, die aus ihrem Heimatort vertrieben worden sind. (Foto: M. Groeger)

 

Dezember 2015

Weihnachtsbrief aus Indien

Bangalore/Schönau. Mit ihrem diesjährigen Weihnachtsbrief wendet sich Sr. Josephin, Oberin der Provinz Südindien, in voller Dankbarkeit an die Freunde und Förderer von LEONIDIS für Ihre Unterstützung im vergangenen Jahr. Stellvertretend hat Sr. Josephin ihren Brief an Irmgard Grebe-Quast gerichtet, Sprecherin der Initiative LEONIDIS, und um die Weiterleitung an alle Unterstützer gebeten:

19. Dezember 2015

Großartiger Einsatz für die Menschen in Indien

Hofolpe. 25 Jahre lang hatte die Missionsgruppe aus Hofolpe Basare veranstaltet und mit dem Erlös stets Sr. Leonids unterstützt. Dann, im November 2012, fand der letzte Basar statt. Die Familie Weissbrich versprach aber seinerzeit, auch weiterhin aktiv zu bleiben und zu helfen. Dieses Versprechen hat sie wahr gemacht. Bis heute. Das ganze Jahr über wird in der Familie gesägt, genäht, gebastelt. Die schönen Produkte werden anschließend auf verschiedenen Märkten angeboten. Sie finden reißenden Absatz und bringen viel Geld ein. 

Allein in diesem Jahr 6800€ für LEONIDIS.

„Im Rückblick können wir es fast selber nicht glauben“, sagt Georg Weissbrich. Der Frühjahrmarkt auf Gut Ahe erbrachte die stolze Summe von 2700€. Der Hofmarkt auf Gut Ahe im Oktober konnte das Ergebnis aus dem Frühjahr noch einmal toppen: 4100€ Reinerlös waren der Lohn für unzählige Stunden Arbeit.„ Wir sind natürlich unendlich froh darüber, dass wir das geschafft haben“, resümiert der umtriebige Pensionär. 

Foto (von links nach rechts): Claudia Jaspers, Georg und Ursula Weissbrich und Irmel Neuhaus.

Freuen dürfen sich auch viele Menschen in Indien. Unter anderem eine Vielzahl von Mädchen und Jungen, die mit Hilfe dieser Spenden die Schule besuchen können. Für sie sind die Kirchhundemer wahre Glücksbringer. Ihre Unterstützung gibt diesen jungen Menschen die Perspektive für eine bessere und glückliche Zukunft. Stellvertretend für sie alle sagen wir ein herzliches Dankeschön.

Und auch für das nächste Jahr laufen bereits die Vorbereitungen. Geplant ist die Teilnahme an verschiedenen Märkten, bei denen die Weissbrichs mit einem Verkaufsstand vertreten sein werden. Zudem richten sie erneut zwei Märkte auf dem Gut Ahe aus. Frau Irmel Neuhaus stellt ihre Hofscheune auf Gut Ahe für diesen Zweck kostenlos zur Verfügung. Zudem ermöglicht sie den ganzjährigen Verkauf von Produkten in ihrem Café und trägt so auch zum Erfolg der Ehepaares Weissbrich und ihrer Tochter Claudia Jaspers bei. 

 

  Auf folgende Termine möchten wir bereits heute empfehlend hinweisen. Ein Besuch lohnt sich.

  „Kreativmarkt in Attendorn“ - 05. und 06. März 2016  

  „Jacobimarkt in Römershagen“ - 18 September 2016 

  „Wintermarkt im Haus Albus“ - Erstes November-Wochenende 2016

 

  „Frühlingsmarkt“ auf dem Gut Ahe - 12. und 13. März 2016  

  „Herbstmarkt“ auf dem Gut Ahe - 01. Oktober bis 03. Oktober 2016

 

13. Dezember 2015

„Lebensperspektive in der Heimat ist die beste Flüchtlingspolitik“

 
Indien-Initiative LEONIDIS unterstützte in 2015 zahlreiche Bildungs- und Sozialprojekte
 
Schönau/Ranchi/Khunti. „Es tut gut zu sehen, dass unsere Hilfe ankommt.“ Das ist die Bilanz, die Irmgard Grebe-Quast, Sprecherin der Indien-Initiative „LEONIDIS“, zum Ende eines erfolgreichen Jahres zog. Gemeinsam mit ihrer Tochter und LEONIDIS-Mitstreiterin, der Medizinerin Theresa Quast, war sie im Frühjahr dieses Jahres nach Indien geflogen, um sich vor Ort ein Bild davon zu machen, wie das im Sauerland gespendete Geld verwendet wird. Und sie macht jetzt noch einmal deutlich: „Ganz gleich, in welches Projekt wir investiert haben – es hat sich immer gelohnt.“
 
So war es dank der hohen Spendenbereitschaft der vergangenen Jahre möglich, mittlerweile 368 Mädchen und Jungen einen Schulbesuch zu ermöglichen. „Um diese Zahl halten zu können, benötigen wir allerdings jedes Jahr Spenden von rund 32.000 Euro“, so Grebe-Quast. In der Vergangenheit sei das kein Problem gewesen: LEONIDIS hat in den fünf Jahren ihres Bestehens mittlerweile über 200.000 Euro für Bildungs-, Gesundheits- und Sozialprojekte in Indien investiert. So konnte beispielsweise das Gesundheitszentrum Seva Nilaya in Ranchi im zurückliegenden Jahr mit rund 3.000 Euro gefördert werden. „Damit war es möglich, Medikamente für eine kleine Apotheke anzuschaffen und die Behandlungskosten für die Ärmsten der Armen zu übernehmen“, berichtet LEONIDIS-Sprecherin Grebe-Quast. Mit weiteren 10.000 € habe LEONIDIS zudem ein Sozialzentrum in Vidyanagar unterstützt. Unter dem Motto „Jedem Kind jeden Tag ein Ei“ werde dort versucht, der Mangelernährung von Kindergartenkindern entgegenzuwirken.
Das größte und wichtigste Projekt von LEONIDIS sei allerdings die Hilfe beim Bau eines Internates gewesen. 30.000 € seien in 2015 in diese Maßnahme geflossen. „Solche Internate schützen vor allem die Mädchen“, weiß Grebe-Quast. „Denn auf den oft weiten Schulwegen sind gerade sie vielen Gefahren ausgesetzt. Wir alle haben noch die schrecklichen Berichte von den zahlreichen Vergewaltigungen in Indien im Kopf.“
 
Selbstverständlich weiß Grebe-Quast, dass auch die Unterstützung durch LEONIDIS nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Die Dankbarkeit der Menschen vor Ort und auch der Dernbacher Schwestern, ein weltweit tätiger katholischer Frauenorden, der für die sachgerechte Verwendung der Mittel vor Ort bürgt, macht deutlich, dass auch diese Hilfe im Einzelfall existenzsichernd und manchmal sogar Leben rettend sein kann. Sie und ihre Mitstreiter hoffen deshalb, dass auch in diesem Jahr noch der eine oder andere Euro gespendet wird. Und mit Blick auf die aktuelle Flüchtlingssituation sagt sie: „Das ist im Übrigen auch die beste Flüchtlingspolitik: Den Menschen eine Lebensperspektive in ihrer Heimat zu geben. Und da ist dann selbst das Wenige, was LEONIDIS leisten kann, sehr, sehr viel.“
 
Foto: Mit frohem Mut den Blick nach vorne: Dank der Indien-Initiative LEONIDIS konnte im zurückliegenden Jahr mehr als 360 Mädchen und Jungen der Schulbesuch ermöglicht werden

 

 

 

29. November 2015

Weihnachtsbrief 2015

Liebe Freunde und Förderer der Arbeit von Sr. Leonids,

Im April diesen Jahres reisten wir erstmals seit dem Tod von Sr. Leonidis im Jahr 2009 wieder nach Indien. Von Bangalore aus flogen wir in die Nordprovinz nach Ranchi und Khunti. Dort besuchten wir mehrere Schulen und Kindergärten, ein Gesundheitszentrum und ein Internat der Schwestern. Unsere Reise führte uns weiter nach Vidyanagar nahe Bangalore zu einem Sozialzentrum, dem Ashalaya Social Centre. Sr. Roshni, die Leiterin,  nahm uns mit in Kindergärten für Kinder, deren Eltern in Granitsteinbrüchen arbeiten müssen.

An allen Orten erlebten wir bewegende Momente. Wir sahen strahlende Kinderaugen, die sich über kleine Gastgeschenke wie Luftballons und Bonbons riesig freuten. Wir trafen Schülerinnen und Schüler, die lange Schulwege in Kauf nehmen und vor und nach dem Unterricht auf Feldern arbeiten. Trotzdem erzielen sie beste Prüfungsergebnisse, damit sie Chancen auf eine bessere Zukunft haben. Wir durften eine sehr enge, vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit mit den Schwestern erleben. Und wir konnten uns davon überzeugen, dass die Spendengelder in all den Jahren genau unseren Wünschen und Vorgaben gemäß eingesetzt worden sind. 

Oft haben wir den Eindruck bekommen, dass in Anbetracht der großen Not unsere Hilfe nur der sprichwörtliche „Tropfen auf dem heißen Stein“ zu sein scheint. Doch wir durften  andererseits die tiefe Dankbarkeit der Familien erfahren, für die Ihre Unterstützung ein Ausweg aus der Hoffnungslosigkeit bedeutet. 

Wie für Sunitha. Wir begegneten Sunitha in Ranchi, eine zierliche, nur 1,60m große lebensfrohe und energiegeladene Frau mit einem einnehmenden Lächeln. Nach dem Tod ihres Mannes Anfang 2015 muss sie nun alleine für den Unterhalt ihrer vier Kinder sorgen. Sie ist aber selbst krank und kann nur unregelmässig als Steineträgerin auf einem Bau arbeiten. Kann sie aber nicht arbeiten, gibt es keinen Lohn. Ihr Einkommen reicht nicht, um ihre Kinder täglich satt zu bekommen. Deshalb übernimmt sie zusätzlich kleine Tätigkeiten bei den Schwestern, die ihr dafür Grundnahrungsmittel zur Verfügung stellen. LEONIDIS übernimmt bereits die Schulkosten für die drei ältesten Kindern. Um der Mutter eine weitere Sorge zu nehmen, wurde in diesem Jahr auch ihr jüngster Sohn in das Schulprojekt von LEONIDIS aufgenommen. Obwohl Sunitha ein hartes Leben führt, geht es ihr heute besser als zu Lebzeiten ihres Mannes, der Alkoholiker war und in der Familie gewalttätig wurde. Sunitha wollte uns unbedingt kennenlernen, damit wir ihren Dank an Sie weiterleiten können. 

Außer Sunithas vier Kindern befinden sich mittlerweile weitere 364 Mädchen und Jungen in unserem Schulprojekt an insgesamt zehn Standorten. Wir freuen uns sehr über die Entwicklung der Schülerzahlen, die nur dank Ihrer großzügigen Spendenbereitschaft ermöglicht wurde. Die Schulausbildung von Mädchen und Jungen soll auch weiterhin der Schwerpunkt unserer Arbeit sein. Um diesen Kindern auf Dauer den Schulbesuch ermöglichen zu können, benötigen wir pro Jahr Spenden in Höhe von ca. 32.000 Euro. 

 

Foto: Kinder aus dem Schulprojekt in Ranchi, links die vier Kinder von Sunitha.

 

Die Verdoppelungsaktionen in den letzten Jahren haben eine Spendensumme erbracht, die es uns ermöglicht, in diesem Jahr über das Schulprojekt hinaus weitere finanzielle Hilfe zu leisten. Auf unserer Reise konnten wir einen Eindruck gewinnen, wo Hilfe besonders nötig ist. In Absprache mit Sr. Gonzalo, der Generaloberin der Dernbacher Schwestern, haben wir uns entschieden, drei weitere Projekte zu unterstützen:

3.000 € erhält das Gesundheitszentrum Seva Nilaya in Ranchi. Von diesem Geld können Medikamente für die Apotheke angeschafft und zum Teil Behandlungskosten für die Ärmsten der Armen übernommen werden. 

10.000 € gehen an das Sozialzentrum von Sr. Roshni in Vidyanagar für das Projekt „Jedem Kind jeden Tag ein Ei“, um der Mangelernährung der Kindergartenkinder entgegenzuwirken.

 

Foto: Sr. Roshni mit Kindern aus einem Kindergarten in Vidyanagar.

 

Und mit 30.000 € wird der Bau eines Internates in Khunti unterstützt. Im letzten Jahr hatten wir um Spenden gebeten für den Neubau bzw. Ausbau von Internaten. Die Unterbringung in Internaten schützt vor allem Mädchen. Denn auf den oft weiten Schulwegen sind Mädchen schutzlos vielen Gefahren ausgesetzt. Auf Bitten der Eltern beherbergen die Schwestern dort in ihrem Konvent bereits einige Kinder unter einfachsten Bedingungen. Nun können Räumlichkeiten um- und ausgebaut und zukünftig weiteren Kindern Unterkunft im Internat gewährt werden. 

In der Region von Khunti“, so schreibt die dortige Oberin, Sr. Sneeha, „leben sehr arme Menschen. Es gibt kaum Elektrizität und sauberes Trinkwasser. Viele Menschen sind Analphabeten. Sie möchten zwar, dass ihr Kinder eine Schule besuchen. Aber wegen der finanziellen Situation sind viele Kinder gezwungen, die Schule frühzeitig abzubrechen und für den täglichen Unterhalt zu arbeiten. Manche Kinder werden zur Arbeit in andere Bundesstaaten geschickt. Nicht selten werden Mädchen sehr früh verheiratet. (…) All Ihre Hilfe und Unterstützung sind bei den Kindern und ihren Eltern hoch geschätzt. Liebe Freunde und Wohltäter, wir werden Sie in unser tägliches Gebet einschließen und Gott bitten, Sie reich zu segnen.“

Auch wir bedanken uns herzlich für Ihre bisherige Unterstützung und würden uns freuen, wenn wir auch in Zukunft auf Ihre Mithilfe zählen könnten. Wir konnten uns davon überzeugen: Mit jeder noch so kleinen Spende können Sie den Menschen in Indien wirksam helfen. Jeder Euro kommt an. 

Mit den besten Wünschen für eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit!

 

 

Juni 2015

Flinke Hände, flinke Füße … und 2.500 Euro

Kleusheimer spenden Erlös von Benefizturnier an LEONIDIS

Neuenkleusheim. Die Bundesliga-Saison ist beendet. Die Champions-League ebenso. Und auch beim DFB-Pokal ist der Schlusspfiff schon eine Weile her. Trotzdem konnte König Fußball in diesem Jahr noch mit einem besonderen Highlight aufwarten. Austragungsort war Neuenkleusheim. Die Mannschaften setzten sich aus den Fanclubs unterschiedlicher Bundesliga-Mannschaften zusammen. Und am Ende gab es vor allem einen Sieger: Die Ärmsten der Armen in Indien. Denen nämlich kam der Erlös eines Benefizturniers der Neuenkleusheimer Fanclub-Mannschaften zugute, der jetzt überreicht wurde. 

Immerhin 2.500 Euro waren das, die Uli Storhas, Dominik Menne, Simon Buchen sowie Thomas und Günter Köster jetzt stellvertretend für die Organisatoren und Mitspieler an Irmgard Grebe-Quast von der Schönauer Initiative LEONIDIS in Form eines symbolischen Schecks überreichte. Der Spendenübergabe vorausgegangen war ein spannendes Turnier auf dem Alten Sportplatz in Neuenkleusheim. Dort spielten am 1. Mai die Mannschaften der Fanclubs von BVB, Schalke 04, 1. FC Köln und Bayern München sowie die Kleusheimer „Böllerbuben“ um den Pokal. Unterstützt wurden sie dabei von rund 250 schlachtenbummelnden Kleusheimerinnen und Kleusheimern. Die nutzten den Feiertag und unternahmen ihre traditionelle Maiwanderung zum Sportplatz, wo die Organisatoren nicht nur mit gutem Fußball aufwarteten. Dank Sommersonne, Würstchen und Steaks vom Grill und Getränken war dort auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt.

Am Ende des Tages stand dann die Mannschaft des BVB-Fanclubs als Sieger fest – und in der Kasse befand sich eine Summe, mit deren Höhe auch die Organisatoren nicht gerechnet hatten. Günter Köster zeigte sich entsprechend erfreut und dankbar: „Es ist toll zu sehen, wie viel Unterstützung hier aus dem Ort gekommen ist. Ohne diesen Rückhalt hätten wir ein solches Ergebnis nicht erreicht.“ Und Irmgard Grebe-Quast, Sprecherin der Initiative LEONIDIS ergänzt: „Hier haben sich ganz viele helfende Hände und flinke Füße eingebracht, ohne die ein solches Turnier nicht zu stemmen gewesen wäre. Das verdient Lob, Dank und Anerkennung.“

Sie berichtete bei der Scheckübergabe auch von ihrer jüngsten Reise nach Indien – und davon, wo die 2.500 Euro der Kleusheimer investiert werden. „Wir unterstützen derzeit etwa 270 Schülerinnen und Schüler, damit die eine Schule besuchen können. Das ist nach wie vor die beste Hilfe, um diesen Kindern zu ermöglichen, später einen Beruf zu erlernen und sich nicht als schlecht bezahlte Tagelöhner verdingen zu müssen.“ Einen weiteren Schwerpunkt lege LEONIDIS derzeit auf die Unterstützung von Internaten. „Viele Eltern haben vor einiger Zeit begonnen, ihre Mädchen nicht mehr in die Schule zu schicken. Sie haben Angst, dass die Kinder bei den teilweise bis zu 10 Kilometer langen Schulwegen vergewaltigt werden.“ In den den Schulen angeschlossenen Internaten könnten die Kinder die Woche über bleiben; außerdem sei es dann möglich, sie zur Schule abzuholen und auch wieder zurückzubringen, weiß Grebe-Quast. Sie garantierte den Kleusheimern zudem: „Von Eurem Geld kommt auch tatsächlich jeder Euro an. Der Orden, dem die Namensgeberin unserer Initiative angehörte, verzichtet ganz bewusst darauf, von den Spenden einen Teil für die eigene Verwaltung zurückzuhalten.“

 

Foto: 2.500 Euro für LEONIDIS: Günter Köster, Dominik Menne, Uli Storhas, Thomas Köster und Erik Buchen spendeten den Erlös des Benefizturniers vom 1. Mai an die Initiative LEONIDIS. Deren Sprecherin Irmgard Grebe-Quast nahm den symbolischen Scheck dankbar entgegen.

 

Juni 2015
 

Toller Erfolg im Hünsborner Familienzentrum St. Kunibertus

Waffelverkauf erbrachte 342 Euro für Paten-Kindergarten in Indien

Hünsborn. Große Zufriedenheit bei Eltern und Erzieherinnen im Kindergarten und Familienzentrum St. Kunibertus in Hünsborn: Der Elternrat des in Trägerschaft der Kits GmbH  stehenden Familienzentrums St. Kunibertus Hünsborn, konnte dieser Tage 342 Euro an die Initiative „LEONIDIS – Initiative für Menschen in Indien“ und damit an den  Paten-Kindergarten im Norden Indiens übergeben. „Ein schöner Erfolg“, sagen sie und danken  allen Eltern  für deren Unterstützung: „Denn das Geld ist allein durch den Verkauf von Waffeln zusammengekommen, für die uns einige Eltern den Teig und andere ihre Zeit zum Backen gespendet haben.  Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Was nämlich für hiesige Verhältnisse wenig erscheinen mag – in Indien sieht die Welt anders aus“.

Irmgard Grebe-Quast, Sprecherin von LEONIDIS und selbst Pädagogin, bestätigt: „Wenn in Deutschland von „frühkindlicher Bildung im elementarpädagogischen Bereich“ die Rede ist – dann stehen hinter den schwierigen Worten großzügig gestaltete Kindergärten, große Gruppenräume, Schränke und Regale voll mit Spielsachen, Bastelmaterialien und Werkzeugen.“ Wer hingegen in Ranchi, einer Provinzhauptstadt im Norden Indiens, einen Kindergarten besuche, der bekomme eine andere Wirklichkeit präsentiert, so Grebe-Quast, die sich selber erst vor wenigen Wochen ein Bild von den indischen Lebensverhältnissen gemacht hat.

Und in der Tat: Zwar heißt der Kindergarten der R.C. Mission School in Ara Gate – wie in vielen anderen Ländern der Erde auch - ebenfalls „Kindergarten“. Doch mit Ausnahme des Namens wird es einem unvoreingenommenen Beobachter schwer fallen, Gemeinsamkeiten zu entdecken: Die beiden Gruppen des Kindergartens bestehen aus 100 bis 115 Kindern – mehr als vier Mal so viel wie in Deutschland. Und im Gruppenraum sitzen die Kinder Schulter an Schulter auf kleinen Bänken. „Spielsachen gibt es keine“, berichtet Sr. Stella, eine Ordensfrau der Dernbacher Schwestern, die die Einrichtung leitet. „Wir haben einige Stoffbälle – und ansonsten zeigen wir den Kindern manchmal, wie man aus Lehm kleine Puppen formen kann. Für die Hilfe aus Hünsborn sind wir deshalb sehr dankbar. “

Für die Eltern, den Elternrat und den Erzieherinnen des Familienzentrums St. Kunibertus war das einer der Gründe, die Patenschaft für diesen Kindergarten zu übernehmen. „Wir wissen, dass wir hier mit kleinem Geld Großes erreichen können“, zeigt sich das Team  überzeugt. Sie sind sich zudem sicher: Nicht nur die pädagogische Arbeit wird auf diese Weise unterstützt. Die Patenschaft hat auch eine sozial- und entwicklungspolitische Dimension. Denn ohne den Kindergarten würden die Jungen und Mädchen mit ihren Eltern den Tag zum Beispiel in den Steinbrüchen verbringen. Ohne die Bildungsangebote, die sie über Kindergarten und Schule nutzen können, würden auch sie später als ungelernte Arbeiter ihren Lebensunterhalt verdingen können. „Mit Bildung lässt sich dieser Teufelskreis durchbrechen“, weiß Grebe-Quast. 

 Foto: Genießen und damit gleichzeitig Gutes tun: Die drei Benjamine auf dem Foto zeigen wie’s geht – und Eltern wie Großeltern machten es ihnen gerne nach. Am Ende stand dann ein Erlös von über 300 Euro für den Partnerkindergarten in Indien.

 

Mai 2015

Waffeln für guten Zweck

Familienzentrum Hünsborn lädt ein – Unterstützung für Kindergarten in Indien

Hünsborn. Genießen und gleichzeitig etwas Gutes tun? Am 28. Mai wird das im Familienzentrum St. Kunibertus in Hünsborn möglich sein. An diesem Donnerstag werden dort nämlich die Kindergarten-Eltern wieder Waffeln backen und zwischen 12 und 16 Uhr an Eltern und Großeltern, Nachbarn, Freunde und Besucher des Familienzentrums verkaufen. „Mit dem Erlös wird der Elternbeirat dann unseren Partnerkindergarten in Indien unterstützen“, berichtet Susanne Krist, Leiterin des Familienzentrums.

Nachdem bereits in den vergangenen Jahren für den Kindergarten in Ara Gate im Norden Indiens solche Waffelback-Aktionen mit Erfolg durchgeführt worden war, hoffen die Hünsborner Eltern auch in diesem Jahr auf eine ähnlich große Resonanz. „Für den indischen Kindergarten ist dieses Geld eine wichtige Hilfe“, weiß Irmgard Grebe-Quast von der Initiative LEONIDIS, die die Partnerschaft vermittelt hat. „Hier fehlt es oftmals an einfachsten Mitteln, um mit den Kindern zu spielen und sie ihrem Alter entsprechend zu fördern.“

Für die Eltern, den Elternrat und den Erzieherinnen des Familienzentrums St. Kunibertus war das einer der Gründe, für den Kindergarten in Indien aktiv zu werden. „Wir wissen, dass wir hier mit kleinem Geld Großes erreichen können“, zeigt sich das Team  überzeugt. Eltern und Erzieherinnen sind sich zudem sicher: Nicht nur die pädagogische Arbeit wird auf diese Weise unterstützt. Die Partnerschaft hat auch eine sozial- und entwicklungspolitische Dimension. Denn ohne den Kindergarten würden die indischen Jungen und Mädchen mit ihren Eltern den Tag zum Beispiel in den Steinbrüchen verbringen. Ohne die Bildungsangebote, die sie über Kindergarten und Schule nutzen können, würden auch sie später als ungelernte Arbeiter ihren Lebensunterhalt verdingen müssen. „Mit Bildung lässt sich dieser Teufelskreis durchbrechen“, weiß Grebe-Quast, die selber erst vor kurzem wieder in Indien war.

 Familienzentrum St Kunibertus Hünsborn, Im Buchwald 3 57482 Wenden-Hünsborn

 

 April 2015

Bericht aus der Schule Katherine Illam in Sebastiarpuram  

Kürzlich hat uns ein Bericht aus der Schule Katharine Illam in Sebastiarpuram erreicht. Sr. Sabitha besucht in ihrer Funktion als Mitglied der Provinzleitung der Provinz Südindien regelmäßig die verschiedenen Schulen und steht im Kontakt mit den Kindern, die von LEONIDIS unterstützt werden. In ihrem Bericht schreibt sie:

"In Sebastiarpuram wussten die Menschen wenig vom Wert der Bildung. Nachdem wir unsere Arbeit dort begonnen und auch die Schule Katherine Illam gebaut hatten, wuchs dieses Bewusstsein aber ständig. Wir haben angefangen, Jungen und Mädchen in Trainings- und Qualifizierungskursen zu unterrichten, so dass sie heute einer Arbeit nachgehen können und ihr eigenes gutes Geld verdienen. Ihre Lebensumstände haben sich dadurch merklich verbessert.

Zurzeit unterstützen wir 48 Kinder – vom Kindergarten bis zur Abschlussklasse 12. Unter den Unterstützten befinden sich darüber hinaus eine angehende Krankenschwester und ein College-Student – wobei die angehende Krankenschwester die erste ihres Ortes war, die den Mut zu dieser Ausbildung hatte. Denn man muss wissen: auf den Dörfern fällt es Mädchen mit einer guten Ausbildung schwer, einen Ehemann zu finden. Fünf Mädchen und ein Junge aus der Gruppe wohnen nicht bei ihren Eltern, sondern in sogenannten Hostels. Die Kosten dafür übernehmen wir ebenso wie das Schulgeld. Andere Ausgaben – wie beispielsweise für die Verpflegung – zahlen die Eltern selbst.

Wieder andere von uns unterstützte Kinder sind so genannte „Tagesschüler“ an staatlichen oder an privaten Schulen. Ihnen zahlen wir die Schulgelder, die Kosten für den Bus-Transfer, Schuluniformen sowie Unterkunft und Verpflegung. Da diese Kinder nicht an „unseren“ Schulen lernen, besuche ich sie regelmäßig und erkundige mich über deren Vorankommen in Schule und Ausbildung.

Da einige der Schülerinnen und Schüler mit Beendigung der Klasse 12 und einer abgeschlossenen Schulausbildung die Schule verlassen prüfen wir, welche anderen Kinder unserer Hilfe bedürfen und nehmen diese Kinder neu in das Bildungsprojekt von LEONIDIS auf. 

Sie können sich vorstellen: Diese Kinder sind überglücklich über Ihre Unterstützung. Sie danken Ihnen für die Hilfe, die sie von Ihnen erfahren und die Möglichkeiten, die Sie ihnen damit geben. Auch wir möchten Ihnen für die Hilfe danken, denn Ihre Spenden tragen dazu bei, dass die Jungen und Mädchen weiterhin zur Schule gehen können. Wir alle sind Ihnen sehr dankbar!

Sr. Sabitha, Mitglied der Provinzleitung der Provinz Südindien" 

 

März 2015

Bericht aus der St. Katherine Schule in Ranchi

Liebe Freunde,

am Ende des akademischen Schuljahres 2014/2015 möchte ich über unsere Schule und unsere Schüler berichten.

Im November haben wir einen Talent-Tag für unsere Schüler veranstaltet. Die meisten von ihnen haben an Wettbewerben in den Kategorien Tanz, Singen, Rangoli (Anmerkung: Rangolis gehören zur indischen Tradition und sind künstlerische bunte Malereien aus buntem Sand oder Pulver), Schreiben und Zeichnen teilgenommen. Am 26. Januar haben wir den “Republic Day“ gefeiert. Am 6. Februar wurden die insgesamt 110 Schüler der Abschlussklasse 10 verabschiedet. Das Programm der feierlichen Verabschiedung wurde von den Schülern der 9. Klasse organisiert. Jeder der 110 Schüler hat zur Erinnerung an die Schulzeit und Wertschätzung des Andenkens an die Schule eine kleine Lampe erhalten. Das Abschlussexamen begann am 16. Februar und dauerte bis in den März. Für alle anderen Schüler haben die Examen am 7. März begonnen und dauern bis zum 16. März an. Alle Schüler sind daher sehr mit Lernen beschäftigt. Am 1. April beginnt für uns das neue Schuljahr.

 

Fotos: Impressionen vom "Republic Day"

Shalini und Madhu sind zwei unserer Schülerinnen in der 10. Klasse. Shalini ist eine sehr gute Schülerin. Seit Dezember ist Shalini krank und leidet unter kontinuierlichen starken Kopfschmerzen. Ihre Krankheit hat sich negativ auf ihre Schulleistungen ausgewirkt. Daher hoffe ich, dass sie ein gutes Examen machen wird.

Foto: Shalini und Madhu am Tag ihrer Verabschiedung aus der Schule.

Die Geschwister Sonali, Sheetal und Sahil Toppo haben im Dezember ihren Vater verloren. Er ist während der Arbeit gestürzt und hat das Bewusstsein verloren. Von diesem Sturz hat er sich nicht erholt und ist wenige Tage später verstorben. Ihre Mutter ist ebenfalls krank. Soweit es ihre Krankheit zulässt geht sie arbeiten und versucht sich und ihre vier Kinder zu ernähren. Ihr maximales Einkommen beträgt 2500 indische Rupien im Monat (Anmerkung LEONIDIS: das entspricht etwa 38 €). Im letzten Monat war sie an elf Tagen krank, wodurch sich ihr Einkommen um etwa ein Drittel verringerte. Drei ihrer vier Kinder gehen bereits auf unsere Schule und auch ihr jüngster Sohn Sumit wird im nächsten Jahr unsere Schule besuchen. Dank Ihrer Unterstützung ist es uns möglich, alle vier Kinder in das Schulprojekt von LEONIDIS aufnehmen und der Mutter so diese Last nehmen zu können.

Aktuell werden im Schulprojekt von LEONIDIS elf Mädchen und Jungen unterstützt. (Anmerkung von LEONIDIS: es wir in Erwägung gezogen, zum neuen Schuljahr 15 weitere Kinder in der Schulprogramm aufzunehmen). Unsere Schüler sind so dankbar für Ihre Hilfe und Ihre Unterstützung. Da das neue Schuljahr im April beginnt werden wir ihnen die Bücher und alle anderen benötigten Hefte und Materialien überreichen können. Wir danken Ihnen herzlich! Möge Gott Sie für Ihre gute Arbeit und Hilfe für diese armen Menschen segnen!

Mit herzlichen Grüßen 

Sr. Stella, Schulleiterin in Ranchi"

 

Januar 2015

 

Wendsche spendeten mehr als 31.000 Euro

Internat in Indien wird zügig ausgebaut

Schönau. Schwester Gonzalo war überwältigt. Die Generaloberin der Armen Dienstmägde Jesu Christi war jetzt nach Schönau gekommen, um den Erlös der jüngsten Spendenverdopplungsaktion der Initiative LEONIDIS entgegenzunehmen. Womit sie nicht gerechnet hatte war die Höhe des Erlöses – nämlich rund 31.000 Euro.

Foto: Die Generaloberin der Dernbacher Schwestern, Schwester Gonzalo (l.), sowie die Prokuristin des Ordens, Schwester Julia (m.), waren überglücklich, als sie von dem Ergebnis der jüngsten Spendenverdopplungsaktion der Initiative LEONIDIS erfuhren. Und auch Agnes Gröger (2.v.r.), eine Schwester der verstorbenen Schwester Leonidis, ihr Mann Günter und Leonidis-Sprecherin Irmgard Grebe-Quast (r.) freuten sich mit den Ordensfrauen.

Rückblick: Bereits vor zwei Jahren hatte die Indien-Initiative um die Angehörigen und Freunde der aus Schönau stammenden und 2009 verstorbenen Ordensschwester Leonidis eine Spendenverdopplungsaktion durchgeführt. Jeder Euro, der zwischen November und Januar gespendet wurde, sollte bis zu dem Betrag von 10.000 Euro verdoppelt werden. Damals brachte die Aktion insgesamt 25.000 Euro. „Für uns wäre es schon ein Erfolg gewesen, in diesem Jahr wieder in die Nähe dieses Betrages zu kommen", erzählt LEONIDIS-Sprecherin Irmgard Grebe-Quast. „Doch dass die Spendenbereitschaft sogar noch gestiegen ist – das hat uns mehr als überrascht."

Im Ergebnis heißt das nun: Mit dem Geld können die Dernbacher Schwestern den Aufbau des Internats in Ranchi (Nordindien) zügig weiter vorantreiben. „Vor allem für Mädchen ist das eine wirklich gute Nachricht", freut sich Schwester Gonzalo und erzählt von der zehnjährigen Sangita. Das Mädchen konnte bislang nicht zur Schule gehen, weil sich die Eltern als Tagelöhner verdingten und mit einem Zelt hinter ihrer Arbeit herzogen. „Seit sie einen Platz im Internat hat, kann sie regelmäßig zur Schule gehen und wir sind guter Dinge, dass sie den Teufelskreis von Armut und fehlender Bildung durchbricht", so Schwester Gonzalo. Sangita ist dabei kein Einzelfall. Hinzu kommt, dass zahlreiche Eltern sich nach den Medienberichten über die Vergewaltigung von Mädchen geweigert hatten, ihre Kinder auf die bis zu zehn Kilometer langen Schulwege zu schicken. Mit dem Internatsbetrieb haben die Dernbacher Schwestern einen Weg gefunden, die Sorgen der Eltern ernst zu nehmen und den Kindern gleichwohl den Schulbesuch zu ermöglichen.

Nicht allein vor diesem Hintergrund ist auch Agnes Gröger, eine Schwester der verstorbenen Ordensfrau Leonidis, glücklich über das Ergebnis. „Wir wissen, wie sehr wir unmittelbar helfen können. Und ebenso beeindruckend ist, wie sehr sich die Menschen in Wenden nach wie vor mit Schwester Leonidis und der von ihr begonnenen Arbeit verbunden fühlen." Das gelte vor allem auch für die Unternehmer, die die Aktion möglich gemacht haben. „Viele der kleinen Betriebe hier in Schönau waren spontan bereit, einen Beitrag zu leisten. Zusammen mit zwei Großspendern hatten wir dann sehr schnell den Topf voll, aus dem die Spenden verdoppelt werden konnten", berichtet Günter Gröger, der über viele Jahrzehnte den Kontakt nach Indien gehalten hat.

Für den Leiter des Pastoralverbundes Wendener Land, Pfarrer Ludger Vornholz, sind diese Zeichen der Solidarität Ausdruck gelebten Christentums. „Wir haben uns gewünscht, dass sich möglichst viele Menschen von der Spendenbereitschaft der Unternehmer „anstecken" lassen. Und offenbar ist das auch geschehen. Ich muss sagen: Es macht mich glücklich und sogar ein bisschen stolz, so etwas erleben zu können", so Pfarrer Vornholz.

Die Initiative LEONIDIS versteht das positive Ergebnis im Übrigen als Ansporn. Im vergangenen Jahr seien insgesamt fast 49.000 Euro an Spenden gesammelt worden. „Damit können wir nicht nur das Internat mitfinanzieren, sondern weiterhin auch die mittlerweile 226 Schülerinnen und Schüler unterstützen, die mit unserer Hilfe zur Schule gehen", so Irmgard Grebe-Quast.

 

 
10. Dezember 2014
 

Gelee für guten Zweck

Fünf Römershagener Frauen spenden Rekorderlös – Hilfe vor Ort und in der Welt

Römershagen. Was die Quitten in Römershagen mit dem indischen Yercaud und Curacao in der Karibik zu tun haben? Bis vor wenigen Tagen herzlich wenig. Geändert hat sich das, nachdem fünf Römershagener Frauen aber unter der Überschrift „Alles aus Heim + Garten“ Marmeladen, Gelees und Likör beim diesjährigen Jacobimarkt verkauften – und jetzt Kassensturz gemacht haben. Auf 1.600 Euro konnten sie da blicken. Und sie beschlossen: Mit 800 Euro soll dem zehnjährigen Paul Halfar aus Elben geholfen werden, um eine weitere Delphintherapie auf Curacao machen zu können. Und weitere 800 Euro soll die Initiative Leonidis erhalten, die sich derzeit vorrangig darum bemüht, ein Internat für Mädchen in Südindien zu errichten.
Bevor die stolze Summe allerdings zusammenkam, war einiges an Arbeit nötig. Denn damit die über 1000 Gläser zum Verkauf angeboten werden konnten, mussten die fünf Damen bereits im Frühjahr mit der Ernte von Holunderblüte und Erdbeeren beginnen. Und von da an hieß es regelmäßig: ernten, putzen, entsaften und gelieren. Das Ergebnis konnte sich am Ende sehen und vor allem schmecken lassen: Denn die Marmeladen, Gelees und eingemachten Früchte standen in allen Geschmacksrichtungen im Regal, die der Ort um die Biggequelle hergibt: Apfel war dabei, Birne auch und Heidelbeere, Himbeere, Stachelbeere, rote und schwarze Johannisbeere, aber auch Quitte und Holunder – Blüten wie Beeren.
 
Wie viel Arbeit sich tatsächlich hinter alledem verbirgt, weiß Hanni Halbe. Sie ist seit vielen Jahren im Team dabei und ist dankbar für die vielen Helferinnen und Helfer im Hintergrund: „Das fängt ja schon bei den zahllosen Gläsern an, die wir das ganze Jahr über – und auch jetzt schon wieder - sammeln.“ Offenbar steht der Ort aber hinter den Frauen und sammelt fleißig mit. Und das wohl nicht zuletzt deshalb, weil die Arbeit geschmacklich mehr als überzeugend ist. Der Absatz jedenfalls gibt den Frauen Recht – und ein Jacobimarkt in Römershagen ohne den „süßen Stand“ wäre wohl kaum noch zu denken.
 
Und auch Familie Halfar in Elben wird beim Sonntagsbrötchen künftig sicher häufiger an Hanni Halbe und ihre Helferinnen denken. „Wir sparen seit einiger Zeit, um unserem Sohn Paul eine weitere Delphin-Therapie zu ermöglichen“, erzählt Vater Tim. Paul leidet von Geburt an einer krankhaften Erweiterung der Flüssigkeitsräume im Gehirn. Die daraus folgenden schweren geistigen und körperlichen Behinderungen gingen bislang einher mit epileptischen Anfällen, die nur durch starke Medikamente unterdrückt werden konnten. Mit der Delphintherapie konnte auf diese Medikamente verzichtet werden. „Paul fällt es dadurch zugleich deutlich leichter, sich auf seine Umwelt zu konzentrieren. Das ist ein ungeheurer Gewinn an Lebensqualität“, berichten die Eltern.
 
Die Kosten für die Therapie sind allerdings immens: „Alleine könnten wir das kaum aufbringen – aber wir erfahren so viel Unterstützung wie jetzt auch von den Frauen aus Römershagen. Da rückt das Ziel langsam aber sicher in greifbare Nähe“, freut sich Tim Halfar. Im übernächsten Jahr soll es dann endlich wieder so weit sein – vielleicht sogar in den Sommerferien, die für Paul stets eine besonders lange und manchmal auch langweilige Zeit bedeuten.
 
Auch Irmgard Grebe-Quast freut sich über den unerwarteten Geldsegen aus Römershagen. Sie ist Sprecherin der Initiative Leonidis aus Schönau, die seit einiger Zeit den katholischen Frauenorden „Arme Dienstmägde Jesu Christi“ dabei unterstützt, ein Internat für indische Mädchen aufzubauen. „Wir haben feststellen müssen, dass viele Eltern ihre Mädchen nicht mehr zur Schule geschickt haben, weil sie Angst hatten, dass sie auf den bis zu 10 Kilometer langen Schulwegen vergewaltigt werden. Mit einem Internat können den Eltern diese Sorgen genommen werden.“
 
Für die Frauen aus Römershagen sind beides Projekte, die Unterstützung verdienen – so wie die zahlreichen anderen Maßnahmen, die sie mit rund 12.000 Euro in den vergangenen Jahren gefördert haben. Ende übrigens nicht absehbar: Für das kommende Jahr ist jetzt bereits der erste Likör aufgesetzt. Aus Quitten.
 
Weitere Informationen:
Zum Foto: Als "Team Heim + Garten" haben die fünf Römershagener Frauen das ganze Jahr über eingemacht und geliert. Über den Verkaufserlös freuen sich Paul Halfar aus Elben (vorne), dessen Delfintherapie damit in greifbare Nähe rückt, und Irmgard Grebe-Quast von der Initiative Leonidis (2. Reihe, rechts).
 
 
09. Dezember 2014
 

Waffeln für den guten Zweck

Hünsborn. Toller Erfolg für die Jungen und Mädchen des Kindergarten „Arche Noah" und des Familienzentrums St. Kunibertus in Hünsborn: Runde 150 Euro kamen bei der jüngsten Waffelbackaktion zusammen. Mit viel Engagement hatte sich der Elternrat der Einrichtung um alles Organisatorische gekümmert – bis hin zur Ansprache von Bäcker Hesse aus Hünsborn, der als Sponsor für den Waffelteig gewonnen werden konnte. Einen Nachmittag lang hatten sich dann am vergangenen Montag die Erzieherinnen und Eltern hinter die Waffeleisen gestellt und gebacken, während sich auf der anderen Seite die Omas und Opas, Nachbarn und Freunde des Familienzentrums um den Verzehr kümmerten. Am Ende des Tages konnten dann alle zufrieden auf das Ergebnis blicken. Und zufrieden werden sicherlich auch die indischen Jungen und Mädchen sein, deren Kindergarten den Erlös in den nächsten Tagen erhält. Wie bereits im Vorjahr soll das Geld verwendet werden, um die Ausstattung des indischen Partnerkindergartens zu verbessern. „Es ist gut zu wissen, dass wir dort auch mit kleinen Beträgen viel erreichen können", zeigt sich die Leiterin des Familienzentrums, Susanne Krist, zufrieden.

 
 
12. November 2014
 

Waffeln für guten Zweck

Familienzentrum Hünsborn lädt ein – Unterstützung für Kindergarten in Indien

Hünsborn. Genießen und gleichzeitig etwas Gutes tun? Am 25. November wird das im Familienzentrum St. Kunibertus in Hünsborn möglich sein. An diesem Dienstag werden dort nämlich die Kindergarten-Eltern wieder Waffeln backen und zwischen 12 und 16 Uhr an Eltern und Großeltern, Nachbarn, Freunde und Besucher des Familienzentrums verkaufen. „Mit dem Erlös wird der Elternbeirat dann unseren Partnerkindergarten in Indien unterstützen“, berichtet Susanne Krist, Leiterin des Familienzentrums.

Nachdem bereits im vergangenen Jahr für den Kindergarten in Ara Gate im Norden Indiens eine solche Waffelback-Aktion mit Erfolg durchgeführt worden war, hoffen die Hünsborner Eltern in diesem Jahr auf eine ähnlich große Resonanz. „Für den indischen Kindergarten ist dieses Geld eine wichtige Hilfe“, weiß Irmgard Grebe-Quast von der Initiative LEONIDIS, die die Partnerschaft vermittelt hat. „Hier fehlt es oftmals an einfachsten Mitteln, um mit den Kindern zu spielen und sie ihrem Alter entsprechend zu fördern.“

Für die Eltern, den Elternrat und den Erzieherinnen des Familienzentrums St. Kunibertus war das einer der Gründe, für den Kindergarten in Indien aktiv zu werden. „Wir wissen, dass wir hier mit kleinem Geld Großes erreichen können“, zeigt sich das Team überzeugt. Eltern und Erzieherinnen sind sich zudem sicher: Nicht nur die pädagogische Arbeit wird auf diese Weise unterstützt. Die Partnerschaft hat auch eine sozial- und entwicklungspolitische Dimension. Denn ohne den Kindergarten würden die indischen Jungen und Mädchen mit ihren Eltern den Tag zum Beispiel in den Steinbrüchen verbringen. Ohne die Bildungsangebote, die sie über Kindergarten und Schule nutzen können, würden auch sie später als ungelernte Arbeiter ihren Lebensunterhalt verdingen müssen. „Mit Bildung lässt sich dieser Teufelskreis durchbrechen“, weiß Grebe-Quast, die selber schon mehrfach in Indien war. „Vor diesem Hintergrund hoffen wir auf viele Genießerinnen und Genießer“, sagt Erzieherin Krist und lädt für den 25. November zu einem kurzen Abstecher in das Familienzentrum (Im Buchwald 3, 57482 Wenden) ein.

 

Oktober 2014

Jeder Euro wird verdoppelt - LEONIDIS startet zum zweiten Mal Spendenverdopplungsaktion

Mädchen in Indien nicht dem Risiko der Vergewaltigung aussetzen

Schönau. „Jeder gespendete Euro wird verdoppelt – und zwar bis zu einem Gesamtbetrag von 10.000 Euro.“ Das machte jetzt Irmgard Grebe-Quast von der Indien-Hilfe-Initiative Leonidis deutlich. Bereits vor zwei Jahren wurde eine ähnliche Verdopplungs-Aktion mit überwältigendem Erfolg abgeschlossen: „Damals konnten wir fast 25.000 Euro an Spenden verbuchen“, erzählt Grebe-Quast.

In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt der Aktion darauf, indische Mädchen nicht weiterhin dem Risiko der Vergewaltigung auszusetzen und ihnen auch weiterhin den Schulbesuch zu ermöglichen. Viele Mädchen werden nämlich von ihren Eltern nicht mehr in die Schule geschickt, weil sie Angst vor Vergewaltigungen haben. „Nach den vielen Berichten über vergewaltige Frauen und Mädchen haben die Eltern oftmals schlicht Angst, ihre Töchter auf die bis zu 10 Kilometer langen Schulwege zu schicken“, berichtet Grebe-Quast. „Unser Partner vor Ort – die Dernbacher Schwestern – haben deshalb damit begonnen, einen Internatsbetrieb aufzubauen. Die Mädchen können dann die gesamte Woche über am Schulort bleiben.“

Damit Gebäude, Schlaf- und Gemeinschaftsräume sowie die Verpflegung sichergestellt werden sollen, bedarf es allerdings einiger Hilfe. Genau die soll nun mit der Verdopplungsaktion gestellt werden. Dass die Aktion überhaupt stattfinden kann, verdankt Leonidis zahlreichen Unternehmern aus Schönau und Wenden. „Das ist schon faszinierend, auf wie viel Offenheit wir hier gestoßen sind“, berichtet Grebe-Quast von der vorgefundenen Hilfsbereitschaft. Von wenigen Ausnahmen abgesehen habe sich fast jedes angesprochene Unternehmen bereit erklärt, den Dopplertopf zu füllen. „Mal mit einem größeren Betrag, mal mit einem kleineren – aber am Ende doch so, dass wir nun 10.000 Euro haben, mit denen weitere Spenden verdoppelt werden können.“

Und das heißt: Jeder Euro, der der Initiative zwischen dem 1. November 2014 und dem 31. Januar 2015 gespendet wird, ist das Doppelte wert – weil aus dem Unternehmertopf der gleiche Betrag oben drauf gelegt wird. Im besten Fall kommen so also 20.000 Euro zusammen. „Für indische Verhältnisse ist das ein Vermögen“, erläutert Irmgard Grebe-Quast. Schon mit 30 Euro lasse sich für einen Monat der Internatsbesuch eines Kindes bezahlen – „inklusive Schulgeld und Mittagessen“.

Zu den Unterstützern der Aktion gehört dabei auch Pfarrer Ludger Vornholz. Für den Leiter des Pastoralverbunds Wendener Land ist sie Ausdruck gelebter Solidarität der Unternehmer im Wendschen. „Es braucht Menschen, die etwas mehr tun. Die Unternehmen, die diese 10.000 Euro zur Verfügung stellen, regen mit dieser Spendenverdopplung genau dazu an. Ich würde mich freuen, wenn dieses Ansinnen Erfolg hat und sich viele weitere davon angesprochen fühlen und spenden“, so Vornholz.

Die Spendenverdopplungsaktion beginnt am 1. November 2014 und läuft bis zum 31. Januar 2015. Spenden können unter Angabe des Stichwortes „Verdopplungsaktion“ direkt auf das Spendenkonto „General der Armen Dienstmägde Jesu Christi – LEONIDIS – Pax Bank Trier, IBAN DE66 3706 0193 3012 0980 30, BIC: GENODED1PAX überwiesen werden. Jeder Spender erhält eine Spendenquittung.

                                                                                                      

 

 

Februar 2014

Geld für Kinder, Köpfe, Klassenräume

Spenden ermöglichen Investitionen in nachhaltige Entwicklung

Schönau. Nach dem Spenden-Rekord im Jahr 2012 rechnete die Initiative LEONIDIS für 2013 zwar mit einem normalen Ergebnis. Doch wie LEONIDIS-Sprecherin Irmgard Grebe-Quast jetzt feststellen konnte: Mit 38.131,36 Euro konnte fast der gleiche Betrag wie im Vorjahr verbucht werden. "Ich kann nicht verhehlen: Wir sind begeistert", so Irmgard Grebe-Quast. Und als wir die Generaloberin der Dernbacher Schwestern, Sr. Gonzalo, von diesem tollen Ergebnis berichteten, zeigte auch sie sich gerührt.

In der Vergangenheit hat LEONIDIS mit den gesammelten Geldern die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen an im Süden des Landes gelegenen Schulen (in Bangalore, Kenichira, Vidyanagar Yercaud und Sebastiapuram) finanzieren können. Im vergangenen Jahr wurde dann damit begonnen, auch Schülerinnen und Schüler von zwei im Norden des Landes gelegenen Schulen (Dhamnod, Ranchi) zu unterstützen. Unterstützen heißt dabei, dass LEONIDIS mit den Spendengeldern das Schulgeld für die Schülerinnen und Schüler sowie die Kosten für Schuluniform und ggf. auch Unterrichtsmaterialien übernimmt. Grebe-Quast: „Die Gelder werden dabei grundsätzlich direkt an die Schulen gezahlt. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass der Verwendungszweck eingehalten wird.“

Aufgrund der anhaltend hohen Spendenbereitschaft hat LEONIDIS sich nun entschlossen, weitere 30 Schülerinnen und Schüler zu unterstützen (jeweils 10 in Khunti, Ranchi und Dhamnod). Bei Kosten von rund 120 Euro pro Jahr und Kind und mittlerweile insgesamt 232 geförderten Kindern investiert LEONIDIS damit etwa 28.000 Euro in die Bildung und Ausbildung junger Menschen. Darin enthalten sind 3.800 Euro gebundene Gelder das sind Spenden im Rahmen von Patenschaften, mit denen Menschen sich um ein ihnen namentlich bekanntes Kind verantwortlich zeigen.

Mit den Geldern aus 2012 hat LEONIDIS darüber hinaus einen Fach-Raum an der Katherine Illam School in Sebastiapuram finanziert. Nach Gesprächen mit den Dernbacher Schwestern sollen auch mit den 2013er Spenden wieder 14.000 Euro für die Ausstattung der Schulen und Kindergärten zur Verfügung gestellt werden, so unter anderem in Yercaud der Ort, der Sr. Leonidis besonders am Herzen lag. Dorthin fließen auch die Gelder der monatlich gehaltenen Türkollekte an der St. Elisabeth-Kirche in Schönau. "Im vergangenen Jahr konnten auf diese Weise insgesamt 2.156,38 Euro gesammelt und weitergeleitet werden. Ein wichtiger Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung", bilanziert Grebe-Quast.

Erfreulich ist auch, dass LEONIDIS im vergangenen Jahr erstmals auch eine Partnerschaft zwischen einer Einrichtung im Wendschen und einer Bildungseinrichtung in Indien vermitteln konnten: Das Familienzentrum St. Kunibertus in Hünsborn unterstützt künftig den Kindergarten der R.C. Mission School in Ara Gate (in der Nähe von Ranchi). Bei einer ersten Aktion Waffel- und Kerzenverkauf in der Adventszeit konnten hier in einem ersten Schritt 400 Euro eingenommen und in Spiel- und Lernmaterialien investiert werden. Die Berichte der in diesem Kindergarten tätigen Schwestern bestätigen LEONIDS darin, Geld eben auch für Materialien und die Ausstattung von Räumen zur Verfügung zu stellen: „Aus Straßenlehm geformte Puppen sollten nicht die einzigen Spiel- und Lernmaterialien bleiben“, sagt Irmgard Grebe-Quast.

 

07.01.2014
 

Spendenbereitschaft weiter erfreulich hoch

Sternsinger-Aktion erbrachte 2631,96 Euro für Lepradorf Barwani in Indien

Schönau/Altenwenden. In farbenfrohen Umhänge, kunstvoll gestalteten Kronen und ausgestattet mit prächtigen Sternen überbrachten am vergangenen Wochenende rund 25 Mädchen und Jungen aus Schönau und Altenwenden als Sternsinger die traditionellen Segenwünsche in die Häuser: 20 + C + M + B + 14 schrieben sie an die Türen und Hauswände Jahreszahl und Anfangsbuchstaben des lateinischen Segenswortes Christus mansionem benedicat (Christus, segne dieses Haus). Die Schönauer und Altenwender bedankten sich wie in den Vorjahren mit Geldspenden zugunsten des Lepradorfes Barwani einem von den Dernbacher Schwestern eingerichteten Ort, an dem Leprakranke und ihre Kinder ein neues zu Hause finden, wenn sie aus ihren Dörfern verstoßen werden. 2631,96 Euro sind in diesem Jahr auf diese Weise zusammengekommen. „Ein Ergebnis, dass an die hohen Vorjahres-Erträge anknüpft“, zeigt sich Messdiener-Leiter Christian Rademacher zufrieden.

In der Tat: Die Spendenbereitschaft in den beiden Orten ist ungebrochen und überdurchschnittlich hoch. Dazu trägt auch bei, dass die Messdiener seit vielen Jahren das gesammelte Geld nicht in den großen Spenden-Topf geben, sondern gezielt das Lepra-Dorf der Dernbacher Schwestern unterstützen. „Mit dem Geld können wir ganz unmittelbar dazu beitragen, Jungen und Mädchen wieder eine Perspektive und damit Hoffnung zu geben“, so Rademacher. Und Irmgard Grebe-Quast, Sprecherin der Initiative LEONIDIS bestätigt: „Die Sternsinger sind unter dem Motto Segen bringen, Segen sein unterwegs und in Barwani lässt sich sehr unmittelbar erfahren, welchen Segen die Schönauer und Altenwendener hier bringen.““ Im vergangenen Jahr habe man beispielsweise einen Generator anschaffen können: „Damit müssen die Kinder ihre Hausaufgaben beispielsweise nicht mehr bei Kerzenschein machen.“ Und was vielleicht noch wichtiger ist: Das mit dem Generator erzeugte Licht hält Ratten fern. „In der Vergangenheit war das ein großes Problem denn Leprapatienten haben kein Gefühl mehr in Fingern und Zehen. Die Ratten wissen das und knabbern den schlafenden Patienten dann an den Gliedmaßen“, berichtet Grebe-Quast.

Und das gute Ergebnis ist für sie ein eindrucksvoller Beleg dafür, wie verbunden der Ort mit der von Sr. Leonidis begonnenen Arbeit ist. Grebe-Quast dankt aber auch den 25 Messdienerinnen und Messdienern, die Wind und Kälte trotzten und unterstützt von älteren Messdienern mehre Stunden durch den Ort gezogen sind. „In einer Zeit, in der immer weniger Jugendliche bereit sind, sich für andere einzusetzen, ist das ein ermutigendes und gutes Zeichen“, so Grebe-Quast.

 
 
Dezember 2013
 

1000 Euro - Spende für LEONIDIS von der Bäckerei Hesse

Welschen Ennest/Schönau. Freuen durften sich am Sonntag Heike Steilmann, Claudia Jaspers und Irmgard Grebe-Quast. Reinhard Hesse hatten die ehrenamtlich Tätigen eingeladen, im Rahmen des Weihnachtsmarktes in der Bäckerei Hesse in Welschen Ennest einen eigenen Verkaufsstand zu errichten. Der Erlös aus dem Verkauf der Handarbeitsprodukte wird für Menschen in Indien verwendet wird. Zudem stellte er ein Glücksrad samt Preise, alles frisch gebackene Leckereien, zur Verfügung. Im Laufe des Tages versuchten viele Besucher ihr Glück mit einem Einsatz von 1 Euro. Glücklich sein werden jetzt auch indische Kinder in Yercaurd im Staat Tamil Nadu. Die 1000 Euro sollen Mädchen und Jungen aus ärmsten Familien zu Gute kommen, damit sie zukünftig eine Schule besuchen und einen Abschluss machen können, der ihnen zu einem besseren Leben verhelfen kann.

 

3. Dezember 2013

Waffelverkauf für Paten-Kindergarten in Indien

Toller Erfolg im Hünsborner Familienzentrum St. Kunibertus: Waffelverkauf erbrachte 400 Euro für Paten-Kindergarten in Indien

Hünsborn/Schönau. Große Zufriedenheit bei Eltern und Erzieherinnen im Kindergarten und Familienzentrum St. Kunibertus in Hünsborn: Der Elternrat des Familienzentrums St. Kunibertus Hünsborn, konnte Anfang Dezember 400 Euro an die Initiative "LEONIDIS - Initiative für Menschen in Indien" und damit an den  Paten-Kindergarten im Norden Indiens übergeben. "Ein schöner Erfolg", sagen sie und danken  allen Eltern  für deren Unterstützung: "Denn das Geld ist allein durch den Verkauf von Waffeln zusammengekommen, für die uns einige Eltern den Teig und andere ihre Zeit zum Backen gespendet haben." Darüber hinaus haben einige Kinder aus der Gemeinde Wenden handgemachten Kerzen verkauft, erzählen sie weiter. "Und im Ergebnis kann sich das alles sehen lassen: Was nämlich für hiesige Verhältnisse wenig erscheinen mag - in Indien sieht die Welt anders aus".

 

Kindergarten ist nicht gleich Kindergarten - das zeigt bereits ein kurzer Blick in einen Kindergarten im Norden Indiens.

Irmgard Grebe-Quast, Sprecherin von LEONIDIS und selbst Pädagogin, bestätigt: "Wenn in Deutschland von "frühkindlicher Bildung im elementarpädagogischen Bereich" die Rede ist - dann stehen hinter den schwierigen Worten großzügig gestaltete Kindergärten, große Gruppenräume, Schränke und Regale voll mit Spielsachen, Bastelmaterialien und Werkzeugen." Wer hingegen in Ranchi, einer Provinzhauptstadt im Norden Indiens, einen Kindergarten besuche, der bekomme eine andere Wirklichkeit präsentiert, so Grebe-Quast.

Und in der Tat: Zwar heißt der Kindergarten der R.C. Mission School in Ara Gate - wie in vielen anderen Ländern der Erde auch - ebenfalls "Kindergarten". Doch mit Ausnahme des Namens wird es einem unvoreingenommenen Beobachter schwer fallen, Gemeinsamkeiten zu entdecken: Die beiden Gruppen des Kindergartens bestehen aus 100 bis 115 Kindern - mehr als vier Mal so viel wie in Deutschland. Und im Gruppenraum sitzen die Kinder Schulter an Schulter auf kleinen Bänken. "Spielsachen gibt es keine", berichtet Sr. Stella, eine Ordensfrau der Dernbacher Schwestern, die die Einrichtung leitet. "Wir haben einige Stoffbälle - und ansonsten zeigen wir den Kindern manchmal, wie man aus Lehm kleine Puppen formen kann."

Für die Eltern, den Elternrat und den Erzieherinnen des Familienzentrums St. Kunibertus war das einer der Gründe, die Patenschaft für diesen Kindergarten zu übernehmen. "Wir wissen, dass wir hier mit kleinem Geld großes erreichen können", zeigt sich das Team  überzeugt. Sie sind sich zudem sicher: Nicht nur die pädagogische Arbeit wird auf diese Weise unterstützt. Die Patenschaft hat auch eine sozial- und entwicklungspolitische Dimension. Denn ohne den Kindergarten würden die Jungen und Mädchen mit ihren Eltern den Tag zum Beispiel in den Steinbrüchen verbringen. Ohne die Bildungsangebote, die sie über Kindergarten und Schule nutzen können, würden auch sie später als ungelernte Arbeiter ihren Lebensunterhalt verdingen können. "Mit Bildung lässt sich dieser Teufelskreis durchbrechen", weiß Grebe-Quast, die selber schon mehrfach in Indien war, um sich ein Bild von den zahlreichen Einrichtungen der Dernbacher Schwestern zu machen.

 

21. November 2013

Mit kleinem Geld Großes bewegen

Familienzentrum St. Kunibertus Hünsborn unterstützt Kindergarten in Indien

Schönau/Hünsborn. LEONIDIS hat einen neuen Partner. Mit dem Familienzentrum St. Kunibertus Hünsborn hat sich nun der erste Kindergarten dazu entschlossen, künftig enger mit der Initiative LEONIDIS zusammenzuarbeiten. „Frühkindliche Bildung heißt nicht allein Fähigkeiten und Fertigkeiten zu fördern, sondern auch Werte zu vermitteln", so Susanne Christ, die pädagogische Leiterin des Familienzentrums. „Mit einem entwicklungspolitischen Engagement für hilfsbedürftige Kinder können wir dazu beitragen", erläutert sie die Motivation hinter der Kooperation.

Bei LEONIDIS ist die Freude entsprechend groß. „Es ist das erste Mal, dass hier nicht eine einzelne Person, sondern eine ganze Einrichtung sagt: Wir wollen Euch unterstützen. Und dass es dann Kinder sind, die sich einbringen wollen – das macht es besonders erfreulich", zeigt sich die Sprecherin von LEONIDIS, Irmgard Grebe-Quast glücklich. Sie weiß aber auch das hinter der Einrichtung stehende Engagement der Eltern der Kindergartenkinder zu würdigen: „Sie tragen diese Kooperation mit – und zwar nicht nur mir Rat, sondern auch mit Tat. In einer Zeit, in der fast jeder nur noch ans eigene Fortkommen oder das seiner Kinder denkt, ist das keine Selbstverständlichkeit mehr."

Ein Lob, das berechtigt ist: Denn die Eltern tragen bereits am kommenden Dienstag, 26. November 2013, dazu bei, die Kooperation mit Leben zu füllen. Dann ist nämlich jedermann herzlich eingeladen, sich im Familienzentrum für den nachmittäglichen Kaffee ein paar Waffeln zu holen. Zwischen 14- und 16 Uhr stehen die dort zum Verkauf. Darüber hinaus werden selbstgemachte Kerzen angeboten. Der Erlös soll dann an LEONIDIS gehen. „Nicht in einen großen Topf", versichert Susanne Christ. „Sondern wir werden uns künftig ganz gezielt um EINEN  Kindergarten in Indien kümmern." Dazu hat LEONIDIS bereits Kontakt mit den Dernbacher Schwestern aufgenommen, die nun nach einem passenden „Patenkindergarten" suchen (wir berichten noch). Sr. Julia, die Prokuratorin der Dernbacher Schwestern, nimmt diese Mühe gerne auf sich: „In Indien lässt sich auch mit kleinem Geld Großes bewegen – und deshalb verdient diese Aktion des Hünsborner Familienzentrums unseren Respekt." 

 

18. März 2013

Mehr als 25.000 Euro für Menschen in Not

Spendenverdopplungsaktion von Bethe-Stiftung und „LEONIDIS“ erfolgreicher als erwartet

Schönau. Es war wohl mehr als ein „kleines Vermögen“, das die Landtagsabgeordnete und Botschafterin der Bethe-Stiftung (Bergisch Gladbach), Helene Hammelrath, am vergangenen Samstag im Wendener Pfarrheim an die Indien-Initiative „LEONIDIS“ überreichte. Denn auf dem symbolischen Scheck, den sie an Agnes und Günther Gröger übergab, stand der stolze Betrag von 12.000 Euro. „Wenn man bedenkt, dass in Indien der Schulbesuch eines Kindes etwa 10 Euro im Monat kostet, dann ist klar, wie viel sich mit diesen 12.000 Euro erreichen lässt“, sagen die beiden glücklich. Und Sr. Julia und Sr. Gonzalo von den Dernbacher Schwestern, die vor Ort für die richtige Verwendung des Geldes Verantwortung tragen, bestätigen: „Für indische Verhältnisse ist das mehr als ein kleines Vermögen.“

Allerdings: Der Scheck ist nur die halbe Wahrheit. Denn: „Die Bethe-Stiftung hatte im vergangenen November die Idee, eine Spendenverdopplungsaktion zugunsten der von LEONIDIS unterstützen Projekte zu starten“, erläutert Frau Hammelrath. „Für jeden gespendeten Euro sicherte die Bethe-Stiftung also einen weiteren Euro zu“, erklärt sie das Prinzip. „Und zwar bis zu einem Betrag von 12.000 Euro und bei Einzelspenden bis zu einer Höhe von 2.000 Euro.“ Nach drei Monaten bedeutet das nun im Ergebnis: Mehr als 25.000 Euro für Menschen in Not.

„Es mag schwer sein, sich vorzustellen, was das konkret bedeutet“, erzählt Sr. Julia. Sie vertritt an diesen Tag die Dernbacher Schwestern. Oder besser: Die „Armen Dienstmägde Jesu Christi“, wie der Orden richtig heißt. Die Ordensfrauen sind seit vielen Jahrzehnten in Indien und zahlreichen anderen Ländern der Erde tätig. Täglich erleben Sr. Julia und ihre Mitschwester Sr. Gonzalo, wie hilfreich jeder Euro ist und wie viel auch mit kleinen Beträgen getan werden kann. „Dank dieser Verdopplungsaktion haben wir jetzt die Möglichkeit, weiteren 20 Kindern einen Schulbesuch zu ermöglichen. Und wir können die Schulen besser einrichten“, erklärt Sr. Gonzalo. So wird nun an der Katherine School in Sebastiapuram ein Fachraum für Naturwissenschaften ausgestattet – mit Tischen und Bänken sowie Geräten für einen qualifizierten Unterricht in den Fächern Biologie, Physik und Chemie. „Damit kommt jeder Euro den Kindern vor Ort zugute. Jeder Spender trägt dazu bei, dass wieder ein paar Jungen und Mädchen mehr ihr Leben künftig selbstbestimmt werden führen können“, sagt Günther Gröger und seine Frau Agnes ergänzt: „Kein einziger Euro wird dabei für Verwaltung oder Bürokratie ausgegeben. LEONIDIS arbeitet komplett ehrenamtlich. Jeder Euro kommt dort an, wo ihn die Spender haben wollen!“

Er nutzt die Bilanz auch für ein Danke an das Ehepaar Bethe: „Deren Idee für diese Spendenverdopplungsaktion war ein Segen.“ Und auch der Leiter des Pastoralverbundes Wendener Land, Pfarrer Ludger Vornholz, zeigt sich dankbar. „Es braucht Menschen wie das Ehepaar Bethe – Menschen, die zeigen, dass sie bereit sind, mehr zu tun und die damit Vorbild sind“, so Pfarrer Vornholz. Und er schließt in seinen Dank auch die vielen Spender ein: „Wir sehen auf dem Konto häufig nur einen kleinen Betrag. Aber wir wissen vielfach gar nicht, was diese fünf oder zehn Euro für den einzelnen tatsächlich bedeuten. Auch bei uns gibt es Menschen, für die das sehr viel Geld bedeutet.“

Für das Ehepaar Bethe jedenfalls steht heute schon fest: Die Aktion wird wiederholt. Und Helene Hammelrath hatte die gute Nachricht im Gepäck: „Der Verdopplungsbetrag wird dann sogar etwas höher sein.“

 

Foto: Landtagsabgeordnete und Botschafterin der Bethe-Stiftung, Helene Hammelrath (rechts), überreicht den symbolischen Scheck über 12.000 Euro an Agnes (2.v.r.) und Günter Gröger (3.v.r.) von der Initiative LEONIDIS und den Schwestern Gonzalo (3.v.l.) und Schwester Julia (2.v.l.) von den Dernbacher Schwestern. Pfarrer Ludger Vornholz (l.) freut sich mit ihnen über den Erfolg der Spendenverdopplungsaktion.


Die Bethe-Stiftung ist eine private Stiftung, die im Jahr 1996 von dem Unternehmer-Ehepaar Roswitha und Erich Bethe (Bergisch Gladbach) gegründet wurde. Ziel der Bethe-Stiftung ist die Förderung von sozialen und kulturellen Projekten, die in besonderer Weise einen Beitrag zu mehr Toleranz und Humanität in unserer Gesellschaft leisten. Weitere Informationen: www.bethe-stiftung.de

 

Januar 2013

Spendenverdopplungsaktion: Erwartungen mehr als übertroffen

Bereits über 20.000 Euro eingegangen - eine segensreiche Idee

Schönau. Die Spendenverdopplungsaktion zugunsten der Initiative „LEONIDIS - Für Menschen in Indien“ ist ein voller Erfolg. Bereits zwei Monate nach dem Start beläuft sich das Spendenaufkommen auf über 20.000 Euro“, macht Irmgard Grebe-Quast jetzt deutlich. „Obwohl die Aktion auf drei Monate angelegt ist, sind unsere Erwartungen damit heute schon mehr als übertroffen“, so die Sprecherin von LEONIDIS.

Hintergrund: Die Bethe-Stiftung hatte der Schönauer Hilfsorganisation zugesagt, jeden Euro zu verdoppeln bis zu einem Gesamtspendenaufkommen von 12.000 Euro. „Dass wir bereits im Dezember diese 12.000 Euro überschreiten, hätten wir niemals für möglich gehalten“, sagt Grebe-Quast. „Wir haben jedoch festgestellt: Viele treue Spender haben noch einmal zusätzlich Geld gegeben. Und dann gibt es sehr viele Menschen, die gerade wegen der Verdopplungsaktion spenden.“

Gerade weil der Erfolg so überwältigend sei, könne man nun kurzfristig mit Spendenmitteln die Einrichtung eines Fachraumes für Naturwissenschaften an der Katherine School in Sebastiapuram finanzieren. Die Schule in Sebastiapuram ist noch im Aufbau begriffen. Deshalb fehlt es dort noch an Möbeln, Tafeln und notwendigen Unterrichtmittel. Schneller als geplant kann nun die Ausstattung der Schule fortgeführt werden. Wir werden mit einem Teil des Geldes Tische und Bänke sowie Geräte für einen qualifizierten Unterricht in den Fächern Biologie, Physik und Chemie finanzieren. „Damit kommt jeder Euro den Kindern vor Ort zugute und wir leisten einen wichtigen Beitrag, damit diese Jungen und Mädchen in die Lage versetzt werden, durch eine gute Schulausbildung ihr Leben künftig selbstbestimmt zu führen“, berichtet Grebe-Quast. Sie nutzt die Zwischenbilanz auch für ein Danke an das Ehepaar Bethe: „Deren Idee für diese Spendenverdopplungsaktion war ein Segen.“

 
 
7. Januar 2013
 

Mehr als 2.700 Euro für Lepra-Dorf in Indien

Sternsinger sammeln Rekord-Summe für die Fortführung der Missionsarbeit von Sr. Leonidis

Schönau/Altenwenden. Die Zahl der Sternsinger mag in diesem Jahr kleiner als sonst gewesen sein der gesammelte Betrag war dafür aber umso höher: Mehr als 2.700 Euro konnten die 17 Jungen und Mädchen aus Schönau und Altenwenden am 1. Sonntag des neuen Jahres sammeln. Im Vergleich mit den Vorjahren ist das einer der höchsten Beträge, die für die Fortführung der von Sr. Leonidis begonnenen Arbeit in Indien gesammelt werden konnte. „Es ist wirklich erstaunlich, wie großzügig die Schönauer und Altenwendener auch in diesem Jahr wieder waren“, sagt Irmgard Grebe-Quast von der Initiative LEONIDS. „Und es ist gut zu wissen, dass sich trotz des schmuddeligen Wetters noch eine stattliche Anzahl von Kindern bereit erklärt hat, als Sternsinger den Segen in die Häuser zu tragen und zwar nicht allein die Häuser unserer Orte, sondern eben auch in die Häuser in Indien“, so Grebe-Quast. Hintergrund: Mit dem Geld wird der Ort Barwani unterstützt, den die Dernbacher Schwestern eigens für an Lepra erkrankte Menschen errichtet haben. Diese Männer und Frauen wären ohne die Hilfe Dritter zum Tod verurteilt sie sind Verstoßene, finden keine Arbeit mehr und sind aufgrund der Krankheit irgendwann auch nicht mehr in der Lage, sich im Alltag selbst zu versorgen, berichtet die LEONIDIS-Sprecherin. Mit dem Geld könne nun für weitere medizinische Verpflegung und zum Leben Nötiges gesorgt werden.

 
 
Oktober 2012
 

Jeder Euro wird verdoppelt

Bethe-Stiftung und LEONIDIS-Initiative starten Spendenaktion für hilfsbedürftige Kinder in Indien

Schönau/Frankfurt am Main. „Jeder für die Indien-Hilfe der Initiative LEONIDIS gespendete Euro wird verdoppelt“. Das machte jetzt Erich Bethe, Stifter der von ihm und seiner Frau gegründeten Bethe-Stiftung, deutlich. Bethe ist im Kreis Olpe kein Unbekannter: Mit seiner Stiftung unterstützt er seit Jahren und in großem Umfang das Kinderhospiz Balthasar. „Mit dieser Aktion wollen wir nun dazu beitragen, dass Kinder in Indien nicht in den Steinbrüchen arbeiten müssen, sondern eine Schulbildung erhalten. Wir wollen dazu beitragen, dass Mädchen dort nicht als Menschen zweiter Klasse behandelt werden, sondern mit einer Ausbildung ein selbstbestimmtes Leben führen können“, so Bethe.

Um genau solche Kinder kümmert sich die nach dem Tod der Schönauer Ordensschwester Leonidis unter deren Namen weitergeführte Hilfsaktion aus dem Wendschen. Es geht um Hilfe zur Selbsthilfe. „Es geht darum, den Teufelskreis aus Armut und fehlender Bildung zu durchbrechen“, sagt Leonidis-Sprecherin Irmgard Grebe-Quast. Mit der Bethe-Stiftung hat LeEONIDIS nun einen Partner gefunden, der diese Arbeit in herausragender Weise unterstützt: „Denn jeder Euro, der dieser Initiative in den kommenden drei Monaten gespendet wird, ist das Doppelte wert, weil die Bethe-Stiftung den gleichen Betrag oben drauf legt“, so Erich Bethe. Das Angebot gilt dabei für Einzelspenden von bis zu 2.000 Euro und bis zu einem Gesamtspendenaufkommen von 12.000 Euro. „Für indische Verhältnisse ist das ein Vermögen“, erläutert Irmgard Grebe-Quast. Schon mit 30 Euro lasse sich für einen Monat der Schulbesuch eines Kindes bezahlen inklusive Schulgeld und Mittagessen, berichtet sie. Und sie hofft zugleich darauf, dass die Spendenverdopplungsaktion der Bethe-Stiftung viele Menschen zu einer Spende ermutigen wird: „Weil eben jeder noch so kleine Betrag doppelt zählt.“

Der Leiter des Pastoralverbunds Wendener Land, Pfarrer Ludger Vornholz, lobte die Aktion gleichermaßen. Es braucht Menschen, die etwas mehr tun. Das Ehepaar Bethe regt mit dieser Spendenverdopplung genau dazu an. Ich würde mich freuen, wenn dieses Ansinnen Erfolg hat und sich viele davon angesprochen fühlen und spenden.“ Die Spendenverdopplungsaktion beginnt am 1. November 2012 und läuft bis zum 31. Januar 2013. Spenden können online unter www.leonidis.org oder direkt auf das Spendenkonto „General der Armen Dienstmägde Jesu Christi – LEONIDIS Pax Bank Trier, BLZ 370 601 93, Kontonr. 30 120 980 30 überwiesen werden. Jeder Spender erhält eine Spendenquittung.

 

Oktober 2012

 

Mit schönen Dingen Hilfe bringen - Basar am 18.November in Hofolpe

Seit 25 Jahren zeigt die Missionsgruppe aus Hofolpe ein Herz für die Mission

Hofolpe/Schönau. Zum 25. und letzten Mal findet am Sonntag, den 18. November ab 11.00 Uhr in der Schützenhalle Hofolpe der Advents- und Weihnachtsbar statt. 25 Jahre lang haben das Ehepaar Ursula und Georg Weissbrich und ihre zahlreichen Unterstützer unermüdlich Weihnachtsdekoration gebastelt, kunstvolle Patchworkarbeiten angefertigt, Stickarbeiten und jede Menge handgestrickte Strümpfe zum Verkauf angeboten, den mittlerweile legendären Hofolper Weihnachtslikör sowie Marmeladen und Gelees zubereitet u.v.m. Der Erlös dieser Arbeiten floss weitgehend nach Indien. Dort konnten Sr. Leonidis und Sr. Catherine mit den Geldern wertvolle Aufbauarbeiten leisten.

Im Einzelnen wurden durch die großzügigen Spenden

  • Brunnen gebohrt, damit Menschen mit sauberem Wasser versorgt werden konnten und somit lange, anstrengende Fußwege zur Beschaffung von Wasser nicht mehr notwendig waren.
  • Ambulanzwagen angeschafft.
  • Kleine Häuser gebaut, damit Flüchtlinge aus Sri Lanka, die wegen des dortigen Bürgerkrieges wieder in ihre alte Heimat nach Yercaurd in Tamil Nadu zurück mussten, nicht länger unter provisorischen Behausungen Wind, Wetter und auch Kälte ausgesetzt waren. Und auch Opfern des Tsunamis Weihnachten 2003 konnte Dank vorhandener Geldmittel schnell und unbürokratisch geholfen werden. An Stelle ihrer ins Meer gerissenen Behausungen erhielten auch sie neue kleine Häuser.
  • Fischerboote gekauft und den nach der Tsunami-Katastrophe völlig mittellosen Familien zur Verfügung gestellt, damit deren einzige Erwerbsquelle und Lebensgrundlage, das Fischen, sichergestellt werden konnte.
  • Kindern aus ärmsten Familien die Schulspeisung ermöglicht.

Nach 25 Jahren der ehrenamtlichen Arbeit ist nun der letzte Basar ist vorbereitet. Ein letztes Mal werden schöne Handarbeiten, Advents- und Weihnachtsschmuck, Taschen und selbstgemachte Leckereien zum Kauf angeboten. Besucher werden mit Speisen und Getränken, am Nachmittag mit Kaffee und Kuchen versorgt. „Doch“, so versprechen die Initiatoren der Missionsgruppe „die Arbeit für Indien soll mit dem letzten Basar nicht zu Ende sein. Unsere Gruppe wird bestehen bleiben und wir werden beiden Orden auch weiterhin helfen.““

 
 
März 2012 
 

Spenden in Höhe von 6000 € anlässlich der Diakonatsweihe von Claudius Rosenthal fließen in das Bildungsprojekt

 
Paderborn/Schönau. Am Samstag, den 24. März 2012, wurde Dr. Claudius Rosenthal im Hohen Dom zu Paderborn vom Erzbischof zu Paderborn, Seiner Exzellenz Herrn Hans-Josef Becker, zum Diakon geweiht. Neben Familienangehörigen und Freunden nahmen zahlreiche Mitglieder aus der Pfarrei an dem Ereignis teil. Der festliche Gottesdienst wurde vom Männergesangverein Schönau Altenwenden mitgestaltet. Ebenso die Einführungsmesse am 25. März 2012 in der St. Severinus-Kirche zu Wenden.
 
Anstelle von Geschenken hatte Claudius Rosenthal um Spenden für die Initiative "Leonids - Für Menschen in Indien" gebeten. Dieser Bitte kamen viele Gratulanten, unter ihnen auch Vertreter der örtlichen Vereine, nach. Heute dürfen wir Ihnen mitteilen, dass sich die Gesamtsumme auf ca. 6000 € beläuft.
Allen, die zu diesem fantastischen Ergebnis beigetragen haben, sei an dieser Stelle herzlich gedankt - auch im Namen von indischen Kindern. Wenn man bedenkt, dass mit dem Betrag von ca. 100 € ein Mädchen bzw. ein Junge in Indien ein Jahr lang kostenfrei eine Schule besuchen kann, dann lässt sich ermessen, was mit dem Spendenergebnis bewirkt werden kann. Dies bedeutet für die Kinder, dass sie Dank ihrer Bildung der Armut entkommen und
sich ihren Lebensunterhalt in der indischen Gesellschaft eigenständig erarbeiten können.
 
Die Feier der Diakonatsweihe stand unter dem Leitspruch Mt 25,40: "Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan."
In diesem Sinne allen Spendern nochmals ein herzliches Vergelt's Gott.

 

Januar 2012
 

Spendeneingänge deutlich gesteigert

 
LEONIDIS setzt die Arbeit fort
 
Wenden/Schönau. Nach dem Tod von Sr. Leonidis im Jahr 2009 musste befürchtet werden, dass ihr Lebenswerk keine Fortsetzung findet. Doch diese anfängliche Sorge stellt sich nun als unbegründet dar. 2009 gingen ca. 20.000 € an Spenden ein, die zum Teil zweckgebunden waren für Patenschaften, viele spendeten aber einfach zweckungebunden in dem Wissen, dass jeder einzelne Euro in Indien bei bedürftigen Menschen ankommt. Im folgenden Jahr konnten die Einnahmen durch Spenden sogar auf ca. 24.600 € gesteigert werden. 2011 schließlich wurde das beste Spendenergebnis mit ca. 27.600 € erzielt.
 
Diese Entwicklung ist sehr positiv, da wir unseren Weg dadurch bestätigt sehen und auch für die Zukunft beauftragt sind, das Werk von Sr. Leonidis fortzuführen. Das Geld gibt Planungssicherheit für die Aufgaben, die wir in Indien bewältigen wollen. Es ergehe ein herzliches Dankeschön an alle Spender, die unsere Arbeit unterstützen!

 

Januar 2012

Über 2.400 Euro für Kinder in Indien

Sternsinger aus Schönau und Altenwenden unterstützen die von Sr. Leonidis begonnene Arbeit

Wenden/Schönau. Die Sternsinger aus Schönau und Altenwenden konnten in diesem Jahr 2443,24 Euro für Kinder in Indien sammeln. Nach dem Rekord-Ergebnis im Jahr 2011 bedeutet das zwar auf den ersten Blick einen Rückgang um rund 300 Euro. „Das Ergebnis zeigt aber auch, dass die Unterstützung der Schönauer und Altenwendener Messdiener für die von Sr. Leonidis begonnene Arbeit weiter anhält“, so Pfarrer Ludger Vornholz, Leiter des Pastoralverbundes Wendener Land. Er zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis: „Es ist heute wahrlich keine Selbstverständlichkeit mehr, dass sich Jungen und Mädchen die Not und das Elend in anderen Ländern der Erde vergegenwärtigen und sich dann in die Pflicht genommen fühlen. Die Messdiener in unserem gesamten Pastoralverbund spüren diese Pflicht offenbar ungebrochen – und helfen damit Kindern in aller Welt auf ganz unmittelbare Weise.“ Die Jungen und Mädchen würden ein ermutigendes Beispiel dafür sein, was Christsein heute bedeuten kann.

Irmgard Grebe-Quast, Sprecherin der Initiative LEONIDIS, war zugleich dankbar für den Umfang, in dem sich die Schönauer und Altenwendener nach wie vor spendenbereit zeigen. „Nachdem wir im vergangenen Jahr insgesamt rund 24.000 Euro an Spenden sammeln konnten, waren es in diesem Jahr etwas mehr als 27.000 Euro. Das ist ein beeindruckender Beleg für die Verbundenheit vor allem unseres Ortes, aber auch der vielen Freunde und Förderer von Sr. Leonidis mit der in Indien geleisteten Arbeit.“ Grebe-Quast machte zudem deutlich, dass tatsächlich jeder Euro hilfsbedürftigen Menschen zu Gute kommt. „Die Initiative LEONIDIS arbeitet auf rein ehrenamtlicher Basis. Porto, Telefon sowie alle anderen Aufwendungen werden von den bei LEONIDIS Mitarbeitenden ohne Erstattung aufgebracht“, so Grebe-Quast. „Und die Dernbacher Schwestern versichern ihrerseits, 100% der Spenden an die Bedürftigen weiterzugeben.“

Freuen werden sich nach der Sternsinger-Aktion nun vor allem die Bewohner des von den Dernbacher Schwestern (www.dernbacher.de) errichteten Lepra-Dorf Barwani. Denn genau dorthin soll das Geld fließen, um rund 80 Familien eine Zukunft zu geben, die die Lepra zu zerstören drohte. „Mit dem Geld werden wir dazu beitragen können, dass die Kinder dieser Familien zur Schule gehen können und auf diese Weise zumindest perspektivisch nicht länger benachteiligt sind“, so Theresa Quast, die bei LEONIDIS die Gesundheitsprojekte betreut.

 

2011

Wackelige Pinne spenden über 1000 Euro

Erlös aus Pokalkegeln der Gemeinde Wenden geht an LEONIDIS

Schönau. „Fröhlich sein, Gutes tun – und die Spatzen pfeifen lassen.“ Die zehn Kegelbrüder der „Wackeligen Pinne“ aus Schönau haben sich diese Lebensweisheit des Heiligen Don Bosco in besonderer Weise zu eigen gemacht: In fröhlicher Runde bewiesen sie zunächst beim Pokalkegeln in der Gemeinde Wenden, dass sie die ruhigste und beste Kugel zu schieben wussten. Das ist jetzt fast zwei Jahre her. Im vergangenen Jahr richteten die Zehn dann das Pokalkegeln in Schönau aus – in nicht minder munterem Kreis von 50 Kegelclubs.

Und im Frühjahr 2011 schließlich bewiesen die „wackeligen Pinne“ dann ein gerüttelt Maß an Standfestigkeit. Statt nämlich den Erlös aus dem Pokalkegeln in die Vereinkasse zu stecken, wurde der stattliche Betrag in Höhe von 1022 Euro an die Initiative LEONIDIS überwiesen. „Über dieses Zeichen der Verbundenheit haben wir uns ungemein gefreut“, berichtet Irmgard Grebe-Quast, Sprecherin der Initiative.

Im Kreis der Kegelbruder gibt man sich bescheiden. „Was bot sich besser an als diese Initiative. Die Arbeit von Sr. Leonidis wird ja von uns Schönauern schon seit Jahren unterstützt. Weil wir wissen, dass jeder Cent da ankommt und eingesetzt wird, wo er am dringendsten gebraucht wird - bei den Ärmsten der Armen in Indien!“

Grebe-Quast bestätigt das gerne. Trotzdem ist sie den Kegelbrüdern besonders dankbar: „Eine solche weder selbstverständliche noch erwartbare Spende ist einfach toll. Weil Sie auch andere wieder ermutigt, diese wichtige Arbeit zu unterstützen, die die Dernbacher Schwestern in Indien leisten.“

“Die wackeligen Pinne“ wurde übrigens bereits 1976 gegründet und treffen sich sich seitdem alle 14 Tage bei “ Bützer´s“ in Schönau zum Kegeln. Freitags um 20 Uhr geht es los – mit dem fröhlich sein und dem „Spatzen pfeifen lassen“. Höhepunkt des Club-Lebens ist dann Jahr für Jahr die Kegeltour, die immer am zweiten Wochenende im September stattfindet und die Kegelbrüder schon in die schönsten Gegenden und Städte Deutschland`s , aber auch Österreichs, Spaniens, Frankreichs und Schottlands geführt hat.

 

Januar 2011

Über 2.700 Euro für Kinder in Indien

 
Sternsinger aus Schönau und Altenwenden sammeln Rekord-Ergebnis

Wenden/Schönau. Die Sternsinger aus Schönau und Altenwenden konnten in diesem Jahr 2729,08 Euro für Kinder in Indien sammeln. Damit wurde wieder einmal das sehr gute Ergebnis des Vorjahres übertroffen. Der Leiter des Pastoralverbundes Wendener Land, Pfarrer Ludger Vornholz, zeigte sich erfreut über das Ergebnis und lobte den Einsatz der Jungen und Mädchen: "Jeder Euro ist ein wichtiger Baustein um Leben zu ermöglichen - und um es in Würde zu ermöglichen. Dass sich die Kinder unserer Gemeinde dieser Tatsache bewusst sind und sich in die Pflicht genommen fühlen, ist ein gutes Zeichen."

Irmgard Grebe-Quast, Sprecherin der Initiative LEONIDIS, war zugleich dankbar für den Umfang, in dem sich die Schönauer und Altenwendener spendenbereit zeigten. "Wir wissen, mit wie viel persönlichem Engagement Sr. Leonidis gewirkt hat - und es ist ebenso wenig selbstverständlich wie es ermutigend ist, dass diese Verbundenheit mit ihr und dem von ihr begonnen Werk durch ihren plötzlichen Tod nicht abbricht."

Freuen werden sich nun aber vor allem die Bewohner des von den Dernbacher Schwestern (www.dernbacher.de) errichteten Lepra-Dorf  Barwani. Denn genau dorthin soll das Geld fließen, um den rund 80 Familien jene Zukunft zu geben, die die Lepra zu zerstören drohte. "Mit dem Geld werden wir dazu beitragen können, dass die Kinder dieser Familien zur Schule gehen können und auf diese Weise zumindest perspektivisch nicht länger benachteiligt sind", so Theresa Quast, die bei LEONIDIS die Gesundheitsprojekte betreut.

 

8. Dezember 2010

Initiative setzt Werk von Sr. Leonidis fort

 

Nach dem Tod der beliebten Schönauer Ordensschwester wird die Hilfe für Indien jetzt auf andere Beine gestellt

Schönau/Altenwenden. Der Name „LEONIDIS“ ist in Wenden und Umgebung eine Institution: Über Jahre und Jahrzehnte hinweg hatte Schwester Leonidis, eine gebürtige Schönauerin, in Indien gewirkt – und in ihrer Heimat regelmäßig von ihrer Arbeit berichtet. Als sie im vergangenen Jahr starb, drohten diese Berichte auszubleiben – und damit auch das für viele Kinder in Indien so wichtige Netz von Unterstützern zusammenzubrechen, das Sr. Leonidis aufgebaut hatte.

Die Geschwister, Nichten und Neffen sowie Freunde und Verwandte haben deshalb die vergangenen Monate genutzt, um nach Mitteln und Wegen zu suchen, das Werk von Sr. Leonidis fortzuführen. „Sie mag nicht mehr unter uns sein – aber das Leid und das Elend, das sie angetrieben hat, ist ja auch heute noch in der Welt“, sagt Irmgard Grebe-Quast, eine Nichte von Sr. Leonidis. In enger Absprache mit den Armen Dienstmägden Jesu Christi – dem Orden, dem Sr. Leonidis angehörte – sei dabei schließlich die Idee entstanden, die Initiative „LEONIDIS“ ins Leben zu rufen. „Wir fühlen uns dem Wirken von Sr. Leonidis verpflichtet und wollen es fortführen. Und wir wollen, dass ihr Name nicht in Vergessenheit gerät“, fasst Grebe-Quast die Motive der Initiatoren zusammen.

Seit Ende November präsentiert sich LEONIDIS nun unter www.leonidis.org auch im Internet – und informiert dort über die Arbeitsfelder der Initiative. „Unser Hauptaugenmerk liegt weiterhin auf Bildung und Ausbildung – vor allem von Mädchen“, berichtet Irmgard Grebe-Quast. „Wir werden deshalb auch künftig um Unterstützung werben, damit indischen Jungen und Mädchen eine Schuldbildung ermöglicht wird und sie damit ausbrechen können aus einem Teufelskreis von Analphabetismus und Armut.“

Therese Quast, Medizinstudentin in Dresden und Großnichte von Sr. Leonidis, macht zugleich deutlich: Es gibt auch neue Tätigkeitsfelder. „Wir wissen, dass vor allem Krankheiten mit kostenintensiven Therapien in Indien für viele Kinder das Todesurteil bedeuten. Wir werden uns deshalb gezielt um Jungen und Mädchen kümmern, die an Diabetes erkrankt sind.“ Die 23-jährige Studentin ist sich dabei sicher: „Das ist im Sinne von Sr. Leonidis – denn ihr Wirken in Indien begann schließlich als Diät-Assistentin.“

Ein Problem vieler Hilfsorganisationen teilt die Initiative „LEONIDIS“ übrigens nicht: Die Spenden werden zu 100% an Hilfsbedürftige weitergeleitet. Verwaltungskosten fallen also keine an. Im Gegenteil: „Wir haben ganz bewusst darauf verzichtet, eine aufwändige Verwaltungs- und Marketing-Maschine zu installieren. Alle, die LEONIDIS unterstützen, sollen wissen: Jeder Euro kommt bei denen an, die diese Hilfe brauchen“, versichert Grebe-Quast. Und sie ergänzt: „Alle, die bei LEONIDIS mitmachen, machen das unentgeltlich und ehrenamtlich. Und wir stehen in sehr engem Kontakt zu den Dernbacher Schwestern. Die sind vor Ort und wissen sehr genau, wo Hilfe nötig ist.“

Glücklich sind die Initiatoren von LEONIDIS auch über die Resonanz, die sie bislang erfahren hat: „Als wir beispielsweise die Internet-Seite aufbauen wollen, hat sich ein renommierter Web-Designer gleich bereit erklärt, uns dabei zu unterstützen. Ohne diese Hilfe hätten wir auf ein wichtiges Medium verzichten müssen, mit dem wir über unsere Arbeit informieren können“, zeigt sich Grebe-Quast dankbar. Sie weiß allerdings auch: Vieles ist Handwerk – doch das Entscheidende muss sich auf andere Weise ergeben. Und so hofft Grebe-Quast nun darauf, dass die vielen Unterstützer und Helfer der vergangenen Jahre auch der Initiative „LEONIDIS“ treu bleiben – „seien es die Schönauer und Altenwendener, die bisher Monat für Monat bei der Türkollekte ihren guten Willen unter Beweis gestellt haben, seien es die Hofolper Frauen mit ihren Basaren, deren Erlös immer ein wichtiger Baustein für Sr. Leonidis war.“ Die Aussichten dafür sind gut. Denn aus der Pfarrgemeinde St.-Severinus kam bereits das Signal: „Wir unterstützen LEONIDIS.“